Zu guter Letzt sorgt die Biesse-eigene Software B_Solid für den optimalen Workflow, wie Schaefer es uns und den Mitarbeitern des Orgelbauers bei unserem Besuch anschaulich zeigt und gemeinsam mit dem Bediener vorführt: „Sind die Daten eingelesen, werden die Fräspfade programmiert, die Bearbeitung simuliert und die Fertigungszeit berechnet. Das Programm führt eine Kollisionsprüfung durch und kontrolliert, ob die Maschine optimal eingesetzt wird. Zusätzlich optimiert die Software die Bearbeitung des Halbzeugs beim Nesting so, dass die Verarbeitungszeit kurz und der Materialverbrauch so gering wie möglich ist. Und damit sich dieser Prozess nicht ständig wiederholt, wird das frisch erstellte Fräsprogramm mit den korrespondierenden Werkzeugen in der Bibliothek hinterlegt. Wird das gleiche Teil nach einigen Wochen erneut benötigt, reicht ein Knopfdruck – und los geht’s.“
Goldenes Kantenwerk
Jede ist anders und keine ist wie die andere – für den Bau maßgeschneiderter Orgeln braucht es eine flexible Kantenanleimmaschine mit der sich auch ungewöhnliches individuell produzieren lässt. Wie gut, dass der Geschäftsführer schon vor seiner Berufung zum Geschäftsführer der Orgelbauwerke sehr positive Erfahrungen mit Biesse und im Besonderen mit einer automatischen Akron gemacht hat – da fiel die Entscheidung für die 1.300er nicht schwer.
Der italienische Hersteller konzipierte die Akron-Kantenanleimmaschinen mit ihren drei Baureihen und 13 verschiedenen Modellen für den Einsatzbereich in kleinen und großen holzverarbeiteten Werkstätten sowie für die maßgeschneiderte Produktion industrieller Betriebe. „Wir sind zwar kein Industriebetrieb, aber maßgeschneiderte Produktion trifft es auf den Punkt“ – da fiel dem Geschäftsführer des Orgelbauers die Entscheidungsfindung nicht schwer. „Die Akron mit ihrem großem Touchscreen-Bildschirm und geringem Platzbedarf war zusammen mit der Rover wie gemacht für unsere schon etwas beengten Räumlichkeiten. Genügsam, aber mit starker Leistung!“ Der VCMC-HZ spannt Werkstücke seitlich. Sein beidseitiger Anschlag senkt Rüstzeiten und steigert die Leistung. Vier Spannhöhen und die Wahl zwischen Druckluft oder Mechanik garantieren Anwendern maximale Flexibilität. ‣ weiterlesen
Mehr Platz auf Konsolentischen
Bewährungsprobe bestanden
Der Showroom-Manager und ehemalige Orgelbau-Stift Schaefer freut sich, dass die akkurate und schnelle Akron sich in der kurzen Zeit bei seinem ehemaligen Lehrbetrieb bewähren konnte. „Mit einer modellabhängigen Länge zwischen 4.007mm und 5.060mm ist die kompakte, aber leistungsstarke Baureihe prädestiniert für Werkstätten dieser Größe.“ Gebietsvertreter Jessing weiß, worauf es in der der Praxis ankommt und ergänzt mit einigen technischen Details und Ausstattungsmerkmalen: „Neben der Verleimung der Kante mit EVA und PUR-Leimen – oder im Idealfall mit dem für beide genannten Leime geeigneten Hybridverleimteil – kann die Maschine für die sogenannte Nullfugentechnik mit dem Air-Force-System ausgestattet werden, um co-extrudierte Kanten zu fahren. Das äußerst präzise und zuverlässige Kappaggregat IT03 zum Entfernen des Kantenüberstands am Plattenanfang und -ende eignet sich auch für Hochglanzkanten. Das serienmäßige Flex-System gestattet die automatische Einstellung des Kantenüberstands, das zweimotorige Multifunktions-Abrundaggregat ermöglicht das Radius- und Bündigfräsen der oberen und unteren Längskante der zu bearbeitenden Platten mit drei unterschiedlichen Radien. Für die Stirnkanten am Plattenanfang und -ende kommt das zweimotorige Aggregat AR02 zum Einsatz, auch dies auf Wunsch achsgesteuert. Unsere vier 1.300er-Modelle bearbeiten Werkstücke mit einer Höhe bis 60mm und einer Kantenstärke von 0,4mm bis 5mm mit einer Geschwindigkeit von 12m/min.“
Finale
„Sowohl die Rover A als auch die Akron haben ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, was es für uns zu einer sehr sinnvollen Investition macht“, wie der Geschäftsführer im Schlusssatz den finanziellen Nutzen betont. „Es sind aber nicht nur die Maschinen, bei denen die Qualität stimmt, auch der Service ist top – und das hat sich immer wieder bestätigt. Die Mitarbeiter des Kundendienstes und die Gebietsvertreter von Biesse sind da, wenn man sie braucht, und stehen uns Anwendern immer mit kompetentem Rat und Tat zur Seite. Einen Wunsch haben wir für die Zukunft trotzdem noch: und zwar den Ausbau des CNC-Experten-Programms. Mal sehen, was geht…“















