Anzeige

Anzeige

Anzeige

| News
Lesedauer: 3 min
9. April 2021
Markteinbruch bei automatischen Türschließsystemen
Bild: Branchenradar.com Marktanalyse GmbH

Der Markt für automatische Türschließsysteme schrumpft in Österreich im Jahr 2020 um nahezu ein Fünftel. Mechanische Türschließer spüren die Krise indessen kaum, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie zu Türschließtechnik des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

Der Markt für Türschließtechnik bekam im vergangenen Jahr die Auswirkungen der Corona-Krise in ganz unterschiedlichem Ausmaß zu spüren. Denn während der Umsatz mit mechanischen Türschließern mit 11,8 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau stagnierte, brach das Geschäft mit automatischen Türschließsystemen völlig ein. Laut aktuellem Branchenradar Türschließtechnik in Österreich schrumpften die Herstellererlöse um beinahe 19 Prozent gegenüber Vorjahr auf 15,6 Millionen Euro. Dabei fiel der Löwenanteil des Rückgangs auf den Neubau. Hier lag das Minus im Jahresvergleich sogar bei 35 Prozent. Wer in Anbetracht solcher Zahlen und vor dem Hintergrund einer insgesamt betrachtet noch vergleichsweise stabilen Bauwirtschaft behauptet, Österreich sei „gut durch die Krise gekommen“, beschreibt die Lage nicht nur euphemistisch, sondern betreibt pure Realitätsverweigerung.

Dass sich die beiden Teilmärkte quasi gegenläufig entwickelten, hat im Wesentlichen zwei Gründe. Zum einen sind mechanische Türschließer weitaus weniger stark vom Neubau abhängig als automatische Türschließsysteme, da defekte mechanische Produkte im Gebäudebestand eher getauscht, automatische Türschließer hingegen repariert werden. Folglich wird der Markt für mechanische Türschließer durch ein relativ konstantes Austauschvolumen stabilisiert. Zum anderen werden automatische Systeme im Gegensatz zu mechanischen Türschließern praktisch ausschließlich im Nicht-Wohnbau montiert. Und hier führten mancherorts vorschnelle mehrwöchige Baustellenschließungen im ersten Lockdown zu Bauverzögerungen, die bis Jahresende nicht aufgeholt wurden – entweder, weil man es einfach nicht konnte oder es nicht wollte. In jedem Fall schrumpfte dadurch der Umsatz mit Drehtür- und Falttürsystemen sowie mit Schiebetürsystemen auffallend gleichförmig um jeweils rund fünfzehn Prozent, mit automatischen Karusselltürsystemen sogar um 42 Prozent gegenüber Vorjahr.

In beiden Teilmärkten sollte sich die Lage allerdings bereits im heurigen Jahr wieder merkbar verbessern, wenngleich Prognosen nach wie vor nur als Richtgrößen zu verstehen sind. Für den Gesamtmarkt erwartet Branchenradar.com Marktanalyse für 2021 ein Umsatzplus von 3,5 Prozent und im kommenden Jahr sogar von sieben Prozent gegenüber Vorjahr. Aufgrund von Nachzieheffekten entwickeln sich automatische Systeme voraussichtlich dynamischer als mechanische Türschließer.

Tabelle: Marktentwicklung Türschließtechnik in Österreich | Herstellerumsatz in Mio. Euro

| News
Branchenradar.com Marktanalyse GmbH
Branchenradar.com

Das könnte Sie auch interessieren

Bild: Schiffer & Sams GmbH & Co KG
Bild: Schiffer & Sams GmbH & Co KG
Das Gesamtkonzept zählt

Das Gesamtkonzept zählt

Die Paul Ott GmbH im österreichischen Lambach hat sich zwar ganz und gar dem Thema Kantenleimen verschrieben. Aber jeder weiß dort, dass es nicht vorteilhaft ist, diesen Arbeitsschritt isoliert zu betrachten. Die eine Lösung zum Bekanten gibt es nicht. Wichtig ist das Gesamtkonzept und vor allem der hohe Anspruch an Qualität und Flexibilität. Für Einzelmaschinen ebenso wie für Komplettanlagen gilt: Losgröße 1 muss genauso realisierbar sein wie die serielle Fertigung im Mehrschichtbetrieb. Alles ist möglich bei Bekantungsanlagen: von kompakt bis hoch automatisiert.

