Chancen des industrialisierten Holzbaus
Im Vortrag von Roland Kühnel, Geschäftsführer von Timpla by Renggli, ging es um ‚Binge Building‘ und Antworten auf die Frage, wie viel Serie tut uns gut? Er ging detailliert auf das Spannungsfeld Bauen-Klima-Kosten ein und sprach über die wahren Herausforderungen des industriellen Bauens. Sein Credo: Der industrialisierte Holzbau müsse morgen dort sein, wo andere Industriebranchen heute schon seien. Dabei gehe es um die digitale Integration verschiedenster Prozesse und um universelle Schnittstellen für alle Applikationen. Als Beispiel stellte er das neue Holzmodulwerk der Firma mit 20.000m² Produktionsfläche am Standort Eberswalde bei Berlin vor, wo eine sehr komplexe und flexible Fertigung aufgebaut werde. Die Mission: Industrieller Holzmodulbau als nachhaltige Alternative für Wohnungs- und Objektbau.
Datendurchgängigkeit
In der anschließenden Podiumsdiskussion kam neben dem Aspekt der Datengenerierung für die Produktion auch die Frage auf, wie Bauteile in einem automatisierten Prozess zur Identifikation markiert werden könnten. Geschäftsführer Thomas Czwielong von Reichenbacher verwies dabei auf verschiedene Möglichkeiten, die sowohl vor- als auch nachgelagert zum Einsatz kommen könnten. So könnten Anlagen beispielsweise mit einem Laserdrucker ausgestattet werden, der die Platten schon im Rohzuschnitt beschrifte. Er ergänzte, dass manche Treppen- oder Türenhersteller sogar schon einen Schritt weitergingen und RfID-Systeme einsetzten. Über kleine Transponder zum kontaktlosen Datenaustausch, ließe sich das Bauteil zu jedem Zeitpunkt und an jedem Platz bis hin zur Baustelle identifizieren.
Automatisierung immer wichtiger
Dass immer mehr Firmen auch der Innengewerke nachfragen, wie sie sich stärker vom Handwerk in Richtung industrielles Arbeiten entwickeln können, überrascht Vertriebsleiter Volker Budzinski nicht. „Wir haben es mit einer neuen Generation an Entscheidern zu tun, die sehr technikaffin ist“, so seine Erklärung. Und aus dem Grund werde die Automatisierung eine immer wichtigere Rolle einnehmen, egal ob es um die Herstellung von Wänden, Decken, Dachstühlen, Treppen, Fenster und Türen gehe.
















