Blocksauger

Effektiver Möbel bauen

Die Müller Manufaktur ersetzt die originalen Spannmittel ihrer Maschinen nach und nach durch die neuen Schmalz-Blocksauger VCBL-S6. Sie reduzieren nicht nur die Rüstzeiten und sind günstiger in der Anschaffung, sondern bieten auch höhere Haltekräfte.
 Die Blocksauger VCBL-S6 von Schmalz haben die Prozesse beim Möbelhersteller Müller Manufaktur deutlich verbessert.
Die Blocksauger VCBL-S6 von Schmalz haben die Prozesse beim Möbelhersteller Müller Manufaktur deutlich verbessert.Bild: J. Schmalz GmbH

Die im Jahr 1930 gegründete Müller Manufaktur Möbelbau GmbH ist im Premiumsektor der Holzbearbeitung tätig. Das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Bad Rippoldsau entwickelt individuelle Büromöbel für namhafte Unternehmen. Zum Portfolio gehören Konferenztische, Side- und Highboards, Arbeitsplätze, Schrankmodule und Empfangstheken. Kunden sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, Banken, Anwälte, Steuerberater und Versicherungen. Müller Manufaktur stattet aber auch Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Deutsche Botschaften weltweit aus. In dem modernen Betrieb bei Freudenstadt teilen zwölf Mitarbeiter die Liebe zu Holz in Perfektion – und erarbeiten sich mit ihren exklusiven Produkten auch international starke Präsenz.

Um die hochwertigen Möbelstücke exakt und mit geringem Ausschuss zu fertigen, setzt das Unternehmen unter anderem moderne CNC-Bearbeitungszentren des italienischen Herstellers SCM ein. Auf der Morbidelli m200 werden flächige Werkstücke wie Tischplatten oder Arbeitsflächen in kleinen Stückzahlen oder Einzelfertigung hergestellt. Die Maschinen können die Rohlinge von fünf Seiten bearbeiten, wobei hohe Querkräfte auftreten, die das Aufspannsystem trotz rauer Oberflächen oder geschwungener Konturen sicher spannen muss. Mit den bis dato verwendeten original Vakuum-Blocksaugern von SCM war die Möbelmanufaktur nicht ganz zufrieden. „In der Stabilität sind sie vergleichbar. Werden die SCM-Blocksauger jedoch beschädigt, ist das Tauschen der Dichtlippe sehr schwierig, weil wir die Demontage nur mit einem Schlitzschraubendreher und viel Fingerspitzengefühl durchführen können“, schildert Michael Spinner, Schreiner der Müller Manufaktur Möbelbau GmbH und Maschinenbediener. „Dabei besteht die Gefahr, den Sauger noch weiter zu beschädigen.“ Darüber hinaus müssen die Schreiner die Dichtlippe mehrfach nachjustieren, bis sie passgenau sitzt. Auch der finanzielle Aspekt war der Schreinerei ein Dorn im Auge: Die Original-Blocksauger sind teuer.

 Der Saugercup kann mit den orangenen Klemmhebeln in 15-Grad-Schritten in der Aufnahme werkzeuglos fixiert werden.
Der Saugercup kann mit den orangenen Klemmhebeln in 15-Grad-Schritten in der Aufnahme werkzeuglos fixiert werden. Bild: J. Schmalz GmbH

Abgestimmt auf SCM

In diesem Kontext nahm Müller Manufaktur das Angebot des Vakuumspezialisten J. Schmalz GmbH gerne an, seine neu entwickelten Blocksauger vom Typ VCBL-S6 zu testen. „Wir haben das neue Aufspannsystem präzise auf die Konsolen der SCM-Maschinen abgestimmt“, beschreibt Matthias Schmider, Produktmanager bei Schmalz. Ein robuster Grundkörper aus glasfaserverstärktem Kunststoff trägt die Saugplatte mit Membran entweder direkt oder wird mit einem erhöhenden Sauger-Cup ausgerüstet. Diesen kann der Maschinenbediener in der Produktion einfach in 15-Grad-Schritten mit einem Klemmhebel fixieren. Durch das Tastventil können ungenutzte Sauger auf der Maschine verbleiben. „Das reduziert den Rüstaufwand ebenfalls“, betont Schmider.

