Mehrwegestapler

Handling von Holzwerkstoffen kundenindividuell optimieren

Der Holztransport in Sägewerken unterliegt bestimmten Anforderungen. Etwa bei der Produktion von Schnitt- oder Konstruktionsvollholz wie auch Dielenböden müssen die Stapler häufig auf unwegsamem Gelände und durch schmale Gänge fahren. Hierzu setzen Sägewerke meist auf klassische Front- oder Seitenstapler. An drei Einsatzbeispielen bei den österreichischen Familienunternehmen Sägewerk und Hobelwerk Klappacher, Sägewerk Pfoser und Massivholzprofi Dickbauer gehen wir der Frage nach, warum Mehrwegestapler eine sinnvolle Erweiterung zum Transport von Holzwerkstoffen in Sägewerken darstellen können.
 Enge Gänge sind beim Holzhandling im Sägewerk Pfoser kein Hindernis.
Enge Gänge sind beim Holzhandling im Sägewerk Pfoser kein Hindernis.Bild: Hubtex Maschinenbau GmbH & Co. KG

Die beiden Staplertypen Seiten- und Frontstapler sind im Sägewerkseinsatz durchaus beliebt. Der Grund dafür liegt meist an den guten Eigenschaften dieser Fahrzeuge für den Außenbereich. Große Bereifung und hohe Geschwindigkeiten spielen dabei die größte Rolle. Allerdings benötigen sie breite Gänge und können sich nur in zwei Richtungen bewegen. Sie sind somit in ihrer Flexibilität durch große Wenderadien eingeschränkt. Zudem ist in diesem Produktsegment der Anteil von dieselbetriebenen Fahrzeugen hoch. Eine gute Alternative zum Einsatz von Front- und Seitenstaplern können Mehrwegestapler mit Elektroantrieb sein – eine Kernkompetenz von Hubtex. Anwender profitieren von höheren Lagerkapazitäten durch engere Gänge, dem uneingeschränkten Wechsel zwischen Innen- und Außeneinsatz und den niedrigeren Betriebskosten des Elektroantriebs.

Die Vorteile von Mehrwegestaplern nutzen ab sofort auch die österreichischen Familienunternehmen Klappacher, Pfoser und Dickbauer in Ihren Sägewerken. Ein wichtiger Grund für alle drei Anwender liegt in der hohen Wendigkeit der Hubtex-Mehrwegestapler, welche aber auch in anspruchsvollen Geländesituationen überzeugen konnten. Zudem erlaubt der breite Baukasten bei Hubtex einen hohen Individualisierungsgrad, wodurch die Modelle PhoeniX und MaxX perfekt an die individuellen Bedürfnisse und Anforderungen der Holzprofis angepasst werden konnten.

 Ladung stets gut im Blick: MaxX 45 im Einsatz im 
Säge- und Hobelwerk Klappacher
Ladung stets gut im Blick: MaxX 45 im Einsatz im Säge- und Hobelwerk KlappacherBild: Hubtex Maschinenbau GmbH & Co. KG

Erhöhte Bodenfreiheit bei Pfoser

Für das Ulrichsberger Sägewerk Pfoser wurde der PhoeniX in seiner Bodenfreiheit von 90 auf 150mm erhöht. Von dieser Anpassung profitiert Pfoser vor allem in der Blocklagerung, welche typisch im Sägewerkseinsatz ist. Durch das Vierrad-Fahrwerk mit zwei hintereinanderliegenden Achslinien kann der kompakte PhoeniX in Querfahrt wie ein Frontstapler an den Holzstapel heranfahren, aber die am Boden liegenden Holzstaffeln aufgrund des großen Radstandes dennoch bequem überfahren. Durch die Anbringung von Regalführungsrollen spielt der Seitenstapler mit Mehrwegelenkung zudem seine Vorteile im Schmalgang aus. Die Gerätebreite wurde exakt an das Hallenlayout mit einer neuen Kragarmregalanlage angepasst. So entstand wertvolle neue Lagerkapazität.

