„Wir investieren viel in Führung und Persönlichkeitsentwicklung“

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Bild: IMA Schelling Group GmbH

Herr Lehner, Sie sind seit Anfang 2024 CEO bei der IMA Schelling Group. Können Sie schon ein erstes Fazit ziehen – zunächst für das Unternehmen?

Maximilian Lehner: Ja. Für uns ist sicherlich ein wichtiger Schritt die Entscheidung, in neue Märkte zu expandieren. Wir möchten unser Geschäft noch internationaler aufstellen, also über die EU hinaus in Richtung Asien. Für den Start haben wir eigens zwei Tochterfirmen gegründet mit Sitz in der Türkei und Indien.

Und für Sie?

Nun, mein persönliches Resümee bezieht sich natürlich auf meine neue Funktion. Als CEO habe ich die Verantwortung für das gesamte Unternehmen übernommen. Zu meinen Aufgaben gehören jetzt alle Belange – von den Mitarbeitern über die täglichen Abläufe bis zur strategischen Ausrichtung. Auf diese Tätigkeit habe ich mich intensiv vorbereitet, unter anderem als Assistent der Geschäftsleitung und CFO. Aber es ist nochmal etwas Anderes, in dieser Position zu sein. Zudem habe ich mehrheitlich Anteile am Unternehmen, bin also eng mit IMA Schelling verbunden.

Der VDMA hat zuletzt von einem Bestellrückgang um 17% im Vergleich zum Vorjahr im Maschinen- und Anlagenbau berichtet. Wie begegnen Sie den aktuellen Herausforderungen im Markt? Und wie schätzen Sie die weitere Entwicklung ein?

Bei uns in der Branche fällt der Rückgang sogar noch höher aus. Für Maschinen der Holzbearbeitung verzeichnen wir ein Minus von 25 bis 30%. Im Augenblick spüren wir das noch nicht in dem Ausmaß, weil wir einerseits einen großen Überhang an Aufträgen aus den Vorjahren haben. Zum anderen versuchen wir, mit unserer internationalen Ausrichtung der Entwicklung entgegenzuwirken.

Mit den Ansätzen zur Kreislaufwirtschaft und der Werksüberholung von Gebrauchtmaschinen nimmt Ihr Unternehmen eine Vorreiterrolle ein. Trotzdem müssen Sie wirtschaftlich bleiben und als Geschäftsführer ökonomisch denken. Wie verträgt sich das mit dem Nachhaltigkeitsanspruch?

Die Werksüberholungen von Gebrauchtmaschinen haben wir zu einem lukrativen Geschäft ausgebaut. So gehen bei uns Nachhaltigkeit und Ökonomie zusammen.

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