Anzeige

Anzeige

Lesedauer: 9 min
11. Januar 2021
Kommissioniert mit sechs Robotersortierzellen
Der italienische Möbelhersteller Tomasella vertraut in seiner Produktion auf die Anlagenkompetenz der IMA Schelling Group. Seit Mitte 2019 übernimmt eine Sortieranlage, bestehend aus insgesamt sechs Robotersortierzellen, das automatische Kommissionieren der Möbelteile in Montagereihenfolge. Bei der Anlagenplanung nutzte IMA Schelling die Simulationssoftware ABB RobotStudio.
 Aus den Kantenkreisläufen werden klassische chaotische Stapel erzeugt und mittels Querfahrwagen der Sortieranlage zugeführt.
Aus den Kantenkreisläufen werden klassische chaotische Stapel erzeugt und mittels Querfahrwagen der Sortieranlage zugeführt.Bild: IMA Schelling Group GmbH

Tomasella zählt zu den führenden Möbelproduzenten Italiens. Das 1948 gegründete Familienunternehmen steht für moderne Möbel in elegantem Design und blickt auf eine über 70-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Neben Wohnzimmer- und Kleiderschränken, Sideboards sowie Betten und Wohnaccessoires bietet das Unternehmen auch eine spezielle Möbellinie für Jugendzimmer an.

Maximale Flexibilität in der Produktionsverteilung

Bei der Produktion der Möbelteile verlässt sich das Unternehmen seit 2014 auf modernste Technik von IMA Schelling. In der Serienfertigung nutzt Tomasella eine Winkelsäge ah 6 für den Zuschnitt von Plattenpaketen und eine doppelseitige Combima inklusive Beschickung und Stapelanlage. Zudem werden seit Kurzem kleine Serienlose auf einer Imagic Flex Bohrmaschine gebohrt. Der Transport der Teilestapel zwischen Bekanten und Bohren erfolgt aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und ausdrücklichen Wunsch des Kunden mit Staplern.

Für die auftragsbezogene vollautomatische Teilefertigung kommen vier Losgröße-1-Anlagen mit zwei vorgeschalteten Plattenaufteilanlagen vom Typ ls 1 und einem Cutting Center zum Einsatz. Die beiden Sägen sind mit je einem, das Cutting Center mit zwei Kantenkreisläufen an die vier nahezu baugleichen Kantenanleimmaschinen vom Typ Combima angeschlossen. Durch die ähnliche Maschinenausstattung erreicht Tomasella maximale Flexibilität in der Produktionsverteilung. Darüber hinaus nutzt Tomasella drei Bima-Portalanlagen – die jüngste wurde Ende 2019 ausgeliefert – für die Produktion von Tischen und Sonderteilen sowie eine Novimat mit Laseraggregat für die Produktion von Sonderteilen und Reparaturen. Beschickung und Teileentnahme erfolgen manuell. Ein zentrales Verplanungssystem teilt die Rohplatten den jeweiligen Anlagen zu.

 Eine Robot.sort v-Zelle mit Teilen aus der auftragsbezogenen Losgröße-1-Bekantung
Eine Robot.sort v-Zelle mit Teilen aus der auftragsbezogenen Losgröße-1-BekantungBild: IMA Schelling Group GmbH

Nach der Bekantung erfolgt die Etikettierung der Teile durch insgesamt vier Etikettieranlagen: eine nach der Serienfertigung und drei nach der auftragsbezogenen Produktion. Auf Wunsch des Kunden werden dabei nicht die einzelnen Teile, sondern nur die kompletten Stapel etikettiert. Das ist dank der hohen Prozessgenauigkeit kein Problem. „Für jeden Stapel wird ein Stapelbeleg erstellt. Dieser enthält eine Auflistung aller Teile in dem Stapel sowie zusätzliche Infos. Das hilft dem Bediener schnell zu verstehen, was auf einem Stapel gestapelt worden ist“, erklärt Fabio Gennari, der zuständige Projektleiter bei IMA Schelling.

