
Mit einem eigenen Deckungskonzept will der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) dem schwindenden Versicherungsschutz gegen Brandschäden in der Branche begegnen. Kern des Vorhabens ist eine sogenannte Captive – eine eigens gegründete Versicherungsgesellschaft. Sie wird gemeinsam mit dem Industrieversicherungsmakler Aon entwickelt und soll die Grundrisiken der teilnehmenden Unternehmen abdecken.
Grundlage ist ein neu entwickeltes Brandschutzzertifikat des DeSH. Es definiert Mindeststandards, setzt auf bewährte Verfahren sowie moderne Brandschutztechnik und sieht eine unabhängige Auditierung vor. Ziel: Individuelle Risikomanagement-Maßnahmen sichtbar machen und pauschale Branchenbewertungen vermeiden. Damit will der Verband eine Basis schaffen für stabile und langfristig kalkulierbare Versicherungslösen.
Hintergrund ist eine zunehmende Versicherungslücke: Laut DeSH-Umfrage sank der Anteil der versicherten Betriebe in der Holzindustrie von 93% im Jahr 2019 auf 72% 2025. Besonders mittelständische Betriebe sind betroffen.
















