Wenn sich die Maschine selbst versteht

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Bild: Hymmen GmbH Maschinen- und Anlagenbau

Ein kontinuierlicher und störungsfreier Produktionsfluss – das ist das Ziel jedes Herstellers. Sicherstellen soll das eine erfolgreiche Prozess- und Qualitätsüberwachung. Nicht nur Unternehmen, die sich auf die Veredelung von Oberflächen spezialisiert haben, stehen dabei vor Herausforderungen. Es fängt an mit der durch die Produktvielfalt hervorgerufenen Oberflächenkomplexität. Geht weiter mit der stückweisen Ergänzung von Fertigungsstraßen und der fehlenden Datentransparenz. Und endet mit dem branchenübergreifenden Fachkräftemangel und dem Ziel nachhaltiger Fertigung. Ein ganzheitlicher Ansatz, der all diesen Herausforderungen gleichzeitig begegnet? Bislang Fehlanzeige.

Produktionsprozesse digital transformieren

Entstanden ist aus diesen Umständen ein besonderes Pilotprojekt: Hesse Lignal hat die neue Software Smart2i von Hymmen umfangreich getestet. „Ich kann das Ergebnis schon vorwegnehmen“, berichtet Dirk Conrad, Projektleiter aufseiten des Lackherstellers. „Durch die Transparenz in der Produktion steigen Produktqualität und Gesamtergebnis deutlich.“ Denn mit Smart2i gelingt die digitale Transformation von Produktionsprozessen. Da die Lösung alle Daten automatisch erfasst, die an der Maschine anfallen, gibt es keine fehleranfälligen und ungenauen Handschriften von Stückzahlen mehr. Temperaturen, Drücke, Mengen und andere Prozessdaten: All das erfasst die Software digital – und ermöglicht so die Analyse der häufigsten Ausfallgründe auf sekundengenauer Basis. Die Produktionsleiter verstehen ihre Anlage detailliert und können deshalb vorbeugend handeln. Das verringert Ausschuss und es entstehen keine neuen Qualitätsprobleme in der Produktion.

Daten sekundengenau analysiert

Zu Beginn des Projekts waren viele Daten bereits abgebildet und konnten durch Smart2i in ein System integriert werden. Um diese Daten zu vervollständigen, wurden jedoch weitere Messwerte durch zusätzliche Sensoren ergänzt. Das war schnell umgesetzt, denn diverse Hersteller von Messinstrumenten bieten die fehlenden Bausteine, die in Smart2i implementiert werden. Bei Hesse Lignal gehörten dazu beispielsweise UV-Leistung und UV-Dosis, LAB-Werte, Glanzgrad und Schichtstärke. Maschinen und Sensoren werden über das Gateway Smart2i-Connect miteinander verbunden. Die erfassten Daten werden hier sekundengenau analysiert. Das wiederum vereinfacht die Kalibrierung des Gesamtprozesses sowie den späteren Produktionsbetrieb.

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Bild: Hymmen GmbH Maschinen- und Anlagenbau

12 Prozent weniger Ausschuss

Im hauseigenen Technologiezentrum hat Hesse Lignal nun die Industry-Intelligence-Lösung auf verschiedene Kundenverfahren angewendet. Dabei überzeugten nicht nur die versprochene Produktionssteigerung, Müllvermeidung und Senkung der Ausschussquote um 12 Prozent. Auch das einfache Handling des Systems hebt der Projektpartner lobend hervor, denn alle Daten und Informationen werden auf Knopfdruck visualisiert. Smart2i begegnet allen eingangs erwähnten Herausforderungen: Die integrierbaren Sensoren machen die Oberflächenkomplexität messbar. Die Daten werden transparent individuell für den jeweiligen Nutzer aufbereitet – egal ob Geschäftsführer, Werksleiter oder Maschinenbediener. Das automatisierte Produktionscontrolling erweist sich als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel. Und für die angestrebte nachhaltige Produktion ist die transparente Datenlage ein wesentlicher Baustein. Conrad empfiehlt Smart2i deshalb vorbehaltslos: „Es handelt sich um ein übergreifendes System, das für jegliche Form von Anlagenkonfiguration anwendbar ist.“

– individuell gestaltbare Dashboards

– alle Quellen in einem System vereint

– Kombination von Maschinen- und Qualitätsdaten

– erreichbar über PC, Tablet oder Smartphone