Bild: Weinmann Holzbausystemtechnik
Automatisierungslösungen für den Holzbau

Auf der Ligna 2019 präsentierte Weinmann die neuesten Lösungen aus St. Johann-Lonsingen für den Holzbau: CNC-gesteuerte Maschinen für den Einstieg in die automatisierte Fertigung sowie vollautomatische Fertigungslinien erhöhen den Vorfertigungsgrad und die Effizienz des gesamten Produktionsprozesses.


Der entscheidende Flaschenhals in einer automatisierten Elementfertigung war bislang das Einbringen der Dämmung. Nun ist die Weinmann-Multifunktionsbrücke Wallteq M-380 mit integrierter Einblasplatte eine Lösung zum effizienten Einbringen von Dämmmaterial. Mit der Kombination von Einblasplatte und Multifunktionsbrücke werden lose Dämmstoffe vollautomatisch, rationell und mit abschließender Sichtkontrolle in die Holzrahmenbauelemente eingebracht. Einfache Außenwände, Giebeldreiecke, TJI- und Sonderelemente lassen sich wirtschaftlich, ökologisch und in hoher Qualität dämmen. Auch Passivhauselemente können trotz ihrer großen Dichte mit einer homogenen Dämmschicht versehen werden – ohne manuellen Zuschnitt mit Abfall und der Gefahr von Maßtoleranzen.


Beim Dämmprozess übernimmt die Multifunktionsbrücke die Aufgabe, die Einblasplatte vollautomatisch zu positionieren und die Daten aus der Arbeitsvorbereitung wie Bauteilgeometrie und -größe sowie Dämmstoffart und -menge über eine spezielle Schnittstelle zu übergeben. Anhand dieser Daten füllt die Einblasplatte als autonome Einheit jedes Gefach mit Dämmstoff – auch kleine Gefache und Sonderformen sind kein Problem. Schon jetzt können so Zellulose, Holzfaser- und Mineralfaserdämmungen eingebracht werden, weitere Dämmstoffe werden folgen. Während des Einblasvorgangs wird laufend kontrolliert, wie viel Dämmstoff bereits in das Gefach eingeblasen wurde. Damit wird gewährleistet, dass die Verdichtung des schnell und gleichmäßig eingebrachten Dämmmaterials den Vorgaben des Herstellers entspricht. Je nach geforderter Kapazität gibt es verschiedene Möglichkeiten für das vollautomatische Einblasen, angefangen von einer Wallteq M-380 mit integrierter Einblasplatte sowie Befestigungs- und Bearbeitungsaggregaten für die Fertigung von 30 bis 50 Häusern im Jahr bis hin zu Multifunktionsbrücken, die als separate Dämmstation verwendet werden, für Kapazitäten von bis zu 400 Häusern pro Jahr und mehr.


Mit der Multifunktionsbrücke steht den anwendenden Betrieben eine Maschine zur Verfügung, mit der alle anfallenden Arbeiten im Bereich Elementbau durchgeführt werden können. Die Wallteq M-380 ist individuell erweiterbar und dadurch vielseitig einsetzbar. Ein integrierter 12-fach Werkzeugwechsler stellt das benötigte Werkzeug schnell zur Verfügung. So lassen sich Rüstzeiten reduzieren und die Effektivität steigern. Das Befestigen, Sägen, Fräsen und Bohren erfolgen vollautomatisch. Zugleich kommt es mit dem Zusammenführen der Elementerstellung und des Dämmens auf einer Arbeitsstation zu einer wesentlichen Platzersparnis in der Halle. Die Vorteile des Konzeptes sind: konstant hohe, nachweisbare Qualität der Dämmung, Steigerung der Effizienz, hohe Flexibilität bei der Wahl der Dämmstoffe, ergonomische Arbeitsabläufe und eine deutlich geringere Staubbelastung, reduzierter Aufwand für Lagerhaltung und Dämmstoffmanipulation sowie deutliche Materialeinsparungen durch geringere Materialabfälle.

 

Automatisiertes Fertigen geringer Stückzahlen im Elementebau


Für das Fertigen von Wand-, Dach-, Decken- und Giebelelementen bietet Weinmann mit der Zimmermeisterbrücke Wallteq M-120 eine Maschine, die bereits bei kleinen Stückzahlen sehr effizient arbeitet. Ausgestattet mit Aufnahmen für Klammer- beziehungsweise Nagelgeräte und einem Fräsaggregat wird das automatische Befestigen und Bearbeiten der Beplankung ermöglicht. Neben Öffnungen für Fenster, Türen oder Steckdosen zählen dazu auch freie Formen wie Kreise, Kurven oder Schrägschnitte. Das Ergebnis sind Elemente in hoher Maßhaltigkeit. Die Wallteq M-120 bietet ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und gilt als effiziente Einstiegslösung für kleine und mittelständische Zimmereibetriebe. Die Vorteile der Lösung sind: konstant hohe Qualität bei der Elementefertigung, flexibles Herstellen verschiedener Elemente ohne Umrüstzeiten, Lösung mit vergleichsweise geringen Anschaffungskosten und leichte Integrierbarkeit in Fertigungshallen aufgrund des geringen Platzbedarfs.

