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60 Maschinenelemente (PFB) verfügbar sind und die gemischte Reihenschaltung   11.2019 mit bis zu vier unterschiedlichen elektronischen Sicherheitsschaltgeräten je Modul ermöglichen. Mehrere Module können zu größeren Systemen verschaltet werden. Eine weitere Option ist der Einsatz eines sicherheitsgerichteten Bussystems. Alle wesentlichen Sicherheitsschaltgeräte-Baureihen von Schmersal sind mit integrierter AS-i Safety-Interface lieferbar und können deshalb ganz einfach in AS-i Safety-at-Work-Netzwerke eingebunden werden. Der Anwender kann auf dieser Plattform individuell skalierbare Sicherheitslösungen für unterschiedliche Maschinengrößen realisieren und auch von weitreichenden Diagnosefunktionen profitieren. Und – Lösung Nummer Vier – für die Übertragung betriebsmäßiger, d.h. nicht sicherheitsgerichteter Daten bei Reihenschaltung von elektronischen Sicherheitsschaltgeräten steht das von Schmersal entwickelte SD-Interface zur Verfügung. Damit können z.B. diagnoserelevante Daten gesammelt, übertragen und ausgewertet werden. Safety Fieldbox: Vereinfachte Installation Die fünfte Möglichkeit soll hier ausführlicher vorgestellt werden, weil sie vergleichsweise neu ist, besondere Vorteile bietet und auf der SPS 2019 im Fokus steht. Die „Safety Fieldbox“ hat Schmersal für die Installation von bis zu acht unterschiedlichen Sicherheitsschaltgeräten entwickelt. Sie eignet sich für Safety Integrated-Konzepte, bei denen die Sicherheitsfunktionen in die betriebsmäßige Steuerung integriert werden. Die Kommunikation mit dieser Steuerung erfolgt über Profinet/ Profisafe. Zu den Vorteilen dieser Lösung gehören die Installation oder der Austausch von einzelnen Schaltgeräten innerhalb von Sekunt Als einfache Plug & Play-Lösung ermöglicht die Safety Fieldbox eine schnelle Montage sowie eine kostengünstige und fehlersichere Installation bei geringem Verdrahtungsaufwand u Mit dem AZ M40 zeigt Schmersal auf der SPS 2019 die kleinste elektronische Sicherheitszuhaltung der Welt den. In Kombination mit dem Feldbussystem wird auch eine „aufgeräumte“ Verkabelung an der Anlage sichergestellt. Darüber hinaus schafft diese Art der Kommunikation zwischen Schaltgeräten, Sensoren und Steuerung eine verbesserte Transparenz, weil eine Vielzahl von Betriebsdaten gesammelt, übertragen und ausgewertet werden kann. Diese Informationen kann man z.B. nutzen, um Unregelmäßigkeiten aufzudecken und somit ein vorzeitiges Eingreifen im Servicefall zu ermöglichen. Wirklich universell einsetzbar Dass sich Sicherheitsfeldboxen trotz dieser Vorteile bisher in geringerem Umfang durchgesetzt haben als die nicht sicherheitsgerechten Feldboxen, mag auch daran gelegen haben, dass die angebotenen Lösungen nicht für sämtliche Bauarten von Sicherheitsschaltgeräten geeignet waren. Auf die von Schmersal entwickelte Lösung trifft das nicht zu: Sie ist im Plug & Play-Modus universell einsetzbar: für elektromechanische Sicherheitsschaltgeräte, elektromechanische und elektronische Sicherheitszuhaltungen mit ein- oder zweikanaliger Ansteuerung, Sicherheitssensoren, optoelektronische Schutzeinrichtungen (BWS; über Y-Adapter) und Bedienfelder – natürlich auch im Mischbetrieb. Das gilt nicht nur für das Programm der Schmersal-Gruppe: Auch Sicherheitsschaltgeräte anderer Hersteller sind einfach, z.B. über Adapter, anschließbar. Ein zusätzlicher integrierter Digitaleingang an jedem Gerätesteckplatz erlaubt die Auswertung der Diagnosesignale aller angeschlossenen Sicherheitsschaltgeräte. Zudem können die Feldboxen wiederum auch verbunden werden. Je nach Schaltgerätetyp und Stromaufnahme lassen sich bis zu zehn Safety-Fieldboxes mit 80 Geräten einfach in Reihe verdrahten. Dabei kann die Sicherheitssteuerung getrennt auf alle Sicherheitsschaltgeräte zugreifen und diese individuell in die erforderlichen Sicherheitsfunktionen einbinden. Zum Beispiel: Kombination mit schwerer Sicherheitszuhaltung Eine beispielhafte Kombination, die Schmersal auf der Motek gezeigt hat, verdeutlicht die Praxisvorteile der Safety-Fieldbox. Als Sicherheitsschaltgerät kommt dabei die Sicherheitszuhaltung AZM400 zum Einsatz, die sich durch eine sehr hohe Zuhaltekraft von 10 000 Newton auszeichnet. Aufgrund des zweikanaligen Entsperrsignals erreicht sie sowohl für die Verriegelungs- als auch für die Zuhaltefunktion die Sicherheitskennwerte von PL e bzw. SIL 3. In Kombination mit der Safety-Fieldbox ist es möglich, mehrere AZM400 in einer Sicherheitskette an einen Profinet / Profisafe- Knoten anzubinden. Diese Lösung ist deutlich günstiger als jede einzelne Zuhaltung mit einem Profinet-Interface auszustatten. Zudem werden aufwändige Zusatzinstallationen für die Ansteuerung der Zuhaltung und das Rücklesen der Diagnoseinformationen vermieden. Zu einer höheren Maschinenverfügbarkeit trägt ein zusätzlicher Digitaleingang auf der Safety-Fieldbox bei: Die Diagnosesignale aller angeschlossenen Sicherheitsschaltgeräte – wie auch des AZM400 – werden über diesen Digital-Input zur Steuerung übertragen. Damit stehen dem Anwender Statusinformationen zu den Zuhaltungen sowie Fehlermeldungen zur Auswertung zur Verfügung, z.B. erhält er bei Türversatz den Hinweis, die Schutztür neu zu justieren. Damit können durch Maßnahmen zur vorbeugenden Instandhaltung Maschinenstillstände vermieden werden. u www.schmersal.com


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