HDH fordert politischen Kurswechsel

HDH-Hauptgeschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge warnt: "Ohne eine politische Kehrtwende wird sich die Krise bis mindestens 2026 fortsetzen."
HDH-Hauptgeschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge warnt: „Ohne eine politische Kehrtwende wird sich die Krise bis mindestens 2026 fortsetzen.“Bild: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie

Die deutsche Holzindustrie leidet unter der Baukrise und einer anhaltenden Konsumflaute: 2024 gingen die Umsätze um 7,9% auf 37Mrd.€ zurück. Besonders betroffen waren die Holzwerkstoffindustrie (-9%) und der Baubereich (-8,6%). Aber auch die Möbelindustrie (-7,4%), die Sägeindustrie (-6,5%) und die Holzverpackungsindustrie (-5,2%) verzeichneten deutliche Einbußen.

„Der rückgängige Umsatz ist eine Folge der schwachen Baukonjunktur, der wachsenden Bürokratie und der verunsicherten Verbraucher“, erklärt Dr. Denny Ohnesorge, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH). Die Zahl der Baugenehmigungen sank 2024 drastisch. Gleichzeitig ging die Zahl der Beschäftigten in der Holzindustrie um 4,4% zurück, die Zahl der Betriebe mit über 50 Mitarbeitern sank um 2,8%.

Angesichts dieser Entwicklungen fordert der HDH von der künftigen Bundesregierung schnelle Maßnahmen, um den Wohnungsbau zu beleben. Ohne eine politische Kehrtwende werde sich die Krise bis mindestens 2026 fortsetzen, warnt Ohnesorge. Notwendig seien weniger bürokratische Hürden, verlässliche Förderpolitik und finanzielle Anreize für klimafreundlichen Bau. Besonders wichtig sei es, die Investitionen der letzten Jahre in seriellen und modularen Bau langfristig abzusichern.