TwinCAT Analytics mit einfach konfigurierbarem Condition Monitoring

Frequenzanalyse ohne Programmierung

Die Software TwinCAT Analytics von Beckhoff bietet einen vollständigen Workflow von der Datenerfassung über die Datenspeicherung und Analyse bis hin zum Dashboard für die kontinuierliche Maschinenüberwachung. Innerhalb dieses Workflows, aber auch für temporäre Maßnahmen - wie z. B. bei der Maschineninbetriebnahme - können nun auch traditionelle Condition-Monitoring-Algorithmen durch einfache Konfiguration, also ganz ohne Programmierung, genutzt werden.
 In TwinCAT Analytics lassen sich ohne Programmieraufwand Condition-Monitoring-Algorithmen einbinden.
In Twincat Analytics lassen sich ohne Programmieraufwand Condition-Monitoring-Algorithmen einbinden. – Bild: Beckhoff Automation GmbH & Co. KG

Bereits im Jahr 2010 hat Beckhoff die Condition-Monitoring-Bibliothek für TwinCAT vorgestellt. Diese zeichnet sich durch zahlreiche Algorithmen aus, mit denen neben Funktionen wie z. B. Magnitudenspektrum, Einhüllende, Zoom FFT, Power Cepstrum und verschiedene RMS-Berechnungen auch Momentkoeffizienten, diskrete Klassifikation sowie Vibration Assessment nach ISO-Standard möglich sind. Alle Funktionen sind als SPS-Funktionsbausteine verfügbar, sodass sich Condition-Monitoring-Funktionen u. a. zur dauerhaften Wälzlager- oder Getriebeüberwachung direkt und einfach in die Maschinensteuerung integrieren lassen.

Konfigurieren statt Programmieren

Der Aufwand für Inbetriebnehmer und Servicetechniker, um für eine punktuelle Überprüfung der Maschine beispielsweise ein Frequenzspektrum zu berechnen, war bisher allerdings recht hoch. Genau hier setzt TwinCAT Analytics an, indem es eine Programmieraufgabe auf eine reine Konfigurationsaufgabe reduziert: Alle Condition-Monitoring-Algorithmen stehen in der Analytics Toolbox zur Verfügung und können einfach in die Oberfläche gezogen und konfiguriert werden. Anschließend liefert ein „Start Record“ die Ergebniswerte am Ausgang der Bausteine, die sich aufgrund der Interaktion von TwinCAT Analytics und TwinCAT Scope View grafisch und sehr übersichtlich im Charting-Tool darstellen lassen.

Auf diese Weise erhält der Maschineninbetriebnehmer oder Servicetechniker mit dem TwinCAT Analytics Service Tool (TE3520) eine sehr einfach zu bedienende Lösung und eine optimal interpretierbare Ergebnisdarstellung. Eine kontinuierliche Überwachung mithilfe der Condition-Monitoring-Algorithmen kann gleichermaßen komfortabel in der TwinCAT Analytics Workbench (TE3500) konfiguriert und automatisch in lesbaren SPS-Code umgewandelt werden. Dieser Code lässt sich dann auf die lokale Maschinensteuerung oder auf ein Remote-Gerät herunterladen, um parallel zur Maschinenapplikation die notwendigen Berechnungen durchzuführen. Die hier einsetzbare Visualisierungslösung TwinCAT HMI rundet den Analytics Workflow mit der automatischen Erstellung eines Analyse-Dashboards ab.

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Reichenbacher Hamuel GmbH
Bild: Reichenbacher Hamuel GmbH
Auf Knopfdruck Haus

Auf Knopfdruck Haus

Wohnraum ist knapp und wird immer teurer. Der Holzbau hat sich inzwischen weltweit im Bauwesen einen wichtigen Platz erobert, vor allem mit Blick auf umweltgerechtes Bauen. Bei Reichenbacher Hamuel fand dazu Anfang November ein Expertentreff unter dem Motto „Auf Knopfdruck Haus!“ statt. Die Resonanz war groß, denn zu den Aspekten der Nachhaltigkeit sowie zur Frage, wieviel Individualität sich eine Gesellschaft im Hinblick auf knappe Ressourcen noch leisten kann, gab es viele interessante Statements.

Bild: Leitz GmbH & Co. KG Werkzeugfabrik
Bild: Leitz GmbH & Co. KG Werkzeugfabrik
Eine Frage der Philosophie

Eine Frage der Philosophie

Beim Plattenaufteilen gilt der Einsatz von Kreissägeblättern auf Plattenaufteilsägen als klassische Bearbeitungsvariante. Alternativ können Anwender auch Schaftfräser verwenden. Je nach Fertigungsmenge und Individualisierungsgrad muss abgewägt werden, welches für den individuellen Anwendungsfall das wirtschaftlichere Bearbeitungsverfahren sein kann. Leitz bietet mit seinem breiten Produktprogramm für beide Fertigungsverfahren Lösungen, die durch Qualität, Performance und Produktivität überzeugen.

Bild: TeDo Verlag GmbH
Bild: TeDo Verlag GmbH
„Die Nesting-Maschine muss her „

„Die Nesting-Maschine muss her „

„Wie lassen sich Fertigungsabläufe optimieren?“ Diese Frage stellen sich Ernestine Jungbeck und ihr Sohn Norbert von der Schreinerei Küchenstudio Jungbeck immer wieder. „Man muss heute so viel automatisieren und digitalisieren, wie es nur geht“, davon sind die Schreinermeisterin und der Schreinermeister überzeugt. Aber das funktioniert nur mit einem gut abgestimmten Maschinenkonzept. „Nesting gehört bei uns unbedingt dazu.“

Schmalz wächst weiter

Schmalz wächst weiter

Fabulous 29: Seit Mitte Oktober 2022 ist die Schmalz-Familie nun an 29 Standorten vertreten.