Gesundes Raumklima, niedrige Heizkosten

Interview mit Terhalle-Geschäftsführer Stephan Gerwens

Seit der Gründung als Zimmerei 1986 hat sich Terhalle zu einer mittelständischen Unternehmensgruppe mit fast 600 Mitarbeitern entwickelt. Seit über 15 Jahren ist das Unternehmen nicht nur im Fassaden- und Türbau aktiv, sondern bietet auch Holz-, Holz-Alu-, Aluminium- und Kunststofffenster an. Geschäftsführer Stephan Gerwens ist ein gefragter Fachmann, wenn es um gesundes Raumklima im Zusammenhang mit Holzfenstern geht - und verweist gerne auf die Zusammenarbeit mit Regel-air.
 Thomas Verhoeven (links), Geschäftsführer Regel-air, und Stephan Gerwens, Geschäftsführer bei Terhalle, in den Produktionshallen des Fenster- und Türenbauers.
Thomas Verhoeven (links), Geschäftsführer Regel-air, und Stephan Gerwens, Geschäftsführer bei Terhalle, in den Produktionshallen des Fenster- und Türenbauers.Bild: Regel-air Becks GmbH & Co. KG

Herr Gerwens, was zeichnet ein gesundes Raumklima aus?

Stephan Gerwens: Wir bei Terhalle definieren es so, dass Behaglichkeit gegeben ist. Das bedeutet beispielsweise, keine unangenehmen Gerüche. Dazu achten wir bereits bei der Materialauswahl darauf, dass keine störenden Ausdünstungen auftreten. Wir sorgen auch dafür, dass ein ausreichender Luftaustausch stattfindet – egal, ob wir nur ein Fenster einsetzen oder das ganze Objekt errichten. Das Thema Lüftung fließt immer in unsere Planungen ein. Nicht zuletzt auch wegen der immer dichter werdenden Gebäudehülle spielt die Lüftung bei unseren Beratungen stets eine wesentliche Rolle. Gemeinsam mit Architekten und Planern suchen wir die optimale Lösung für den jeweiligen Kunden.

Sie sagen, die Gebäudehülle wird immer dichter, und auch das Fenster lässt nichts mehr durch. Wie lässt sich da ein zuverlässiger Luftaustausch generieren, ohne dass sich Einbrecher durch offen stehende oder gekippte Fenster eingeladen fühlen?

Das ist mittlerweile individuell lösbar. So gibt es automatisierte Lüftungssysteme oder Fensterfalzlüftungssysteme. Wir bevorzugen den Einbau von Fensterfalzlüftern.

 Jan Heying (links), Tischler bei Terhalle, zeigt Thomas Verhoeven, Geschäftsführer Regel-air, die freigefräste Aussparung, in die der Fensterfalzlüfter perfekt passt.
Jan Heying (links), Tischler bei Terhalle, zeigt Thomas Verhoeven, Geschäftsführer Regel-air, die freigefräste Aussparung, in die der Fensterfalzlüfter perfekt passt.Bild: Regel-air Becks GmbH & Co. KG

Wegen welcher Vorteile setzen Sie am liebsten Fensterfalzlüfter ein?

Fensterfalzlüfter sind unsichtbar verbaut, haben aber einen hohen Effekt. Zudem lässt sich exakt berechnen, wie viele Lüfter für einen zuverlässigen und ausreichenden Luftaustausch eingesetzt werden müssen. Mit den Fensterfalzlüftern wird völlig nutzerunabhängig zuverlässig gelüftet und die Feuchtigkeit der Raumluft abtransportiert. Das sorgt für ein angenehmes Raumklima und eine gute Luftqualität.

Funktioniert das auch bei innenliegenden Bädern, die kein Fenster haben?

Ja. Das wird bei der Planung des Lüftungskonzepts berücksichtigt. Fachmännisch berechnet, funktioniert das einwandfrei. Hier greifen wir gerne auf das Tool von Regel-air zurück, zu dem unsere Mitarbeiter auch geschult worden sind. Besonders an dem Tool ist aus unserer Sicht, dass es genau berechnet, wie Ventilatoren einzustellen und in welchem Raum wie viele Lüfter einzubauen sind.

Ist die Wahl der Fensterfalzlüfter beliebig oder gibt es da Unterschiede?

Es gibt tatsächlich Unterschiede – verschiedene Systeme für unterschiedliche Anforderungen der Luftaustauschraten. Aus der Erfahrung heraus greift man aber letztlich auf ein, zwei Systeme standardmäßig immer wieder zurück. Das lässt sich gut in den Stammdaten und Verkaufsgesprächen widerspiegeln.

Auf welche greift Terhalle regelmäßig zurück?

 Stephan Gerwens (links), Geschäftsführer bei Terhalle, mit Raphael Maas, 
technischer Berater bei Regel-air, am Prüfstand des Lüfterherstellers.
Stephan Gerwens (links), Geschäftsführer bei Terhalle, mit Raphael Maas, technischer Berater bei Regel-air, am Prüfstand des Lüfterherstellers.Bild: Regel-air Becks GmbH & Co. KG

Bei uns sind das im Holzfensterbereich die verschiedenen Lösungen von Regel-air, die projektspezifisch angepasst werden.

Beim Holzfenster wird der Platz für den Fensterfalzlüfter von Werk aus eingefräst, damit er unsichtbar bleibt. Gibt es Kunden, die das Einfräsen ablehnen?

Nein. Der Kunde wird ja im Vorfeld mit der Beratung über diese Funktion aufgeklärt. Zumal der Nutzen viel höher ist als der optische Nachteil, der selbst bei geöffnetem Fenster kaum sichtbar ist, da es die Lüfter in verschiedenen Farben gibt und sie sich so optisch kaum abheben.

Das Nachrüsten eines Fensterfalzlüfters am Holzfenster funktioniert aber auch?

Das ist auch möglich, allerdings mit einem gewissen Aufwand. Auch individuelle Lösungen wurden bereits mit Regel-air besprochen und geprüft, damit der Aufwand gering bleibt.

Wenn aber ein Fensterfalzlüfter für regelmäßigen Luftaustausch sorgt, kommt dann im Winter nicht die eiskalte Luft von draußen ins warme Innere?

Das ist ein Irrglaube. Ziel ist ja, die erhöhte Feuchtigkeit im Raum zu reduzieren. Durch den Feuchtigkeitsausgleich geht keine Heizenergie verloren. Die einströmende Luft tritt oberhalb der Kopfhöhe ein – dadurch nimmt man übrigens auch keinen Luftzug mehr wahr. Zum anderen sorgt die reduzierte Luftfeuchtigkeit für niedrigere Heizkosten, denn je mehr Feuchtigkeit in der Luft ist, desto mehr Energie zum Erwärmen ist nötig. So kann der Einsatz von Fensterfalzlüftern nicht nur für ein gesundes Raumklima sorgen, sondern auch beim Reduzieren der Heizkosten unterstützen.

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