
Erst vollständig aushärten
Um von EVA auf PUR-Schmelzkleber zu wechseln, muss das Schmelzkleberbecken vollständig leer sein. Notwendig für die Verarbeitung von PUR sind niedrige Temperaturen und Auftragsmengen. Die genauen Angaben hierzu stehen auf dem technischen Datenblatt des Klebers. Dann werden die Kanten wie gewohnt angefahren. „Wichtig ist noch zu wissen, dass der Kleber erst nach vier bis sieben Tagen vollständig ausgehärtet ist“, sagt Volmering. „Wie lange es genau dauert, hängt vom Plattenmaterial ab. Bei Spanplatten härtet der Kleber schneller aus, bei MDF-Platten dauert es etwas länger. Grundsätzlich sollten die Platten aber immer erst einen Tag nach der Bekantung weiterverarbeitet werden, auch bei der Verarbeitung mit EVA-Schmelzklebern.“
Das richtige Granulat für’s Reinigen
Nach dem PUR-Gebrauch gilt es, die Maschine mit einem entsprechenden Granulat zu reinigen. Damit das nicht versehentlich vergessen wird, hilft ein deutlich sichtbarer Hinweis an der Maschine, immer dann, wenn mit PUR-Schmelzkleber gearbeitet wird. Zudem hat es sich bewährt, PUR-Kanten stets am Ende des Arbeitstags anzufahren, bevor die Maschine ohnehin gesäubert wird. Ist das Leimbecken leergefahren, wird das Reinigergranulat eingefüllt. „Die Auftragswalze muss auf jeden Fall so lange in Betrieb bleiben, bis der aufgeschmolzene Reiniger sie vollständig bedeckt. Deshalb ist das Reinigergranulat je nach Hersteller auch immer rot oder blau. So sieht man es gut, wenn es an der Walze ankommt“, erklärt Volmering. Der VCMC-HZ spannt Werkstücke seitlich. Sein beidseitiger Anschlag senkt Rüstzeiten und steigert die Leistung. Vier Spannhöhen und die Wahl zwischen Druckluft oder Mechanik garantieren Anwendern maximale Flexibilität. ‣ weiterlesen
Mehr Platz auf Konsolentischen
PUR ohne Zweifel
Bei In Holz wurde mit dem Redocol-PUR-Reiniger gearbeitet, er ist in unterschiedlichen Gebinden verfügbar. Damit sich der Reiniger aus dem Leimbecken später gut entfernen lässt, steckt der Anwender mehrere saubere Holzstäbchen in das noch warme Klebstoff-Reiniger-Gemisch im Leimbecken. Dann kann er die Maschine unbesorgt abstellen. Das ausgehärtete Gemisch mit den Holzstielen ist am nächsten Tag kurz erhitzt leicht aus dem Leimbecken zu entfernen. Anschließend befreit man das Leimbecken manuell von letzten Resten und fährt so lange eine Platte an der Leimauftragswalze vorbei, bis keine eingefärbten Reste mehr an ihr zu sehen sind. Dann kann nach Bedarf wieder EVA- oder PUR-Schmelzkleber verarbeitet werden. Fragt man Geschäftsführer Peter Schneider nach seinem Fazit, ob er künftig häufiger PUR-Schmelzkleber verwenden wird, gibt es keinen Zweifel: „Wir raten auch anderen Betrieben, auf PUR-Kleber umzustellen. Unsere Kunden werden den Unterschied sehen und die dünnere Optik sowie die bessere Feuchtigkeitsbeständigkeit schätzen. Zunächst wollen wir PUR hauptsächlich für unsere Küchenmöbel verwenden. Hier ist ja ein Trend zur höherwertigeren Verklebung zu erkennen. Langfristig werden wir zunehmend auch andere Möbel mit PUR verarbeiten.“















