Eine Herausforderung sowohl für die Maschine als auch für die Software im Holzbau ist ja die Materialvielfalt. Wie gehen Sie dieses Thema an?
In NC-HOPS und im Nesting kann mit Materialien gearbeitet werden und über das Material Werkzeuge und Bearbeitungsstrategien definiert werden. So kann z.B. festgelegt werden, dass Dämmplatten immer gesägt werden, auch wenn das nebenliegende Teil durch den Auslauf verletzt wird. Außerdem gilt: Egal ob ein Teil händisch in NC-HOPS angelegt oder aus einem CAD übernommen wird, der Anwender kann nur für dieses Material freigegebene Werkzeuge verwenden. Ebenso können für ein Werkzeug für verschiedene Materialien unterschiedliche Vorschübe vorgegeben werden.
Gibt es Bearbeitungs-Makros dazu?
Je nach Material können spezifische Bearbeitungs-Makros angelegt und sehr einfach verwaltet werden. Es kann z.B. festgelegt werden, dass im Vollholz mit einem anderen Werkzeug und anderen Zustellungen gearbeitet wird als im Plattenmaterial. Hier werden je nach Material spezifische Bearbeitungsstrategien zugrunde gelegt und können jederzeit durch den Anwender ergänzt oder abgeändert werden.
Wie verknüpfen Sie all diese Themen?
Sie merken es – das Thema als solches ist komplex und mit jeder Bearbeitungsstrategie, mit jedem Material geht der Fächer weiter auf. Deswegen ist es wichtig, das Ganze handhabbar zu halten. Das gelingt uns durch eine Verkettung der jeweiligen Lösungen für das einzelne Problem: So kann der Kunde z.B. Bearbeitungsstrategien mit dem Material verknüpfen genauso wie den Umgang mit Reststücken. So ergibt sich je Material eine Kette von Bedingungen, die in sich klar und handhabbar ist, z.B. wenn Material Gips, nur fräsen um Spachtelkannte zu erhalten, Reste unter einem Quadratmeter in den Abfall, größere Wiedereinlagern. Diese Art von Ketten gehen wir mit unseren Kunden im Projekt durch, um die für den jeweiligen Betrieb optimale Lösung zu schaffen.
















