Bild: Compass
Die Zukunft im Treppenbau

Der Treppenbauer Atab im schwedischen Agunnaryd setzt für die effiziente Fertigung von bis zu 55 Treppen pro Woche auf Roboter- und Nestinglösungen. Im Bereich der Software pflegt das Unternehmen seit 1997 eine intensive Partnerschaft mit dem Dortmunder Softwarespezialisten Compass.


Die Atab-Trappan AB wurde vor über 90 Jahren als Familienbetrieb gegründet. Bis heute kann man die Tradition des Treppenbauers spüren: Die umgebende Landschaft und das klassische schwedische Haus, in dem sich das Büro der Firma befindet, erinnern an einen Astrid-Lindgren-Roman. Obwohl diese Tradition von den vier Inhabern, die den Betrieb 2002 übernahmen, sehr geschätzt wird, setzen sie bei der Produktion auf moderne Technik. In der Fertigung betreiben sie vier CNC-Maschinen, von denen zwei mit Robotern beschickt werden. Seit der Übernahme haben die Inhaber so die Produktion von circa 15 Treppen pro Woche auf etwa 55 gesteigert, sodass sie mit Lieferungen an Privatkäufer, Industrie und Hausbauunternehmen fast die gesamte Breite des schwedischen Marktes abdecken. „Wir haben die klare Vision, einer der Vorreiter im innovativen Treppenbau zu sein – gestützt durch die Ausstattung unseres Betriebes mit Robotern, CNC-Bearbeitungsmaschinen, einer Lackierstation sowie Konstruktions- und Produktionssoftware“, so Inhaber Lennart Jonsson.

 

Produktion rund um die Uhr


Die Automatisierung der Produktion ermöglicht es, auch Nachtschichten zu fahren. Die zwei Roboter agieren autark, was der Firma einen Wettbewerbsvorteil verschafft: Nicht nur, dass Zeit und Kosten gespart werden, die Mitarbeiter können auch anderen Aufgaben nachgehen. Dafür verfügen die zwei Fünfachsbearbeitungszentren, die von den Robotern beschickt werden, über eine automatische Sauger- und Klemmpositionierung. Hergestellt werden auf den Maschinen unter anderem Setzstufen, Kinderschutzleisten, Pfosten und gerade Geländerteile. Der Prozess läuft über Barcode oder Warteschlange. Im zweiten Fall bereitet ein Mitarbeiter die Warteschlange vor und stellt das Material in der richtigen Reihenfolge zur Verfügung. Der Roboter arbeitet dann bis zu neun Stunden mannlos. Vor dessen Anschaffung mussten Mitarbeiter bei der Beladung der CNC-Maschine täglich 300 bis 400 kg Material heben.

 

Umweltbewusste, sparsame Fertigung


Das Streben nach mehr Effizienz zieht sich wie ein roter Faden durch den schwedischen Treppenbaubetrieb. So verfolgt Atab auch ein Konzept zur umweltbewussten, sparsamen Fertigung und konnte damit die Effektivität in den letzten 15 Jahren um das Dreifache steigern. Machte das Unternehmen bei der Übernahme noch einen Umsatz von 80000 Euro pro Mitarbeiter, sind es heute mindestens 200000. Ein wichtiger Punkt für die Effizienzsteigerung ist der richtige Treppensoftwarepartner. Seit 1997 nutzt Atab die Treppenbaulösungen von Compass Software. Die gestiegenen Anforderungen des deutschen und schwedischen Marktes bewegte die Firma damals zum Kauf der komplexen Treppenbausoftware – zu viel musste mit der alten Lösung manuell nachgearbeitet werden. Bei der Suche nach einer kompatiblen Lösung stieß man auf Compass Software. Eine Vorführung auf der Ligna machte die Unterschiede deutlich und zeigte Atab, dass Compass das passende Programm ist. Neben den technischen Vorteilen waren den Inhabern die Kommunikationsmöglichkeiten mit dem Softwareanbieter besonders wichtig. Sie suchten nicht nur einen Anbieter, sondern einen Softwarepartner, mit dem sie intensiv zusammenarbeiten können. Dieser Wunsch wurde durch die Partnerschaft mit dem Dortmunder Unternehmen für Treppenbausoftware erfüllt.
Seit dem Kauf der Software hat sich in ihrer Funktionsbreite und der Arbeitsweise des Treppenbaubetriebes viel geändert. Atab versucht regelmäßig, sich neu zu erfinden, und strebt ständig nach mehr Effizienz. Durch die optimierte Nutzung von Compass Software konnte das Unternehmen allein im letzten Jahr fünf Prozent Material sparen, was sich auf circa 100000 Euro hochrechnet. Hinzu kommt die Zeitersparnis durch das Programm, die der Firma im gleichen Jahr 60000 Euro gespart hat. „Den größten Materialverlust haben wir bei den Geländern, was wir mit Compass Software aber schon gut optimieren konnten. Immens Zeit sparen wir zudem beim Nesting“, berichtet Jonsson, der die Optimierung der Softwarenutzung noch weiter ausbauen will. „Es gibt viele Optionen in der Software, nicht alle davon schöpfen wir schon hinreichend aus.“ Eine interne Hochrechnung ergab, dass mit dem Nesting in der Stufenproduktion noch einmal acht Prozent Material gespart werden können.

