
Form. Funktion. Fertigung. Unter diesem Motto plant und baut die Tischlerei In Holz aus Mönchengladbach nicht nur individuelle Möbel und Einbaulösungen für Privat- und Firmenkunden und Architekturbüros. Sie fertigt auf der 5-Achs-CNC auch Serienformteile nach Kundenwunsch, unter anderem für den KFZ-Innenausbau. Sieben Mitarbeiter greifen die Impulse ihrer Auftraggeber auf und fertigen hochwertige Möbel, die nicht nur gut aussehen, sondern auch funktional sind. „Zu unseren Anforderungen zählt natürlich die Qualität bei der Kantenverarbeitung“, sagt Geschäftsführer Peter Schneider. „Deshalb haben wir vor einiger Zeit eine neue Kantenanleimmaschine angeschafft. Um noch dünnere, wasser- und wärmestandfestere Fugen zu erhalten, wollten wir die Kanten danach mit PUR-Schmelzkleber anfahren.“

Von Anfang an optimal abgestimmt
Der Betrieb verarbeitet mit Vorliebe Massivholz, aber auch Holzwerkstoffe kommen zum Einsatz. An den Kanten findet man vor allem ABS und Echtholz, letzteres gerne als Stangenware. Damit In Holz problemlos von EVA auf PUR umstellen konnte und der Klebstoff von Anfang an optimal auf die Bedürfnisse abgestimmt war, hatte die Schreinerei das Angebot von Ostermann angenommen, bei der Umstellung und den ersten Klebstoffversuchen dabei zu sein. Anwendungstechniker Franz-Josef Volmering weiß, worauf es hier ankommt: „An sich ist die Umstellung auf PUR-Schmelzkleber kein Problem. Mit der Homag Edgeteq S-200 hat In Holz eine Anlage, die mit Fügefräser, Fräsaggregat, Profilziehklinge, Leimfugenziehklinge und Schwabbelaggregat bestens für die Kantenverarbeitung ausgestattet ist. Das Verleimaggregat eignet sich sowohl für EVA als auch für PUR.“ Der VCMC-HZ spannt Werkstücke seitlich. Sein beidseitiger Anschlag senkt Rüstzeiten und steigert die Leistung. Vier Spannhöhen und die Wahl zwischen Druckluft oder Mechanik garantieren Anwendern maximale Flexibilität. ‣ weiterlesen
Mehr Platz auf Konsolentischen

Weißer Kleber für helle Platten
Bedenken oder Ängste wegen der Umstellung gab es bei In Holz nicht, wohl aber eine gewisse Unsicherheit: Welche Prozessschritte würden bei der Reinigung der Maschine zu beachten sein? Der Ostermann-Anwendungstechniker beriet maschinen- und herstellerunabhängig – praktisch und nicht bloß theoretisch. Dafür plante er etwa zwei bis vier Stunden für alle an der Maschine tätigen Mitarbeiter ein. Nach einer kurzen Einführung in das Thema Kantenverarbeitung rüstete er die Maschine um, mit Redocol Kantomelt PUR in Weiß als Klebstoff der Wahl. Gleichzeitig wies er auf die für die Maschine passenden Alternativen anderer Hersteller hin. „In der Regel empfehlen wir für helle Platten immer weißen PUR-Schmelzkleber, bei dunkleren Platten die Farbe Transparent bzw. Natur“, erklärt Volmering. Orientieren können sich Unternehmen an folgendem Rat: Ist die zu verarbeitende Platte gleich hell oder dunkler als der RAL-Ton Lichtgrau, eignet sich transparenter bzw. naturfarbener Schmelzkleber, bei helleren Platten weißer.

Fugenqualität, die überzeugt
Es folgten verschiedene Durchläufe mit der transparenten Ostermann-Testkante. Ziel dabei war es, die perfekte Einstellung für den Klebstoffauftrag und eine möglichst dünne Fuge zu ermitteln. Nach einigen manuellen Anpassungen im Maschinenmenü stimmte das Ergebnis hinsichtlich Klebstoffmenge und -auftrag schließlich zufrieden. So hielt Geschäftsführer Norbert Kaumanns eine weiße Platte mit einer weißen Kante in der Hand, deren Fugenqualität alle Anwesenden überzeugte – der erfolgreiche Abschluss des ersten Teils der Umstellung. Das leitete den Reinigungsprozess ein. „Wir waren erstaunt, wie einfach die Umstellung auf PUR, aber auch die anschließende Reinigung ist“, staunt Tischlergeselle Deniz Güglüoglu. „Eigentlich gibt es nur zwei, drei wichtige Punkte zu beachten, um noch mal eine deutlich bessere Fugenqualität zu erhalten.“















