Infrarot, UV und ein hochwertiges Finish

 Infrarotstrahler trocknen behandelte Holzoberflächen schnell und brauchen dafür wenig Platz.
Infrarotstrahler trocknen behandelte Holzoberflächen schnell und brauchen dafür wenig Platz.Bild: Excelitas Technologies GmbH & Co. KG

Für die Trocknung und Härtung von Beschichtungen und Klebstoffen sind verschiedene Verfahren verfügbar. Verbreitet ist die klassische Wärmebehandlung mit Heißluft- oder Konvektionsöfen: Sie blasen heiße Luft in den Ofenraum und erhitzen die Produkte gleichmäßig. Dieses Verfahren benötigt allerdings viel Energie, denn das Aufheizen von Luft als Wärmeträger braucht Zeit. Daher bleiben die Heißluftöfen auch in Pausen angeschaltet.

 UV-Strahlung härtet Lacke ohne Wärme.
UV-Strahlung härtet Lacke ohne Wärme.Bild: Excelitas Technologies GmbH & Co. KG

Infrarotstrahlung für Präzision

Für hochwertige Oberflächen werden Lacke meist in mehreren Schichten aufgetragen und jeweils durch Wärme getrocknet. Das ist aufwändig, denn jedes Aufheizen und Abkühlen kostet Energie. Infrarottechnik bietet hier Vorteile: Die Strahler erreichen die nötige Temperatur schnell. Je nach Wellenlänge trocknet die Strahlung nur die Oberfläche oder dringt tiefer ein. So trocknen dünne Lacke rasch, ohne dass das gesamte Werkstück erhitzt wird. Das schont empfindliche Hölzer und verkürzt Abläufe. Da kein Luftgebläse nötig ist, bleibt die Oberfläche zudem staubfrei. Infrarottechnik ermöglicht außerdem eine gezielte Steuerung für gleichmäßige Ergebnisse.

 Phoseon VeriCure ist ein energiesparendes UV-LED-Aushärtungssystem.
Phoseon VeriCure ist ein energiesparendes UV-LED-Aushärtungssystem.Bild: Excelitas Technologies GmbH & Co. KG

Coole Welle Ultraviolett

Bei der UV-Härtung dagegen lösen ultraviolette Strahlen chemische Reaktionen im Lack aus. Sie führen zur zügigen Aushärtung. Diese Methode eignet sich besonders für wärmeempfindliche Materialien. Sie benötigt wenig Energie und erzeugt sekundenschnell trockene Oberflächen, die sofort weiterbearbeitet oder verpackt werden können. Infrarot- und UV-Strahler lassen sich jeweils ohne Umbau in bestehende Anlagen einbauen. Sie benötigen keinen zusätzlichen Platz und können vorhandene Heißluftöfen ersetzen oder ergänzen. Betriebe erhöhen mit dieser Kombination Durchsatz und Energieeffizienz mit wenig Aufwand.

Sekundenschnell zur Weiterbearbeitung

Excelitas bietet viele Infrarot- und UV-Strahlungsquellen für die Holzbearbeitung an. Ein Beispiel ist das UV-LED-Härtungssystem Phoseon VeriCure. Es liefert eine hohe UV-Dosis mit gleichmäßiger Lichtverteilung und ist in den Wellenlängen 365, 395 und 405 Nanometer erhältlich – abgestimmt auf verschiedene Photoinitiatoren. Zum Einsatz kommt das System unter anderem bei der Beschichtung von Möbeln, Zierleisten und Parkett, beim Trocknen von Parkettölen sowie beim Aushärten von Tintenstrahldrucken. Die so entstehenden Oberflächen sind widerstandsfähig gegen Kratzer, Abrieb und Reinigung.

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