Bild: Maka, Erika Hauri
Gewaltiges Szenario

Der Besucher von Mayr-Melnhof Holz im österreichischen Gaishorn am See wird von einer beeindruckenden Naturkulisse empfangen. Beeindruckend ist aber auch die Produktionshalle, wo bis zu 16,5 m lange und 12 t schwere BSP-Elemente bearbeitet werden. Leistungsstarke Maka-Technik sorgt für die nötige Effizienz und Präzision.


Mayr-Melnhof Holz ist einer der großen Player in der Holzwirtschaft. Produziert wird an sechs internationalen Standorten. Das Unternehmen deckt die gesamte Wertschöpfungskette vom Sägewerk bis zur Pellet- und Brikettfabrikation ab. Eines der Werke, in denen Brettsperrholz (BSP) weiterverarbeitet wird, ist in Gaishorn am See angesiedelt. Vor prächtiger Bergwelt in der holzreichen Steiermark werden Leimbinder und Holzelemente in allen gängigen Dimensionen hergestellt. BSP von Mayr-Melnhof Holz ist im Einfamilienhausbau angekommen und findet auch im mehrgeschossigen Wohnungsbau vermehrt Anwendung. Ein Einsatzgebiet mit wachsender Bedeutung sind zudem Dachaufstockungen in den Großstädten. Hier profitiert der ,Baustoff der Zukunft‘ nicht nur von seinem günstigen spezifischen Gewicht, sondern auch von dem Vorteil, dass er nach dem Einbau keine Aushärtezeiten benötigt und somit die Bauzeit wesentlich verkürzt. „Durch die geringeren Wandstärken bringt die Brettsperrholzbauweise bei gleichen Baukosten und der halben Bauzeit im Vergleich zu herkömmlichen Werkstoffen circa fünf Prozent mehr Nettogeschossfläche“, weiß man bei Mayr-Melnhof Holz.

 

Doppelte BSP-Produktion geplant


Angesichts der wachsenden Bedeutung von Holz im Bausektor sind die Perspektiven für das Unternehmen günstig. Geplant ist eine Verdoppelung der BSP-Produktion. Für das Erreichen dieses ambitionierten Ziels hat sich Mayr-Melnhof Holz erneut die Unterstützung von Maka gesichert. Schon 2007 hatte man in eine Produktionsanlage aus Nersingen investiert, auf der bis heute produziert wird. Überwiegend handelt es sich um Wandelemente, die formatiert und mit den nötigen Ausschnitten für Türen, Fenster und Infrastruktur versehen werden. Von der Bearbeitungstechnik ist eine hohe Flexibilität gefordert, um die Vielzahl der Architektenentwürfe umsetzen zu können. Diese Ansprüche hat die bisherige Maka-Technik bestens erfüllt. Die Verantwortlichen des Holzbauers heben besonders die hohe Leistung hervor. Gute Noten bekommt auch die Zuverlässigkeit der Maschine. Man spricht von einer „Verfügbarkeit, die sonst auf dem Markt nicht annähernd erreicht wird“.


Die Grundkonfiguration der neuen Maschine entwickelte sich „aus dem Alltag“, wie es bei Mayr-Melnhof Holz weiter heißt. Im Fokus der Projektierung standen vor allem die Erhöhung der Produktivität und die Anpassung der Technik an veränderte Marktanforderungen. Die Entscheidung für Maka sei nach einer umfassenden Marktrecherche gefallen. Alle Mitbewerber hätten aber schon nach der Präsentation ihrer Anlagenkonzeption keine Rolle mehr gespielt. In Gaishorn ist von einem „rein technischen Ausschlussverfahren die Rede, bei dem noch gar nicht über den Preis geredet worden sei.“

 

„Ganz normal“


Im Laufe vieler Sitzungen mit den Maka-Entwicklungstechnikern kristallisierte sich eine Lösung heraus, die nur noch wenig mit der ursprünglichen Basismaschine BC 570 zu tun hat. „Ganz normal“, kommentiert Maka-Geschäftsführer Klaus Kern. „Einer der Trümpfe von Maka ist es, dass wir nicht versuchen, Standard zu vermarkten, sondern immer offen sind für jeden irgendwie zu realisierenden Kundenwunsch.“ Inzwischen ist die neue Maschine neben der alten in Betrieb gegangen. Ein Blick in die riesige Werkshalle macht deutlich: Hier braucht es eine robuste Technik, die jedem noch so schweren Teil gewachsen ist. Das gilt für das Teilehandling ebenso wie für die Bearbeitung. Elemente mit einer Dimension von 16 x 3,5 m sind bei Mayr-Melnhof keine Seltenheit. Der Zerspanungsprozess in der BSP-Produktion ist ein gewaltiges Schauspiel. Die Bearbeitungsaggregate mussten entsprechend dimensioniert, die Motoren extrem stark ausgelegt werden. Auf dieser Basis fand Maka schon 2007 eine maßgeschneiderte Lösung.

 

Sechsseitige Bearbeitung


Bei ähnlicher Grundkonzeption bedeutet die neue Maschine nochmals einen großen Schritt nach vorn. Ein besonderes Merkmal des Konzeptes ist ein Unterfluraggregat. Bisher wurden die Werkstücke fünfseitig bearbeitet. Eine Bearbeitung von unten sei bis vor ein paar Jahren nicht nötig gewesen, heißt es in Gaishorn. Gewachsene Qualitätsansprüche der Kunden und wirtschaftliche Überlegungen hätten aber die Situation verändert. In der Folge entstand die Idee einer sechsseitigen Bearbeitung in einer Aufspannung, mit der eine hohe Präzision der Bearbeitung sichergestellt werden sollte. Diese ist nicht gegeben, wenn das Werkstück gewendet und nochmals aufgespannt wird. „Da treten schon mal minimale Verschiebungen auf“, räumt Kern ein. Zugleich trägt das Unterfluraggregat wesentlich zu einer Steigerung der Effizienz bei. So ist es im Zusammenspiel mit dem oberen Aggregat möglich, einen Trennschnitt in der Platte durchzuführen. Die beiden Platten werden entzerrt, sodass die Schnittflächen zusätzlich bearbeitet werden können.


Mayr-Melnhof setzt große Hoffnungen in diese Lösung, die speziell für den renommierten Holzbauer entwickelt wurde. Beeindruckt hat in Gaishorn zudem der Einsatz der Nersinger Spezialisten, die eine Vielzahl von Stunden investiert haben, um das innovative, individuelle Projekt auf den Weg zu bringen.


www.maka.com


www.mm-holz.com

 

 

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