 

Individuelle Optimierungscoachings


Um möglichst viel aus der Software herauszuholen, setzt Atab auf individuell zugeschnittene Optimierungscoachings, die Compass Software für Kunden anbietet. Viele Treppenbaufirmen nutzen die Software jahrelang, ohne die Bandbreite der Funktionen auszuschöpfen. Daher lohnt es sich für Treppenbaufirmen, einen Techniker des Softwarespezialisten einzuladen, der sich die Prozesse vor Ort ansieht. Ein Team aus Compass-Techniker, Anwender und Maschinentechniker analysiert dann den Ist-Zustand. Daraus entwickelt das Team gemeinsam ein Konzept zur Effizienzsteigerung. Am Ende wird das Konzept zusammen umgesetzt, und die Mitarbeiter werden entsprechend geschult.
Jonsson schätzt diese Coachings sehr: „Das Coaching von Compass bringt uns schnell weiter. Der Techniker zeigt uns den effizientesten Weg, bestimmte Prozesse mit der Software umzusetzen. Einmal war ein Techniker hier, und wir haben die Pfostenbearbeitung optimiert. Vorher mussten wir die Pfosten manuell laden, nun kann das einer unserer Roboter machen.“ Nicht nur, dass viele dieser kleinen Änderungen schlussendlich einen großen Effekt haben, die Coachings motivieren auch die Mitarbeiter zum Mitdenken. Immer wieder erlebt die Firma, dass Mitarbeiter in den Wochen und Monaten nach dem Coaching überlegen, wie sie Prozesse verbessern können. „Daher sind solche Besuche mittlerweile mehrmals im Jahr eingeplant. Das ist der beste Weg, um die Software optimal zu nutzen. Außerdem sind die Servicetechniker gelernte Handwerker, die unsere Probleme verstehen und sie der Entwicklung erklären können.“ Denn Wünsche gibt es laut Jonsson immer: „Das Gute ist, dass Compass ständig an der Optimierung und Erweiterung der Software arbeitet.“

 

Mit Compass in die Zukunft


Mit der softwaregesteuerten Produktion spart Atab viel Zeit und Geld, zieht Jonsson das Fazit. So ist er sich auch sicher, die Zukunft mit Compass Software bestreiten zu wollen: „Compass Software ist auf einem deutlich höheren Niveau als andere Softwarelösungen, die Entwicklungen gehen weiter und sind innovativer.“ Beide Firmen haben schon Pläne für das nächste Projekt: Der Treppenbauer will den Online-Treppenkonfigurator von Compass Software in sein System integrieren. Die Verkäufer von Atab können mit diesem Tool dann direkt beim Kunden Treppen im Browser konstruieren. Die fertigen Konstruktionen lassen sich an die Produktion weiterleiten und nachbearbeiten. Jonsson ist überzeugt, dass die Nutzung derartiger Softwaretools und die Prozessautomatisierung seine Firma weiter voranbringt. Je mehr automatisiert wird, desto weniger Fehler werden gemacht. Ein zukunftsgerichtetes Konzept, mit dem der schwedische Treppenbauer weiter an der Spitze des Wettbewerbs mitstreiten will.

www.compass-software.de  

 


 

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