Innovative Robotersortierung

Mitte vergangenen Jahres ging eine neue, ebenfalls von IMA Schelling konzipierte Sortieranlage, bestehend aus insgesamt sechs Robotern, in Betrieb. Wurden die Teilestapel nach der Bekantung bislang manuell zugeordnet und der Montage zugeführt, erfolgt die Beschickung der Montagelinien mit der neuen Anlage nun vollautomatisch und perfekt organisiert, was eine erhebliche Zeitersparnis und weniger Fehler bedeutet. Dabei beträgt die Pufferkapazität der Sortieranlage abhängig vom Teilespektrum 4.000 bis 6.000 Einzelteile pro Schicht. Produziert wird im Einschichtbetrieb. „Wir wollten unsere auftragsbezogene Produktion insgesamt flüssiger gestalten und weitgehend automatisieren“, sagt Paolo Tomasella, Geschäftsführender Gesellschafter von Tomasella, zur Entscheidung für die neue vollautomatische Sortieranlage und das bereits 2018 installierte MES-Produktionsleitsystem.

„Die neue Sortieranlage dient als Puffer zwischen Bekantung und Montage. Sie besteht aus einer Beschickungsanlage, einer optischen Qualitätskontrolle, einem Igelpuffer zum Ausschleusen nicht verwendbarer Teile, sechs robotergestützten Robot.sort v-Sortierzellen und allen notwendigen Schnittstellen zu bereits vorhandenen Anlagen“, erläutert Fabio Gennari. Die Verwaltung der Sortierzellen erfolgt über die IMA Schelling Anlagensteuerung IPC.NET, die wiederum ihren Input aus dem Produktionsleitsystem erhält.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

IMA Schelling Group GmbH
www.imaschelling.com

Das könnte Sie auch interessieren

Bild: TeDo Verlag GmbH
Bild: TeDo Verlag GmbH
Nachhaltig heizen, innovativ verwerten

Nachhaltig heizen, innovativ verwerten

Wenn ein Messebauer heute an einen größeren Standort zieht, und sein nagelneues 10.000-Quadratmeter-Gebäude mit feinsten Standards einrichtet – wie einer ausgeklügelten Heizanlage – ist das mehr als nur ein deutliches Signal in Richtung: „Alles wird besser.“ Ab Sommer wird im dreistöckigen neuen Firmensitz der Max Rappenglitz GmbH in Maisach bei München geschreinert, lackiert und montiert. Stände für die nächsten Messen müssen vorbereitet werden. Die Heizanlage ist bereits in Betrieb genommen. Sie wird mit zerhackten Spanplatten von Messeständen gespeist, die noch aus Vor-Corona-Zeiten stammen.
Peter H. Schäfer

Bild: Rotpunkt Küchen
Bild: Rotpunkt Küchen
Restelager über dem Zuschnitt

Restelager über dem Zuschnitt

Dass Flächenlager nicht zwangsläufig in die Fertigungsebene realisiert werden müssen, zeigt das Beispiel Rotpunkt Küchen. Die räumlich begrenzte Situation im Werk Getmold forderte die Kreativität der Anlagenplaner von IMA Schelling heraus. Ergebnis: Das Restelager der neuen Losgröße-1-Fertigung befindet sich auf der zweiten Ebene über dem Zuschnitt.

Bild: Fronius International GmbH
Bild: Fronius International GmbH
Elektrisch unterwegs 
ohne Lastspitzen

Elektrisch unterwegs ohne Lastspitzen

Um seine Kunden zeitnah und zuverlässig zu beliefern, ist eine reibungslose Intralogistik für den Holzgroßhändler Behrens-Wöhlk unverzichtbar – auch und gerade im Zentrallager im nordrhein-westfälischen Drensteinfurt. Elektrische Flurförderzeuge sorgen dort für einen effizienten und emissionsfreien Warentransport – Probleme bereitete in der Vergangenheit jedoch die Batterieladetechnik, die mit unerwünschten Lastspitzen regelmäßig Störungen im Betriebsablauf und somit hohe Kosten verursachte. Fronius Perfect Charging bekam mit seinen Selectiva Ladegeräten nicht nur diese Herausforderung in den Griff, sondern ermöglichte der Behrens-Gruppe damit auch deutliche Kosteneinsparungen und eine längere Lebensdauer der Antriebsbatterien.

