Rauchgasreinigungsanlage

Türenspezialist investiert in Umweltschutz

Schörghuber, der Hersteller von Spezialtüren aus Holz, hat im Sommer 2021 in eine neue Rauchgasreinigungsanlage am Firmenstandort in Ampfing investiert. Diese filtert die durch den hauseigenen Versuchs-Brandofen entstandenen Rauchgase. Übrig bleibt reiner und ökologisch unbedenklicher Wasserdampf.
Schörghuber, der Hersteller von Spezialtüren aus Holz, hat im Sommer 2021 in eine neue Rauchgasreinigungsanlage am Firmenstandort in Ampfing investiert. Diese filtert die durch den hauseigenen Versuchs-Brandofen entstandenen Rauchgase. Übrig bleibt reiner und ökologisch unbedenklicher Wasserdampf.Bild: Schörghuber Spezialtüren KG

Seit 2021 ist auf dem Firmengelände der Schörghuber Spezialtüren KG im bayerischen Ampfing eine neue Rauchgasreinigungsanlage in Betrieb, die Rauchgase, die durch den hauseigenen Versuchs-Brandofen entstehen, filtert und so langfristig die Umwelt schützt. Das Klimaschutzengagement spielt bei Schörghuber eine zentrale Rolle, daher hat das Unternehmen diese nachhaltige Investition auf freiwilliger Basis getätigt und setzt damit ein weiteres Zeichen in Sachen Umwelt- und Klimaschutz.

Seit über 30 Jahren nutzt Schörghuber seinen hauseigenen Versuchs-Brandofen, um eigenständig die Entwicklung und Zulassung neuer Produkte voranzutreiben und Sonderlösungen schnell und flexibel zu testen. Dieser Service verschafft dem Hersteller von Spezialtüren aus Holz ein Alleinstellungsmerkmal, da keinem anderen Mitbewerber eine solche Anlage vor Ort zur Verfügung steht. Durchschnittlich ein bis zwei Mal pro Woche kommt der Brandofen zum Einsatz. Mit über 800°C müssen die Türen inklusive aller Anbauteile für einen bestimmten Zeitraum standhalten, um als Brandschutztür qualifiziert zu werden. Die durch den Brandofen entstandenen Rauchgase enthalten Verbrennungsrückstände von verschiedenen Beschichtungen (Furnier, HPL, CPL, Lackierung usw.), Anbauteilen wie Drückern und Schließern aus Kunststoffen, Gläsern oder Dichtungsmaterialien. Die entstehenden Rauchgase werden gefiltert und anschließend unterhalb der strengen Luftgrenzwerte der ‚TA (Technischen Anleitung) Luft‘ an die Umwelt abgegeben.

Schörghuber geht aber noch einen Schritt weiter: Als Hersteller klimaneutraler Türen sieht sich Schörghuber schon lange in der Verantwortung, nachhaltig und umweltschonend zu produzieren. Dazu gehört auch das Ziel, Abgase und Schadstoffe seiner Anlagen stetig zu reduzieren. Die im Sommer 2021 erfolgreich in Betrieb genommene Rauchgasreinigungsanlage ist ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg. Die Investition in die Anlage erfolgte auf freiwilliger Basis, um dem Umweltgedanken weiter zu forcieren.

Die 20 x 5m große Rauchgasanlage filtert sowohl die Abgase der Brandtests aus dem Kamin als auch die abgesaugte Raumluft aus der Halle, in welcher der Ofen steht. In verschiedenen Stationen wird das Rauchgas von Rauchpartikeln aller Größen sowie von Schadstoffen befreit. Die für die Filterung verantwortlichen Komponenten sind der Rotations-Nassabscheider, der Tiefbettfaserfilter und der Adsorber. Letzterer ist mit Gesteinsgranulat gefüllt, das noch eventuell vorhandene Dioxine und Furane aus den Rauchgasen aufnimmt. Übrig bleibt sauberer und ökologisch unbedenklicher Wasserdampf, der schließlich über einen Kamin abgeleitet wird. Der Filter, welcher für die Rauchgasreinigung verwendet wird, kann bedenkenlos im hausüblichen Restmüll entsorgt werden. Da das Granulat erneut aufbereitet werden kann und somit wiederverwendbar ist, unterstreicht dieser Faktor den Umweltgedanken in mehrfacher Hinsicht.

Das Thema Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz spielt bei Schörghuber eine wichtige Rolle. Seit 2017 bezieht das Unternehmen seinen gesamten Strombedarf zu 100 Prozent mit Ökostrom vom Anbieter Naturstrom. Zudem produziert Schörghuber seit 2021 klimaneutral, d.h. durch nachhaltige Rohstoffe und Prozesse werden CO2-Emissionen reduziert. Verbleibende Emissionen, die heute noch nicht vermieden werden können, kompensiert Schörghuber durch die Förderung von Klimaschutzprojekten in Zusammenarbeit mit ClimatePartner.

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