Resteverwaltung, kleine Restteile und Kleinteile sind immer Herausforderungen im Nesting. Wie gehen Sie mit diesen um?
Einen halben Meter Gipskarton wird kaum jemand einlagern, genauso ist es oft mit OSB-Verschnitt. Aber vorher in Länge und Breite definierte Reststücke können formatiert und wieder eingelagert und im nächsten Lauf priorisiert berücksichtigt werden. Wir können auch automatische Lagerung, also Ein- und Austransport, mit Robotern oder automatischen Lagersystemen unterstützen. Größere Restteile, die nicht wieder eingelagert werden sollen, sind oft unhandlich und nur unergonomisch durch den Mitarbeiter abzunehmen bzw. in den Hacker zu werfen. In vielen Betrieben liegt eine Handkreissäge neben der Maschine, um unhandliche Teile passend für den Hacker zu durchtrennen. Aus Sicherheitssicht ist es nicht optimal, wenn der Bediener zwischendurch zur Handkreissäge greifen muss. Solche Zusatztätigkeiten sind für Unfälle prädestiniert. Wir können die Teile aber bereits im Nesting so vorschneiden, dass sie komfortabel abgenommen werden können und Dimensionen haben, die der Hacker ohne Probleme verarbeiten kann. Kleinteile, also Teile, die nur sehr schwer gesaugt werden können, können wir automatisch als erste bearbeiten, wenn das Vakuum noch besonders stark ist. Ebenso können sie mit sogenannten Stegen versehen werden, um zu verhindern, dass sie von der Absaugung angesogen werden. Zu guter Letzt können kleine Restteile – wie z.B. die typischen Kreuze die beim Schachteln verrundeter Teile entstehen – große Probleme mit der Absaugung verursachen, da sie angesaugt werden und sich dann im Schlauch verkanten. Um dies zu vermeiden, kann in BetterNest eine Prüfung der Rest-Geometrien erfolgen und solche Teile voll zerspannt werden.
Lohnt sich das Wiedereinlagern von Resten?
Einen halben Quadratmeter Gipskarton wird kaum jemand einlagern, genauso ist es mit OSB-Verschnitt. Anders beim Massivholz, wobei auch Vollzerspanung eine Option ist, wenn dann damit die Halle geheizt wird. Grundsätzlich zeigt die Erfahrung, dass Reste, die eingelagert werden, bevorzugt im Nesting verwendet werden sollten, um keine großen Restpostenlager entstehen zu lassen. Dies ist bei BetterNest natürlich möglich. Der VCMC-HZ spannt Werkstücke seitlich. Sein beidseitiger Anschlag senkt Rüstzeiten und steigert die Leistung. Vier Spannhöhen und die Wahl zwischen Druckluft oder Mechanik garantieren Anwendern maximale Flexibilität. ‣ weiterlesen
Mehr Platz auf Konsolentischen

Wie sieht die Leistungsfähigkeit im Holzbau aus: Treten dort nicht die relevanten Softwarethemen hinter die Performance der Maschinen zurück?
Software ist immer ein Multiplikator, der den effizienten Einsatz der Anlagen überhaupt erst ermöglicht. Ohne Daten weiß die Maschine nicht, was sie tun soll. Daher sollte der Automatisierungs-Prozess immer von der Quelle – und das sind nun einmal die Fertigungsdaten – gedacht werden. Das ermöglicht auch, bereits früh im Projekt mögliche Fertigungsstrategien zu besprechen. Und diese wiederum definieren Anforderungen an Werkzeug und Maschinenleistung.