Sonderteleskopgabel bei Klappacher

Das Säge- und Hobelwerk Klappacher aus Salzburg hat sich für den MaxX 45 von Hubtex entschieden. Der Fokus von diesem Gerätetyp liegt auf der Ergonomie und der hohen Rundumsicht. Für den Einsatz im Sägewerk wurde der MaxX mit einer Teleskopgabel ausgestattet. Gerade in der Blocklagerung werden aufeinandergestapelte Schnittholzpakete immer mit Unterleghölzern getrennt. Die Einfahrhöhe für die Gabelzinken ist dann entsprechend gering, wodurch der Einsatz von Standard-Teleskopgabelzinken aufgrund des größeren Querschnitts zu Beschädigungen an der Ware führen kann. Die Teleskopgabeln bei Klappacher zeichnen sich durch eine speziell für diesen Einsatz passende Höhe von 44mm aus. Diese ermöglicht es, die Ladung schnell und ohne Beschädigungen aufzunehmen. Weitere wichtige Aspekte sind Geschwindigkeit und Sicht. In Querfahrt sind bis zu 10km/h möglich, wobei die elektrische hubhöhenabhängige Überwachung der Querfahrt für maximale Sicherheit auch im beladenen Zustand sorgt. Ein weiterer Sicherheitsaspekt: zwei Kameras, angebracht an Mast und Kabinendach, die auch bei voller Beladung oder in engen Lagerarealen einen guten Überblick bieten.

Universeller Einsatz bei Dickbauer

Im Einsatz beim Massivholzprofi Dickbauer aus Schlierbach zeigt sich der Vorteil der Mehrwegelenkung im klassischen Sägewerkseinsatz. Im Außenlager kann der Mehrwegestapler lange Lasten seitlich transportieren. Dadurch sind die Gänge, ähnlich zum Seitenstapler, entsprechend schmal dimensioniert. Beim anschließenden Transport der Holzwerkstoffe in die Trockenkammer oder zu den Bearbeitungsmaschinen spielt die Mehrwegelenkung dann ihre Vorteile aus: Hier kann fließend von der Längsfahrt (Seitenstaplermodus) in die Querfahrt (Frontstaplermodus) gewechselt und entsprechend Zeit eingespart werden. Fahrzeugwechsel zwischen Seiten- und Frontstapler sind nicht mehr erforderlich. Eine weitere Erleichterung bietet die im Stapler integrierte Wiegeeinrichtung. Eine externe Waage ist damit nicht weiter nötig und spart somit Arbeitsschritte und Zeit. Auch bei diesem Gerät wurde eine zusätzliche Kamera verbaut. Sie befindet sich am Gabelträger und ist durch eine LED-Lampe ergänzt. Diese schaltet sich via Sensor bei Bedarf automatisch ein und sorgt dadurch jederzeit für eine gute Ausleuchtung des Arbeitsbereichs.

Seiten: 1 2Auf einer Seite lesen

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: Gataric Fotografie
Bild: Gataric Fotografie
Holzkopf im allerbesten Sinne

Holzkopf im allerbesten Sinne

Im Technologie- und Gewerbepark Eberswalde in der Nähe von Berlin entsteht das größte Holzmodulwerk Deutschlands – die neu entstandene Marke timpla der Renggli Deutschland GmbH setzt mit einer Produktionsfläche von 20.000m² neue Maßstäbe für die Fertigung klimafreundlicher und mehrgeschossiger Gebäude. Grund genug für ein Gespräch mit Geschäftsführer Roland Kühnel über die künftige Rolle von Holzmodulen beim Bau nachhaltiger Häuser.

Bild: Barbaric GmbH
Bild: Barbaric GmbH
Traditionelle Türen, 
moderne Maschinen

Traditionelle Türen, moderne Maschinen

Das 1936 gegründete Familienunternehmen Nießing aus dem Münsterland fertigt hochwertige Türen für den Innenbereich in exklusiver Möbelqualität. Ob massiv, furniert, HDF lackiert oder mit Alueinlage – der traditionsreiche Tischlerbetrieb setzt dabei auf hochmoderne Maschinen und Anlagen aus dem Hause Barbaric.