 

Automatisierungslösungen für den Fertighausbau


Vollautomatische und vernetzte Produktionslinien bieten dem Fertighausbau den höchsten Vorfertigungsgrad. Innovative Technologien, integrierte Roboter und digitale Module ermöglichen effiziente Produktionsverfahren. Dabei sind die Fertigungslinien so aufgebaut, dass sie vielseitig einsetzbar und modular erweiterbar sind. Von der Riegelwerkserstellung über die Elementierung bis zum Finishing sind alle Prozessschritte in der Fertigungslinie vereint. Der Einsatz von Robotern automatisiert das komplette Materialhandling und vereinfacht die Prozesse. Schwere Bauteile greift der Roboter und legt sie an die entsprechende Position. So übernimmt er zum Beispiel den kompletten Stieleeinbau für das Herstellen der Riegelwerke. Dazu entnimmt der Roboter die Stiele von den jeweiligen Abholpositionen und legt sie in verschiedenen Winkeln in das Riegelwerk. Auch der Prozess des Plattenauflegens lässt sich per Roboteranwendung optimieren. Die Platten werden vollautomatisch auf das Element aufgelegt und dann von der Multifunktionsbrücke befestigt und bearbeitet. Der komplette Prozess – beginnend bei der Rohteilbeschickung bis zum Verladen der fertigen Elemente – erfolgt vollautomatisch.

 

Holzbau 4.0


Software, Vernetzung, Digitalisierung – diese Themen werden den Fertighausbau künftig stark beeinflussen. Weinmann als Gesamtanbieter bietet vollintegrierte Lösungen, die den Holzbau weiter voranbringen und den Schritt in Richtung Holzbau 4.0 ermöglichen. Um wirtschaftlich effizient und nachhaltig produzieren zu können, sind Fertigungskennzahlen unabdingbar, denn sie liefern Informationen zur aktuellen Leistung und Effektivität der Fertigungseinheit. Das Softwaremodul MMR (Machine Monitoring and Reporting) hilft Maschinenzeiten und -zustände zu erfassen, Daten zu historisieren und schafft mit standardisierten Kennzahlen die Entscheidungs- und Optimierungsgrundlage. Die Anzahl produzierter Werkstücke sowie Einsatzzeit, Nutzungsgrad, Takt und Materialverbrauch werden systematisch, transparent und nachvollziehbar erfasst. Dadurch können Unternehmen Optimierungspotenziale in der Fertigung erkennen und die Auslastung ihrer Produktionslinie optimal planen. Über eine Störungsanalyse werden Störungen und fällige Wartungen angezeigt, sodass sich die Maschinenverfügbarkeit deutlich erhöhen lässt. Die systematische Datenerfassung sowie Visualisierung der Zustände und Kennzahlen dient als nachvollziehbare, produktionsübergreifende Grundlage für Entscheidungen. Zudem werden mit den Produktionsdaten der Maschinen und Anlagen Wartungsinformationen abgeleitet und dem Bediener zur Verfügung gestellt. Damit können benötigte Zeiten für Wartungen frühzeitig geplant und Störungs- und Ausfallzeiten minimiert werden. Die dafür notwendigen Daten werden ebenfalls über die Software MMR bereitgestellt. Über sogenannte Wartungsspuren sind alle anstehenden Wartungen ersichtlich und der Produktionsplan kann frühzeitig darauf abgestimmt und angepasst werden.

 

Produktionsleitstand optimiert Materialfluss


Speziell für größere Fertigungslinien, in denen mehrere Maschinen integriert sind, gibt es die Möglichkeit, diese über eine Leitstandsoftware darzustellen und zu steuern. Über diese Produktionssteuerung wird die komplette Fertigungslinie visualisiert und verbunden, was die Kommunikation zwischen den einzelnen Maschinen ermöglicht. Zugleich werden alle Fertigungsaufträge nachverfolgt, Durchlaufzeiten aufgenommen und Fehlermeldungen dokumentiert, sodass eine exakte Auswertung möglich ist. Die Daten werden zum Beispiel in Form von Diagrammen und Tabellen bereitgestellt, aus denen sich Optimierungspotenziale ableiten lassen. Der Leitstand sorgt für einen reibungslosen Materialfluss während des kompletten Fertigungsprozesses. Schnittstellen ermöglichen einen sicheren, kompletten Datenaustausch, die Informationen werden zentral an einer Stelle zusammengefasst. Nicht zuletzt sind alle CNC-gesteuerten Maschinen von Weinmann tapio-ready, sodass sich cloudbasierte Technologien wie Datasave, Serviceboard und Machineboard nutzen lassen.

www.homag.com/weinmann  

 

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IM FOKUS

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Oberflächenveredelung mit Mehrwert
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Erst die richtige Oberfläche macht ein Möbelelement zu etwas Besonderem. Aber nicht die Optik allein ist entscheidend. Auch die Weiterverarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften sind von großer Bedeutung:
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Die Technologie Kleiberit Hotcoating verbindet diese Eigenschaften. ...
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