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Lesedauer: 10 min
18. Mai 2021
Lager, Säge, Teilehandling
„Erst die Details machen das Ganze perfekt“
Wer sich als holzbearbeitender Betrieb in der Möbelfertigung behaupten will, braucht schnell und reibungslos fließende Prozesse. Am besten schon am Anfang der Wertschöpfungskette: im Flächenlager und im Zuschnitt. Wie dies gelingt, worauf es ankommt und was die Zukunft bringen wird, sagen die Homag-Experten Jörg Hamburger und Torsten Seid im Interview.
 Jörg Hamburger (rechts) und Torsten Seid (links). Beide arbeiten bei Homag als Product Manager Panel Dividing.
Jörg Hamburger (rechts) und Torsten Seid (links). Beide arbeiten bei Homag als Product Manager Panel Dividing.Bild: Homag Plattenaufteiltechnik GmbH

Ob groß oder klein: Möbelfertiger streben nach effizienten Prozessen und reibungslosem Materialfluss. War das schon immer so?

Torsten Seid (Homag Product Manager Panel Dividing): Nein, die Möbelproduktion hat sich grundlegend verändert. Noch vor 30 Jahren gab es in den Werkstätten klassische Schreinerbänke. An jeder stand ein Mitarbeiter und fertigte ein Möbelstück. Irgendwann wurde dann mehr und mehr in leistungsfähigere Maschinen investiert: Der Mitarbeiter ging nun mitsamt Auftrag von einer Maschine zur nächsten. Mit dem Aufkommen ganzer Bearbeitungszellen erforderten die Maschinen jedoch mehr Knowhow, sodass für jede Zelle spezialisierte Bediener eingesetzt wurden. Diese erledigten dann etwa den Zuschnitt und reichten die fertigen Teile an die nächste Bearbeitungszelle weiter. Seitdem werden die Abläufe für einen schnellen Materialfluss optimiert.

Heute sind wir noch einen Schritt weiter und unterstützen die Prozesse durchgehend. Dafür verheiraten wir den Materialfluss mit einem Datenfluss, sodass jedes Teil vom Lager bis zum fertigen Möbel mit Informationen über die jeweils nächsten Schritte versehen ist. Der Vorteil: Jedes Teil informiert die Maschine und den Mitarbeiter darüber, was mit ihm geschehen soll. Dies vermeidet Fehler und reduziert teure Nebenzeiten. Übrigens ist auch die Auswertung dieser Daten, z.B. im Lager durch den WoodStore Analyzer, eine wertvolle Quelle für die Optimierung von Abläufen oder Materialbeständen.

Was ist mit Nebenzeiten gemeint und wodurch werden diese reduziert?

Jörg Hamburger (Homag Product Manager Panel Dividing): Bei Säge-Lager-Kombinationen bezeichnen wir als Nebenzeiten alle Aktivitäten, die nicht zum Kernprozess des Plattenaufteilens gehören. Darunter fallen z.B. die Sortierarbeiten beim Abstapeln. Wenn der Bediener jedes Mal nachsehen muss, welches Teil er für die Weiterbearbeitung wie auf welche Palette legen soll, dann kostet das Unmengen Zeit und bremst die Säge aus. Vermeiden lässt sich dies mit unserem Abstapelmodul Lite. Es zeigt genau an, welches Teil wohin kommt. Sortier-Nebenzeiten entfallen, der Arbeitsaufwand sinkt, Tempo und Wettbewerbsfähigkeit steigen. In Verbindung mit unserem Assistenzsystem IntelliGuide funktioniert dies sogar noch effizienter. Sprich: Es sind nicht allein die Maschinen, es ist die Kombination aus Maschinen, Software und Zusatzausstattungen, mit denen wir den Zuschnitt immer weiter optimieren.

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Homag Plattenaufteiltechnik GmbH
http://www.homag.com

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