Einen Schnitt voraus

Leitz Verstellbarer Fuegefraeser
Bild: Leitz GmbH & Co. KG Werkzeugfabrik

Wer Möbel und Küchen herstellt und damit am Markt erfolgreich sein will, der muss produktiv und effizient sein, flexibel und auf Qualität bauen können. Allerdings ist der Grad zwischen qualitativ und wirtschaftlich schmal: Fronten mit Nullfugenoptik, verbunden mit Hochglanz- und Mattbeschichtungen, Echtholzfurnieren oder Finishfolien, setzen voraus, dass Dekorkanten und Schmalseiten vor dem Kantenanleimen gelungen bearbeitet sind. Ziele sind eine nahezu unsichtbare Leimfuge sowie eine dicht schließende Kante. Wirtschaftlich wird das mit den richtigen Bearbeitungs- und Werkzeugkonzepten.

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Bild: Leitz GmbH & Co. KG Werkzeugfabrik

Formatbearbeitung zur Hochwertigkeit

Mit häufigen Werkzeugwechseln gehen Maschinenstillstandzeiten einher – und beides ist wenig produktiv. Das wiederum kostet. Hinzu kommt: Ersatzwerkzeuge werden bevorratet, denn auch sie müssen angeschafft werden und ständig verfügbar sein, um eine reibungslose Produktion zu gewährleisten. Um die Kosten zu senken, sind Werkzeuge mit langen Standwegen wichtig. Bloß wie soll das möglich sein angesichts aktueller Werkzeugtechnologien? Schließlich unterscheiden sich gängige Werkzeugsysteme auf den ersten Blick kaum voneinander. Das Zauberwort: Standwegaddition.

Leitz Verstellbarer Fuegefraeser
Bild: Leitz GmbH & Co. KG Werkzeugfabrik

Ungenutzte Schneidebereiche einbringen

Bei Oberflächen auf Span- oder MDF-Platten ist Kantenqualität nur durch Umfangfräsen mit Diamantwerkzeugen möglich: dem Fügen. Während des Fräsens verschleißen die Diamantschneiden vor allem bei den Decklagen. Schneidebereiche außerhalb des Werkzeugeingriffs bleiben dabei ungenutzt. Genau hier hilft Standwegaddition: Sie bringt die ungenutzten Schneidebereiche in die qualitätsrelevante Bearbeitungszone. Möglich ist das, weil sich das Fügewerkzeug axial verstellt. Auf diese Art bleiben Werkzeuge über mehrere Standwege im Einsatz.

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Bild: Leitz GmbH & Co. KG Werkzeugfabrik

Bis zu 80% weniger Stillstand

Eigens dafür hat Leitz den breitenverstellbaren Fügefräser entwickelt. Er zeigt, wie die noch scharfen Schneidebereiche zur Standwegaddition genutzt werden können. Denn mit seiner Breitenverstellung bringt dieses zweiteilige Werkzeugsystem auch ungenutzte Schneidebereiche in den Zerspanungsbereich der Deckschichten. Verstellbar ist es mit wenigen Griffen in Millimeterschritten. Das vervielfacht die Standwege, vor allem verglichen mit einteiligen Fügefräsern. Sechsmal verstellt, erreicht das Werkzeug den siebenfachen Standweg, ehe es geschärft werden muss. Außerdem muss der Anwender die Spindelposition nicht korrigieren, weil die Breitenverstellung des Werkzeugs zur Plattenober- und -unterseite erfolgt. Daher sind weniger Werkzeugwechsel und keine Einstellarbeiten zum Ausrichten der Werkzeuge nötig. Im Vergleich stehen Maschinen bis zu 80% weniger still. Hersteller solcher Werkzeuge sind dabei herausgefordert, dieselbe Genauigkeit zu erreichen wie mit einteiligen Werkzeugen. Zudem müssen sie trotz Staub und Spänen funktionssicher sein. Dafür bietet Leitz ein Hydrospannsystem, bedienerfreundlich von oben zu betätigen. Der integrierte Staubschutz macht das Werkzeugsystem präzise und zuverlässig.

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