
Forscher des Fraunhofer WKI haben im Projekt LinumTube Sitzmöbel entwickelt, die sich leicht demontieren, umbauen, transportieren und recyceln lassen. Das Stecksystem besteht aus zwei Werkstoffen: Naturfasertextil und Stahlrohren. Ziel des Projekts war es, ökologische Lösungen für langlebige und wiederverwertbare Möbel zu schaffen.
Stecksystem ermöglicht Flexibilität
Die im Projekt entstandenen Bänke, Stühle und Hocker sind für den langfristigen Gebrauch entwickelt. Durch das Stecksystem sind sie schnell montiert und demontiert. Die Möbel für den Innenbereich bestehen aus einer Stahlrohr-Unterkonstruktion und einem Flachsfaserbezug. Das ermöglicht es, die Komponenten sortenrein zu trennen, wiederzuverwenden und zu recyceln. Das Konzept kommt ohne Klebstoffe und Schrauben aus.
Das eigens entwickelte, mehrlagige Flachsfasergewebe wird auf einer Doppelgreifer-Webmaschine gefertigt. Es erhält integrierte Kanalstrukturen, sodass keine zusätzliche Näharbeit nötig ist. Einzig die Ränder werden nach dem Weben versäubert. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt förderte das Projekt.
Vielfalt bei Material und Gestaltung
Verfügbar sind die Bezüge in verschiedenen Ausführungen, etwa bunt oder naturfarben und mit oder ohne Fransen. Optional sind LED-Streifen in das Gewebe integrierbar. Die Stahlrohre gibt es als Rund- oder Vierkantvariante.
Das Möbelkonzept erlaubt es, Gewebe und Konstruktion flexibel zu kombinieren. Die Dimensionen der Möbelstücke lassen sich anpassen, sodass verschiedene Gestaltungselemente aus den Komponenten möglich sind. Erste Prototypen waren bereits auf internationalen Möbelmessen zu sehen.
















