Wie Holz-Verbindungen halten

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Ein Versuch, die langfristigen Kriech- und Biegebelastungen geklebter Brettschichtholz-Beton- und Holz-Faser-Kunststoff-Verbundplatten zu testen. – Bild: ©Yan Libo/Fraunhofer WKI

Wie erhalten sich geklebte Holz-Faser-Kunststoff- und Holz-Beton-Verbundsysteme über lange Zeiträume und unter verschiedenen Belastungen und Umweltbedingungen? Das untersuchte seit 2018 eine Nachwuchsgruppe vom Fraunhofer WKI und dem IBMB der TU Braunschweig. Das Projekt förderte die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.

Materialien und Methoden

Neben Holz untersuchte die Gruppe hybride Materialien, etwa Pflanzenfasern und Textilien, Glas- und Kohlefasern, Klebstoffe sowie Recycling-Beton. Methodisch analysierte man die jeweilige Mikrostruktur sowie chemische und mechanische Eigenschaften der Verbunde und Komponenten. Ziel war auch, geeignete Oberflächenbehandlungen zu entwickeln, damit die Materialien besser binden.

Ergebnisse zum Langzeitverhalten

Um das Langzeitverhalten besser abschätzen zu können, entwickelten die Forscher Lebenszyklus-Vorhersagemodelle, zugeschnitten auf Belastungen und Umweltbedingungen. Die Ergebnisse lieferten Daten, die den Einsatz von Hybrid-Baustoffen unterstützen können und helfen, die Dauerhaftigkeit bestehender Hybrid-Strukturen besser zu verstehen.

Nachwuchsförderung im Projekt

Neben dem Gruppenleiter Dr. Libo Yan beschäftigte das Projekt vier Postdoktoranden sowie neun studentische Hilfskräfte. 35 Abschlussarbeiten entstanden. Sechs Studenten schlossen während des Projekts ihre Promotion ab, zwei weitere recherchieren noch.