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Lesedauer: 3 min
24. Juni 2020
Licht und Schatten für die Allgemeine Lufttechnik
Bild: VDMA e.V.

Gute Auftragsbestände helfen den Unternehmen aus der Allgemeinen Lufttechnik bisher durch die schwierigen Corona-Zeiten. Die Produktion ist in vielen Betrieben noch gut ausgelastet. Allerdings ist der Rückgang der Aufträge auch in diesem Fachzweig des Maschinenbaus spürbar und es ist absehbar, dass in drei bis sechs Monaten die Auswirkungen auf die Fertigung zunehmen werden. „Somit wird das zweite Halbjahr in der Allgemeinen Lufttechnik voraussichtlich schwächer ausfallen als die erste Jahreshälfte“, sagte Guntram Preuß, Referent für Marktinformationen im VDMA, anlässlich der diesjährigen Vorstandssitzung des VDMA Fachverbands Allgemeine Lufttechnik.

Der Auftragseingang in der Branche ist im April 2020 gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat real um 24 Prozent gesunken. Da die Auftragseingänge im ersten Quartal noch leicht positiv waren (plus 2 Prozent), ergibt sich für die ersten vier Monate 2020 somit ein Orderrückgang von insgesamt 4 Prozent. Ähnlich ist das Bild für den Branchenumsatz: im ersten Quartal sanken die Umsätze um 4 Prozent, für das zweite Quartal rechnen die Unternehmen sogar mit einem Rückgang von insgesamt 9 Prozent. Hinsichtlich des zweiten Halbjahres bestehen Unsicherheiten und unterschiedlichste Aussichten in der Branche. Zusammengefasst sind aktuell für das Gesamtjahr 2020 Umsatzrückgänge von circa 8 Prozent gegenüber 2019 für die Allgemeine Lufttechnik zu erwarten.

Stabil, beziehungsweise weniger betroffen, sind die Gebäudetechnik, der Gesundheitssektor, die Pharma- und die Nahrungsmittelindustrie. Dagegen sind in der Automobilbranche und deren komplexen Zulieferketten die größten Rückgänge zu verzeichnen. Die Covid-19-Krise verstärkt hierbei die bereits bestehende Investitionszurückhaltung aufgrund des strukturellen Umbruchs, in dem sich die Branche befindet.

Vergleichbar gut durch die Krise kommt bisher das Geschäft der Gebäudetechnik, weil die Corona-Pandemie auch positive Impulse für moderne Klima- und Lüftungstechnologie setzen kann. Das ‚luftgetragene‘ Infektionsrisiko lenkt besondere Aufmerksamkeit auf Luftwechselraten und die effektive Lüftung von Gebäuden. Digitale Methoden und zeitgemäße Regeltechnik können hierbei eine wesentliche Unterstützung bieten. „Technische Informationen seitens des Verbandes und seiner Mitglieder spielen in der aktuellen Situation eine wichtige Rolle, denn auf Verbraucherseite herrscht Verunsicherung. Daher ist es von großem Belang, dass wir gezielt informieren und entsprechende Wissenslücken in Bezug auf moderne Klima- und Lüftungstechnik schließen“, sagte Wolf Hartmann, Vorstandsvorsitzender der LTG Aktiengesellschaft.

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VDMA e.V.
www.vdma.org

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