DeSH entwickelt Branchen-Versicherung für Brandschutz

Nur noch 72% der Betriebe der Holzindustrie sind versichert - weshalb der DeSH ein eigenes Deckungskonzept für die Branche entwickelt.
Nur noch 72% der Betriebe der Holzindustrie sind versichert – weshalb der DeSH ein eigenes Deckungskonzept für die Branche entwickelt. – Bild: ©Innovire AG/Thomas Laengle

Mit einem eigenen Deckungskonzept will der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) dem schwindenden Versicherungsschutz gegen Brandschäden in der Branche begegnen. Kern des Vorhabens ist eine sogenannte Captive – eine eigens gegründete Versicherungsgesellschaft. Sie wird gemeinsam mit dem Industrieversicherungsmakler Aon entwickelt und soll die Grundrisiken der teilnehmenden Unternehmen abdecken.

Grundlage ist ein neu entwickeltes Brandschutzzertifikat des DeSH. Es definiert Mindeststandards, setzt auf bewährte Verfahren sowie moderne Brandschutztechnik und sieht eine unabhängige Auditierung vor. Ziel: Individuelle Risikomanagement-Maßnahmen sichtbar machen und pauschale Branchenbewertungen vermeiden. Damit will der Verband eine Basis schaffen für stabile und langfristig kalkulierbare Versicherungslösen.

Hintergrund ist eine zunehmende Versicherungslücke: Laut DeSH-Umfrage sank der Anteil der versicherten Betriebe in der Holzindustrie von 93% im Jahr 2019 auf 72% 2025. Besonders mittelständische Betriebe sind betroffen.