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3. August 2020
Maschinen für Parkett
Komplexe Anlagen zu konzipieren, zu fertigen und komplett zu liefern und dabei immer auch noch etwas besser zu sein als der Wettbewerber in Konzerngröße, darum geht es bei Gebr. Schroeder. "Aber das ist auch der Reiz", sagt Geschäftsführer Dr. H.B. Schroeder: "Und die in den letzten Jahren gelieferten Anlagen und Maschinen bzw. die Kommentare der Kunden, wie 'Super-Maschine' haben uns darin bestärkt, so weiter zu machen." In diesem Jahr feiert das Maschinenbau-Unternehmen seinen 75. Geburtstag.
 Komplexe Anlagen zu konzipieren, zu fertigen und komplett zu liefern und dabei immer auch noch etwas besser zu sein als der Wettbewerber in Konzerngröße. Das sind Ziele, die sich H.B. Schroeder, Geschäftsführer von Gebr. Schroeder, gesetzt hat.
Komplexe Anlagen zu konzipieren, zu fertigen und komplett zu liefern und dabei immer auch noch etwas besser zu sein als der Wettbewerber in Konzerngröße. Das sind Ziele, die sich H.B. Schroeder, Geschäftsführer von Gebr. Schroeder, gesetzt hat.Bild: Gebr. Schröder GmbH & Co. KG

Herr Dr. Schroeder, auf welchen Maschinen liegt derzeit das Hauptaugenmerk der Gebr. Schroeder?

Hans-Bernd Schroeder: Seit der Gründung 1945 beschäftigen wir uns ausschließlich mit Maschinen und Anlagen für die Parkettindustrie. Zu Beginn natürlich primär mit Massivparkett-Maschinen, seit Ende der 80er Jahre vorwiegend mit Anlagen für Mehrschichtparkett. Aber der Focus ‚Parkett‘ hat sich nicht geändert, auch wenn wir heute eher von Holzfußboden sprechen, da der Anteil an Holzwerkstoffen (HDF, MDF, Sperrholz, usw.) im Endprodukt immer weiter zunimmt. Massiv ist heute nur noch ein homöopathischer Anteil. Daher können wir auf eine sehr große Erfahrung in diesem Spezialgebiet zurückgreifen. Das scheinen auch die Kunden zu honorieren, nicht ohne Grund können wir in diesen Tagen auf unser 75-jähriges Bestehen zurückblicken.

Betrachten wir die Profilier-Anlagen. Welchen Stellenwert hat dieser Maschinentyp bei Ihnen und welche Entwicklungspotenziale sehen Sie hier?

Schroeder: Profilier-Anlagen stellen heute den größten Anteil unserer Produktion dar und bieten auch das größte Entwicklungspotenzial, insbesondere hinsichtlich Automatisierung. Die dadurch mögliche Rationalisierung wird auch in Ländern mit (noch) niedrigem Lohnkostenniveau zunehmend interessant. Bei der Genauigkeit ist man dagegen schon in einer Größenordnung, die kaum noch Verbesserungsmöglichkeiten bietet. Weniger als 0,02 bis 0,03mm Profilgenauigkeit ist in Holz praktisch nicht machbar, allein die Porigkeit und Faser-Struktur von Holz liegt schon weit darüber. Zudem ist Holz ein Naturwerkstoff, der auch ein gewisses ‚Eigenleben‘, abhängig von Temperatur und Feuchte, aufweist. Laminat (= HDF/MDF) und Vinyl sind deutlich einfacher und auch genauer zu bearbeiten.

Bild: Gebr. Schröder GmbH & Co. KG

Die Auftragsgrößen in der Fußbodenproduktion sinken in Richtung Losgröße 1. Wie setzen Sie die Flexibilität, wie einfache Umstellbarkeit der Anlagen, um?

Schroeder: Unsere Maschinen sind durch die Spezialisierung auf das Produkt ‚Parkett‘ relativ einfach umstellbar. Anders als Universalmaschinen, mit denen von Türen über Möbelteile bis Hobelware alles bearbeitet werden kann, benötigt eine reine Parkettmaschine nur wenige Einstellungen. Dementsprechend kann auch wenig ‚falsch‘ eingestellt oder verstellt werden. Dadurch haben wir schon immer große Vorteile hinsichtlich Bedienung gehabt.

Zudem hat sich die Qualifikation der Maschinenbediener in den letzten 20 Jahren nicht gerade verbessert, der Zwang zu geringen Lohnkosten führt überall zu gering qualifiziertem Personal, das mit komplexen Maschinen regelmäßig überfordert ist. Einfache und logische Bedienung ohne komplexe Steuerungen war daher immer schon ein entscheidendes Kriterium für viele unserer Kunden.

In den letzten Jahren diversifiziert sich der Markt aber erkennbar. Die kleinen Boden-Hersteller legen weiterhin Wert auf wenig Elektronik und einfache Bedienung. Große Industrieunternehmen wünschen sich jedoch zunehmend ‚4.0‘-fähige Anlagen mit Datenaustausch und Kopplung an die hauseigene Produktionssteuerungs-Software. Das führt zu sehr komplexen Anlagen mit umfangreichen Bedienungs- und Einstellmöglichkeiten. Nicht alle Kundenwünsche sind dabei zielführend. Das kundenspezifische Optimum hinsichtlich gewünschter Flexibilität der Anlage, einfacher Bedienung bzw. schneller Umstellung und realisierbarem Investitionsvolumen zu ermitteln, ist immer wieder eine interessante Aufgabe.

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Gebr. Schröder GmbH & Co. KG
http://www.gbr-schroeder.de

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