HDH sieht verhaltenen Aufwärtstrend

HDH-Präsident Johannes Schwörer zufolge verbessern sich zurzeit die Geschäftserwartungen erstmals seit 2022 spürbar.
HDH-Präsident Johannes Schwörer zufolge verbessern sich zurzeit die Geschäftserwartungen erstmals seit 2022 spürbar.Bild: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie

Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) hat auf seiner Mitgliederversammlung die aktuelle Lage der Branche bewertet. Laut HDH-Präsident Johannes Schwörer verbessern sich die Geschäftserwartungen erstmals seit dem Jahr 2022 spürbar. Er verweist auf eine stabilen Bausektor, warnt jedoch vor zu großem Optimismus: Es werden nur langsam mehr Baue genehmigt. Daher bleibt die wirtschaftliche Lage für viele Unternehmen angespannt.

Nach Angaben des Verbands war die Stimmung im Mai und im Juni so positiv wie seit drei Jahren nicht mehr. Die Einschätzungen zur Geschäftslage basieren auf dem HDH-Konjunkturindikator, der wiederum die Daten des IFO-Instituts auswertet. Die Zuversicht bezieht sich auf die Erwartungen für die kommenden sechs Monate. Schwörer sieht darin ein wichtiges Signal für die Branche – fordert aber zugleich politische Maßnahmen für eine nachhaltige Erholung. Dazu zählen eine geringere Umsatzsteuer und verbesserte Ausschreibungen.

Mit Blick auf die EUDR forderte der HDH-Präsident zudem überarbeitete Nachweispflichten für die Industrie. Ziel: den bürokratischen Aufwand für die Unternehmen verringern.