Bild: Institut für Werkzeugmaschinen, Universität Stuttgart
Bild: Institut für Werkzeugmaschinen, Universität Stuttgart
Trends für die Holzbearbeitung 2021

Trends für die Holzbearbeitung 2021

Anlässlich zum Digitalevent Ligna.Innovation Network (Ligna.IN) wurde vom Institut für Werkzeugmaschinen (IfW) der Universität Stuttgart eine Marktübersicht über CNC-Bearbeitungszentren erstellt. Die Studie enthält neben den technischen Neuerungen und Entwicklungen ein mehrseitiges Tabellenwerk mit den wichtigsten technischen Daten der momentan am Markt angebotenen Maschinen. In Diagrammen und Tabellen werden die Ergebnisse der Datenerhebung graphisch dargestellt und Trends erörtert.

Bild: Homag Group
Bild: Homag Group
8. Runde 
für den Champion

8. Runde für den Champion

WoodWOP (seit 1991) ist die erste werkstückorientierte Programmierlösung in der Holzbranche. Vorlagen mit Basiskonturen, wie hier zu sehen, machen die Programmierung von neuen Werkstücken um einiges einfacher. - Bild: Homag Group Seit dem Start wird WoodWOP in...

Bild: Kündig GmbH
Bild: Kündig GmbH
Meister jeder Disziplin

Meister jeder Disziplin

Mit der Kündig Technic-Perform-6 ist praktisch jede Bearbeitung vollautomatisiert und mit Losgröße 1 möglich. - Bild: Kündig GmbH Neben Industrieanlagen und Sonderanwendungen sind es in den letzten Jahren vermehrt auch Tischlereien, die beim Schleifmaschinenhersteller...

Bild: Leitz GmbH & Co. KG Werkzeugfabrik
Bild: Leitz GmbH & Co. KG Werkzeugfabrik
Bearbeitungskonzepte 
für erfolgreiche 
Möbelproduktion

Bearbeitungskonzepte für erfolgreiche Möbelproduktion

Küchen und Möbel haben sich verstärkt vom Gebrauchs- und Funktionsgegenstand hin zu Lifestyle-Objekten entwickelt. Entsprechend nimmt der Qualitätsanspruch an Material, Verarbeitungsgüte, Gebrauchswert und Optik immer mehr zu. Für produzierende Betriebe ist die daraus resultierende wachsende Materialvielfalt mit anspruchsvollen Oberflächen, Beschichtungen und Strukturen im Wesentlichen ausschlaggebend für die hohen Anforderungen an die eingesetzten Produktionstechnologien in der Durchlauftechnik. Vor allem mit Blick auf die Bearbeitungskosten sehen sich Produzenten gezwungen, ihre Fertigungsprozesse flexibel und effizient zu gestalten. Innovative Prozesse und langlebige Werkzeuge erweisen sich dabei als Garant für eine erfolgreiche Möbelproduktion.

Bild: ROEQ
Bild: ROEQ
Gesteigerte Nutzlast und Hebefähigkeiten von autonomen mobilen Robotern: ROEQ präsentiert zwei neue Produkte

Gesteigerte Nutzlast und Hebefähigkeiten von autonomen mobilen Robotern: ROEQ präsentiert zwei neue Produkte

ROEQ, der weltweit führende Anbieter von mobilen Roboterausrüstungen (MRE), hat zwei neue Aufsatzmodule mit dazugehörigem Zubehör auf den Markt gebracht. Diese erhöhen die Nutzlast und die Hebefähigkeiten der autonomen mobilen Roboter (AMR) des Branchenführers Mobile Industrial Robots (MiR) wesentlich. Dank des neuen ROEQ TMS-C1500 kann der AMR MiR1350 erstmals Traglasten von bis zu 1500 kg transportieren.

Anzeige