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51 Betriebs- und Fertigungsbedarf McDrive und der Schokoladenschnitt Betriebe, die in Losgröße 1 fertigen, müssen permanent ihre Hausaufgaben machen: Um das Geld wieder einzuspielen, das ihnen die Loßgröße-1-Produktion zusätzlich kostet, sind sie regelmäßig gefordert, ihre Prozesse zu optimieren. Denn über das Endprodukt ist das nicht möglich. Reinholen lässt es sich nur über Werkzeug, Maschine und Software.  Michael Hobohm t Das Bearbeitungszentrum BO F 722 mit zwei Rastertischen sowie dem Handlingsystem von Mutz Maschinenbau (Bilder: HOB ) q (links) Die Möbeltischlerei Messebau D. Schweinforth nestet heute in zwei Fräsgängen – und ist um 30 Prozent schneller. Beim ersten Fräsen kommt ein Z1-P-Fräser (Mitte) mit Turbine zum Einsatz q (rechts) Für das Durchfräsen wird derzeit noch ein T-förmiger Z2-Fräser eingesetzt www.hob-magazin.com Nicht alle holzbearbeitenden Betriebe können ihre Prozessschritte regelmäßig mit der jeweils neuen Maschinengeneration untersetzen. Bei kleineren Betrieben ist es wahrscheinlich sogar die Ausnahme. Zumal sie die Investitionen auch nicht immer tätigen wollen. Natürlich sind auch diese Betriebe angehalten, permanent up to date zu bleiben. Denn Wettbewerb und Losgröße 1 sind für sie ebenso Realität wie das Muss zur Effizienzerhöhung bei Ausstoß und Zeit. Dass diese Zielgrößen immer wieder mit Technik erreicht werden kann, die acht, zehn oder zwölf Jahre alt ist, zeigt die Versiertheit dieser Betriebe. Gerade kleinere Unternehmen, die ihre Prozesse genau kennen, sind oft sehr erfindungsreich. Optimal ist es, wenn ihnen dann noch kompetente Partner zur Seite stehen. Bei der Möbeltischlerei Messebau D. Schweinforth in Ohrdruf sind das seit Jahren Leuco, Cruing und Homag. Prozesse ständig optimieren Im Jahr 2000 kaufte Dirk Schweinforth, der 1993 mit seiner Möbeltischlerei Messebau D. Schweinforth in die Selbstständigkeit gestartet war, sein erstes CNC-Bearbeitungszentrum: eine Optimat von Homag mit Bekantung. 2009 folgte eine BOF 722 für die CNC-Fünfachsbearbeitung und das Nesten. „Mit diesen Maschinen und zwei Mitarbeitern fertige ich heute vor allem für den Laden-, Objekt- und Wohnmöbelbau“, so der Geschäftsführer. „Weil die Möbelbranche hinsichtlich der Erlöse schwierig ist, gehe ich auch immer wieder in andere Bereiche wie den Bau von Fahrzeugmöbeln oder die Kunststoffbearbeitung hinein.“ Zu seinen Standbeinen gehört aktuell zudem die Vorfertigung für Messen – ein Stoßgeschäft, in dem zum Termin geliefert werden muss. Der größte, weiter wachsende Bereich ist jedoch die Teilefertigung für den Möbelbau. Ein Bereich, in dem Teile oft kurzfristig in Losgröße 1 geordert werden. „Ich nenne es die McDonald’s-Platte


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