Holzindustrie in der Krise

HDH-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge warnt: "Die Krise geht ins dritte Jahr und trifft die Unternehmen immer härter."
HDH-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge warnt: „Die Krise geht ins dritte Jahr und trifft die Unternehmen immer härter.“Bild: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie

Die deutsche Holzindustrie bleibt in der Rezession. Von Januar bis November 2024 sank der Branchenumsatz um rund 8%. Besonders betroffen: die baunahen Segmente und die Holzwerkstoffindustrie mit fast 9% Rückgang. Auch Möbelhersteller (-7,6%), Sägewerke (-6,8%) und die Holzverpackungsindustrie (-5,5%) verzeichnen deutliche Verluste. Gleichzeitig nehmen Insolvenzen und Arbeitsplatzverluste zu.

Hauptgrund für die negative Entwicklung ist die Krise in der Bauwirtschaft: Hohe Baukosten, schlechte Finanzierungen und fehlende Neubauten bremsen die Nachfrage. Die Zahl der Betriebe mit über 50 Beschäftigten sank um knapp 3%, die Beschäftigtenzahl sogar um 4%.

„Die Krise geht ins dritte Jahr und trifft die Unternehmen immer härter“, warnt HDH-Geschäftsführer Denny Ohnesorge. Die Politik müsse dringend gegensteuern.