
Alles fing an 1924 in Süddeutschland, erklärt Geschäftsführerin Beatrix Brunner: „Paul Ott gründete seine Firma im Raum Stuttgart und begann, mit Maschinen und Maschinenkomponenten zu handeln – und hat sich dann rasch auf die Holzbearbeitung festgelegt.“ Bis der Betrieb allerdings selbstständig Maschinen fertigte, dauerte es. Erst ging der Weg vorrangig über Pressen. Und heute ist der Name Ott untrennbar mit der Holzbearbeitung verbunden.

Von Deutschland rüber nach Österreich
In Lambach produziert das Unternehmen seit 1963 am Standort in Sand und seit 1991 in der Carl-von-Linde-Straße 12. Während der jahrzehntelangen Geschichte hat sich die Firma mit vielem einen Namen gemacht: Pressen und Pressenkomponenten, Kantenanleim- und Schleifmaschinen. Zwar hat man die Produktion in Deutschland in den 1980ern beendet. Aber damit ist letztlich nur der Erfolg von Ott im oberösterreichischen Lambach gewachsen.

Aus Grün wird modernes Blau
Atlantic, Pacific, Easymatic: In den 90ern gelang das Unternehmen mit diesen Maschinen, aber auch mit seinen Schleifmaschinen und langlebigen Furnierpressen in viele Handwerksbetriebe in Österreich, Deutschland und sogar international. Damals trennte man sich auch vom Resedagrün, das früher allgegenwärtig war – und etwas mehr Farbe durfte die Tischlerwerkstätten beziehen. Seitdem präsentieren sich die Ott-Maschinen in Blau- und Grüntönen, auch wenn man zwischendurch etwas modernisiert hat.

Verleimsystem der Zukunft
Über die Jahrzehnte haben sich die Österreicher dann gänzlich auf das Kantenleimen spezialisiert – und natürlich auf die logistischen Aufgaben dahinter. In den frühen 2000ern wurde zudem der Einsatz des PUR-Klebstoffs ein Thema. Mit dem patentierten CombiMelt fand Ott eine Lösung, die schnell klarmachte: PUR-Verarbeitung ist die Zukunft. An die stetig fortschreitende Entwicklung der Klebstoffe angepasst, ist das CombiMelt-Verleimsystem auch heute noch das Herzstück der Ott-Kantenanleimmaschinen.
