Die Saugplatte schützt den Blocksauger mit einer Membran vor eindringenden Spänen. Das Elastomerteil dichtet optimal ab und ist bei Verschleiß schnell und werkzeuglos gewechselt. Damit es bei der Ersatzteilbestellung nicht zu Fehlern kommt, hat Schmalz den VCBL-S6-Blocksauger mit einem NFC-Tag (Near Field Communication) ausgestattet. Legt der Nutzer sein Smartphone auf das Spannmittel, sieht er direkt alle relevanten Produktdaten in der Schmalz-ControlRoom-App.

 Kurze Rüstzeiten: Das Verstellen der drehbaren Blocksauger und das Wechseln der Saugplatte gestalten sich für Schreiner Michael Spinner schnell, einfach und werkzeuglos.
Kurze Rüstzeiten: Das Verstellen der drehbaren Blocksauger und das Wechseln der Saugplatte gestalten sich für Schreiner Michael Spinner schnell, einfach und werkzeuglos.Bild: J. Schmalz GmbH

Hält bestens

Die Blocksauger von Schmalz sind bei Müller Manufaktur seit Juni 2021 im Einsatz und liefern überzeugende Resultate. „Die Haltekraft ist im Vergleich zum SCM-Original um 20 Prozent höher, während die Stabilität vergleichbar ist“, beschreibt Hermann. Das Unternehmen profitiert auch von geringeren Rüstzeiten: Die Schreiner können den drehbaren Blocksauger schnell verstellen und beschädigte Saugplatten einfach und werkzeuglos ersetzen. Die hohen Haltekräfte haben die Prozesssicherheit bei hohen Vorschüben und Schnitttiefen deutlich verbessert. Im Vergleich zum Original sei die Höhentoleranz bei Schmalz maßhaltiger, betont der schwarzwaldstolze Schreinermeister, wie sich der Geschäftsführer in Social Media vorstellt. Auch der Mischbetrieb zwischen den Saugern von SCM und Schmalz laufe reibungslos. Dies ist wichtig, da Michael Spinner den Standardbestand an SCM-Produkt zunächst aufbrauchen möchte, bevor er nach und nach die VCBL-S6-Variante einsetzen lässt. Das weitergehende Ziel ist unterdessen klar definiert: „Wir werden schrittweise komplett auf die Lösung von Schmalz umstellen.“

Seit dem Pilotprojekt bei Müller Manufaktur hat sich ein regelmäßiger Kontakt mit Schmalz entwickelt. „Wir sind mittlerweile direkter Ansprechpartner, wenn es um neue Projekte oder Feedback aus der Praxis geht. Davon profitieren beide Seiten“, skizziert der eng am Projekt beteiligte Geschäftsführer Markus Hermann. Gute Noten gibt er der Zusammenarbeit in der Projektphase: „Diese ist stets reibungslos verlaufen, und Schmalz hat bei der Terminierung immer die unterschiedliche Auslastung unserer Schreinerei berücksichtigt.“

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Homag GmbH
Bild: Homag GmbH
„Auch die Qualitätsprüfung wird automatisiert“

„Auch die Qualitätsprüfung wird automatisiert“

In der Evolution des Losgröße-1-Zuschnitts macht die Homag Plattenaufteiltechnik den nächsten Schritt. Der Sägenspezialist bietet für seine Robotersägen jetzt auch eine vollautomatisierte Überwachung der Schnittqualität an. MSQ heißt die neue Technologie – sprich: Messsystem Schnittqualität. Über diese Innovation und den praktischen Nutzen, den sie bringt, hat die HOB Redaktion mit den beiden Homag Experten Jörg Hamburger, Leiter Produktmanagement, und Sven Wirth, Leiter Entwicklung, gesprochen. Ein Interview.