2. Remmers Fensterforum

Expertenwissen für den Fensterbau

Remmers CEO Dirk Sieverding gab Einblicke in den schwerwiegenden Hacker-Angriff, der Remmers im vergangenen Jahr hart getroffen hat.
Remmers CEO Dirk Sieverding gab Einblicke in den schwerwiegenden Hacker-Angriff, der Remmers im vergangenen Jahr hart getroffen hat.Bild: Remmers, Löningen

Mehr als 100 Branchenvertreter aus dem Bundesgebiet und dem europäischen Ausland waren am 25. und 26. April 2022 Teilnehmer des 2. Remmers Fensterforums im neuen Kompetenzzentrum Bauten- und Bodenschutz in Löningen. Auf dem hochkarätigen Tagungsprogramm standen aktuelle Branchenthemen wie Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel und Cyberkriminalität. Außerdem erhielten die Anwesenden einen Überblick zu den Remmers Produktneuheiten für den Fensterbau. In seiner Einführung erläuterte Martin Stöger, Vertriebsleiter Industrie bei der Remmers GmbH und Initiator der Veranstaltung, unter anderem auch den Hauptgrund zur Organisation des diesjährigen Fensterforums: die Corona-bedingte Verschiebung der Fensterbau Frontale in den Juli. „Dieser Termin ist für uns und unsere Kunden nicht ideal und das Fensterforum bietet uns allen die perfekte Plattform für einen intensiven Dialog und eine zielgenaue Weiterbildung.“

Im Rahmen des folgenden Beitrags gab Dirk Sieverding Einblicke in den schwerwiegenden Hacker-Angriff, der Remmers im vergangenen Jahr hart getroffen und für zahlreiche Einschränkungen gesorgt hatte. Zugleich dankte der Remmers Geschäftsführer den anwesenden Partnern für ihre Unterstützung in der schwierigen Lage und wies auf die große Gefahr von Cyberkriminalität auch in der Fensterbau-Branche hin. Direkt im Anschluss zeigte Hacker-Experte Erwin Markowsky in seinem Vortrag, wie sich die Betriebe gegen Cyberkriminalität wappnen können. Mit einer simplen Software führte er vor, wie leicht WhatsApp-Nachrichten gehackt werden können. Auch die Wahl sicherer Passwörter sei elementar, so der Experte. Nicht zuletzt warb Erwin Markowsky dafür, die Sicherheit vor allem im betrieblichen Alltag groß zu schreiben. Sein Appell: „Seien Sie bitte skeptisch.“

Als erfahrener Coach und Berater für Markenentwicklung von Handwerksunternehmen zeigte Armin Leinen, wie Betriebe dem Fachkräftemangel offensiv begegnen können. Wichtig dabei sei es, nicht nur Kundenmarke zu sein, auch gelte es heute und in Zukunft, sich als Arbeitgebermarke im Wettbewerb zu differenzieren. Armin Leinen: „Wir müssen es besser machen als die anderen. Der Kunde kennt das Produkt nicht, aber erkennt guten Service.“ Sein Tipp für die anwesenden Fensterbauer: „Macht den Kunden zum Verkäufer. Bietet ein tolles Erlebnis. Nichts ist so effektiv wie Mundpropaganda.“

Wie eine umfassende Prozessoptimierung durch Automatisierung im Fensterbau gelingen kann, zeigte Claudia Max-Heine auf. Die geschäftsführende Gesellschafterin der Range + Heine GmbH erläuterte unter anderem, wie moderne Lackierroboter zur Gestaltung effizienterer Beschichtungsprozesse eingesetzt werden können. „Das Thema Roboter lässt sich aus der Branche nicht mehr rausdiskutieren.“ Mit neuester Technik und einer verbesserten Datennutzung könne man auch der derzeitigen Preissteigerung bei den Rohstoffen erfolgreich begegnen, so die Referentin.

Am zweiten Tag traten zwei weitere prominente Redner vor die Gäste: Ex-Fußball-Profi und -Trainer Ewald Lienen sprach über Führung und Motivation. Dabei schlug er einen Bogen von der notwendigen Nachhaltigkeit beim Umwelt- und Klimaschutz bis hin zur offenen zwischenmenschlichen Kommunikation. Diese sei unumgänglich, um Menschen für abstrakte Ziele zu gewinnen. Seine Tipps: „Setzen Sie auf aktives Zuhören und fragen Sie, was Ihre Mitarbeiter belastet. Versuchen Sie, die individuelle Wahrnehmung der Mitarbeiter zu verstehen.“ Hierzu lieferte Ewald Lienen anschauliche Beispiele aus dem Profifußball, die sich auch auf die Kommunikations-Herausforderungen von Führungskräften in Unternehmen beziehen lassen.

Im Anschluss gab der bundesweit bekannte ARD-Wetterexperte Sven Plöger beunruhigende Einblicke in aktuelle und kommende Auswirkungen des Klimawandels – zum Beispiel überlange Trockenphasen und Starkregen in Deutschland. Eindringlich mahnte Sven Plöger zu konsequentem Handeln, dies sei im Hinblick auf zukünftige Generationen ohne Alternative. „Wir neigen dazu A zu sagen, B zu machen und uns zu wundern, dass A nicht funktioniert.“ so der Referent.

Zum Abschluss der informativen zwei Veranstaltungstage erhielten die Teilnehmer von Martin Stöger einen Überblick zu den neuesten Remmers Produktentwicklungen. Passend zu den Themen der Vorredner rückte der Experte dabei die Nachhaltigkeit in den Fokus und betonte das Bestreben von Remmers zur Entwicklung von umweltgerechten und langlebigen Lösungen.

Ein gutes Beispiel dazu ist die wasserbasierte, hydrophobierende Imprägnierung Induline IW-130. Diese ist frei von filmkonservierenden und holzschützenden bioziden Wirkstoffen und eignet sich ideal für den Holzschutz auf Fenstern und Türen. Ein besonderer Vorteil: Mit der Beschichtung imprägnierte Holzbauteile können dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden.

Ebenfalls ein wichtiges Produkt ist die besonders ressourcenschonende, wasserbasierte und transparente Beschichtung Induline LW-722 [eco] von Remmers – eine ideale Lösung für Holz-Alu-Fenster und andere Holzbauteile. Martin Stöger: „Es handelt sich um ein Produkt auf Basis eines biomassenbilanzierten Bindemittels. Für die Produktion des Bindemittels wurden die fossilen Rohstoffe fast komplett durch erneuerbare Rohstoffe ersetzt.“

Nicht zuletzt ein echtes Produkt-Highlight: Die wasserbasierte, lasierende Zwischen- und Schlussbeschichtung Induline LW-742 Xclimate. Diese zeichnet sich durch eine temperaturunabhängige, dauerelastische und somit äußerst wetterbeständige Beschichtung aus – so schützt sie Holzbauteile vor den klimatischen Herausforderungen von heute und morgen.

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