Bild: IEP Technologies GmbH
Bild: IEP Technologies GmbH
Auf keinen Fall den großen Knall

Auf keinen Fall den großen Knall

Die Energiewende ist in vollem Gange und damit die Wiederentdeckung regenerativer Energieträger: 17,4 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs wurden im Jahr 2019 aus erneuerbaren Energien gedeckt, das teilt das Umweltbundesamt mit. Bei der Wärmeversorgung aus Erneuerbaren kommt fester Biomasse, also Holz, der größte Anteil zu. Das spiegelt sich auch in den Zahlen der holzverarbeitenden Industrie wider. Die Produktion klimafreundlicher Holzpellets erfordert jedoch besondere Vorkehrungen, denn Holzstäube sind leicht entzündlich. Für die Sicherheit von Menschen und Betriebsanlagen empfiehlt sich deshalb die Zusammenarbeit mit Komplettanbietern nachhaltiger Explosionsschutzsysteme.

Bild: Reiss Büromöbel GmbH
Bild: Reiss Büromöbel GmbH
Büromöbel in Losgröße 1 fertigen

Büromöbel in Losgröße 1 fertigen

Die Reiss Büromöbel GmbH weiß seit jeher gesunde Innovationskultur mit fortschrittlichen Technologien und Handwerksqualität in besonderer Weise zu vereinen. Jetzt hat das Unternehmen den Schritt zu einem zukunftsweisenden Industrie-4.0-Betrieb vollzogen. Der Bau eines neuen, hochmodernen Werkes in 2019 und die Einführung des ERP-Variantensystems VlexPlus für eine flexible Fertigungssteuerung und vernetzte Maschinenkommunikation bildeten die Grundlage für den digitalen Transformationsprozess des Unternehmens, der Investitionen von rund 30Mio. Euro umfasste.

Bild: Orglmeister Infrarot-Systeme GmbH & Co. KG
Bild: Orglmeister Infrarot-Systeme GmbH & Co. KG
Kein Feuer im Holz

Kein Feuer im Holz

Sägewerke sind aktuell sehr gefragt: Holzverarbeitung gilt als ökologisch nachhaltig, da lokal auf nachwachsende Rohstoffe gesetzt wird. So leisten die Werke einen Beitrag zum Klimaschutz. Aufgrund der hohen Brennbarkeit von Holz besteht für Sägewerke jedoch die Gefahr von unkontrollierbaren Großbränden. Für die Betreiber wird es immer schwieriger, geeignete Versicherungen abzuschließen. Technische Lösungen zur Brandfrüherkennung können helfen, Schäden zu minimieren oder ganz zu vermeiden.

Bild: Paul Ott GmbH
Bild: Paul Ott GmbH
Der Kante die Oberfläche geben

Der Kante die Oberfläche geben

Oberflächen werden immer wichtiger und erfreuen das Auge eines jeden Kunden. Zu einer vollendeten Oberfläche gehört die passende Kante – so gesehen ist die Kantenbearbeitung elementar für die Oberflächenbehandlung. Maschinen und Anlagen zum Kantenanleimen sind dabei für Betriebe aller Größenordnungen interessant.

Bild: Swiss Krono Group
Bild: Swiss Krono Group
Swiss Krono Connect Plattform gelauncht

Swiss Krono Connect Plattform gelauncht

Die neue Plattform Connect ( steht für: Community, Conversation, Concepts und Collaboration) von Swiss Krono bietet die Möglichkeit, auf einer Art digitalem Campus aktuelle Holzbau- und Interieur-Themen zu diskutieren. Hier sollen sich Vertreter der Bau-, Möbel- und Architekturbranche treffen und alles über die Gestaltung persönlicher Lebensräume erfahren können.

Bild: PLANTAG Coatings GmbH
Bild: PLANTAG Coatings GmbH
Neue Öle von Jordan Lacke

Neue Öle von Jordan Lacke

Jordan Lacke hat zwei neue Öle in seinem Programm, die vielseitig einsetzbar sind. Für den Einsatz auf Möbeloberflächen, auf Parkettböden sowie auf Treppenbauteilen und -stufen bietet das Unternehmen das festkörperreiche, einkomponentige Deco-Oil-Color DO 630. Es ist ein geruchsarmes Öl mit wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften und angenehmer Haptik.

Anzeige