Braucht es zusätzliche Anpassungen im Trockenbereich?

Wasserlacke sind etwas sensibler, was Temperatur und Luftfeuchtigkeit angeht. Ideal ist eine Raumtemperatur von 20 bis 25°C und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 65%. Oft ist dieses Raumklima bereits gegeben. Ansonsten genügen kleine Maßnahmen, etwa ein Lüfter oder ein Luftbefeuchter. Nach oben hin gibt es natürlich Spielraum bis hin zur modernen Trockenkabine oder Infrarottrocknung.

A propos Trocknung: Wie viel Zeit muss dafür kalkuliert werden?

Der Unterschied zu Lösemittellacken ist bei Wasserlacksystemen geringfügig. Bluefin Unistar ist schon nach zwei Stunden schleif- und überlackierbar und liegt damit gleichauf mit den meisten Lösemittellacken. Andere Wasserlacke wie der Farblack Bluefin Pigmores 4in1 oder der Klarlack Bluefin Softmatt liegen bei vier bis fünf Stunden.

Was verändert sich sonst noch in den Abläufen beim Lackieren?

Nicht sehr viel. Im Grunde gibt es nur ein paar Punkte zu beachten: Der Leim muss mit Wasserlacken kompatibel sein und für inhaltsstoffreiche Hölzer braucht der Anwender einen geeigneten Klarlack. Der entscheidende Punkt ist, die korrekte Auftragsmenge zu beachten, also weniger Material aufzutragen, als bei Lösemittelprodukten üblich. Denn eine falsche Auftragsmenge ist die häufigste Ursache für Lackierfehler. All das lässt sich schnell erlernen. Bei Adler bieten wir dazu ein Seminar an oder kommen in den Betrieb und schulen die Mitarbeiter dort.

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