
Die deutsche Möbelindustrie ruft die Politik dazu auf, den Wohnungsbau stärker zu fördern. Bei der Mitgliederversammlung des Verbands der Deutschen Möbelindustrie und der Verbände der Deutschen Polster- und Wohnmöbelindustrie in Frankfurt vergangenes Jahr betonte VDM-Präsident Leo Lübke: Zwar steige die Zahl der Baugenehmigungen, die Fertigstellungen seien jedoch weiterhin rückläufig. Laut Prognosen werde sich diese Entwicklung frühestens 2027 umkehren. Lübke forderte daher, Förderprogramme attraktiver zu gestalten. Auch zusätzliche Maßnahmen seien denkbar, etwa die Grunderwerbsteuer vorübergehend zu senken.
Ein weiteres Thema der Versammlung war die EU-Entwaldungsverordnung. Endehatten sich Vertreter der EU-Kommission, des Rats und des Parlaments darauf verständigt, die EUDR bis Ende 2026 zu überarbeiten und zu verschieben. Künftig sollen sich die Nachweispflichten auf den Erst-Inverkehrbringer beschränken. Referenznummern sollen nur bis zum ersten weiteren Verarbeiter weitergegeben werden. Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth betonte, die Änderungen entlasten die Branche bürokratisch.
Auf dem Programm standen auch Maßnahmen zur Förderung des Exportgeschäfts, ein Vortrag über Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz in der Möbelindustrie und ein Bericht über Marketing-Maßnahmen im Caravaning-Bereich.
















