Zollkonflikte belasten deutsche Exporte

"Die Firmen brauchen Sicherheit, gerade für große Investitionen", sagt VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt.
„Die Firmen brauchen Sicherheit, gerade für große Investitionen“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt.Bild: VDMA e.V.

Im ersten Halbjahr 2025 hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau Waren im Wert von 98,3Mrd.€ ausgeführt – 3,4% weniger als im Jahr davor. Preisbereinigt liegt das Minus bei 4,9%. Besonders im April brach der Export um 8,5% ein. Im Mai war der Rückgang mit 1% kleiner, doch im Juni ging es erneut um 4,2% nach unten. Der VDMA nennt mehr Protektionismus und Handelsstreit als Hauptgründe.

Das zweite Quartal 2025 stand laut Verband im Zeichen des Zollstreits mit den USA. Drohungen aus Washington und Unsicherheit über das Abkommen Mitte Juli drückten auf das Geschäft. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Ausfuhren in die USA um 9,5%. Chefvolkswirt Johannes Gernandt rechnet mit weiteren Folgen im dritten Quartal.

Der VDMA warnt vor Risiken für Investitionen. Die Lage sei schwer planbar, sagt Gernandt. „Die Firmen brauchen Sicherheit, gerade für große Investitionen. Nur so bleibt die Branche im Wettbewerb stark.“ Der Verband fordert feste Regeln, die den deutschen Maschinenbau im globalen Markt stützen.