Feinschliff im Akustikpaneel

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Alois Zahner (Crea-Form) und Erich Lüchinger (Biesse) begutachten die flexiblen Bürsten der Rover Fin Up S – Bild: Biesse Deutschland GmbH

Seit 1999 fertigt der Familienbetrieb Crea-Holz aus Benken am Zürichsee maßgeschneiderte Wohnlösungen. Die 17 Mitarbeiter haben bereits hunderte Projekte umgesetzt. Der Zufriedenheit der Kunden misst Gründer und Geschäftsführer Alois Zahner besondere Bedeutung bei. Das Angebot reicht von individuell geplanten Küchen und Möbeln über Bäder bis zu Inneneinrichtungen für Wohnen und Arbeiten. Auch zum Portfolio gehören schallabsorbierende Akustikplatten mit integrierter LED-Beleuchtung – geeignet für unterschiedlichste Umgebungen.

Ausstellung und Beratung

Kunden können sich in einer modern gestalteten Küchen- und Möbelausstellung vor Ort selbst ein Bild von dieser Arbeit machen. „Wir beraten gerne in allen Fragen rund ums Holz“, sagen Zahner und seine Frau Annemarie. Diese persönliche Beratung sieht das Ehepaar als Grundlage für die Umsetzung individueller Wünsche. Denn erst nach einem detaillierten Gespräch wird gemeinsam mit dem Team aus Schreinern, Innenausbauern, Architekten und Zeichnern ein konkretes Projekt geplant und realisiert.

CNC, Robotik, Tradition

Der Erfolg gibt dieser Philosophie recht: Die Belegschaft des Unternehmens wächst seit Jahren stetig. Auch der Nachwuchs packt als Geselle schon mit an – Nachfolge und Fortsetzung der Familientradition nicht ausgeschlossen. „Unser Maschinenpark erledigt die unterschiedlichsten Arbeiten, sorgt für genaue Ergebnisse und millimetergenaue Schnitte“, sagt Zahner. Dafür legt Crea-Form Wert auf CNC-Technik, Robotik und automatische Bestückung.

Schleifen auf engem Raum

Mit steigender Nachfrage nach Akustikplatten wurde die Erweiterung des Maschinenparks nötig. „Wir mussten ein Schleifzentrum anschaffen, das unsere Ansprüche an den Schleif- und Reinigungsprozess erfüllt – und zum eingeschränkten Platz passt“, sagt Zahner. Wichtig waren ihm auch ein bezahlbarer Preis, hohe Flexibilität und spezielle Oberflächeneffekte. So fiel die Wahl auf eine Schleifmaschine vom Typ Opera 5 bzw. Rover Fin Up S von Biesse, die seit Februar in der Werkstatt steht. Mit dem Hersteller hatte Zahner bereits gute Erfahrungen in Form einer CNC-Anlage gemacht. Charakteristisch für die Schleifmaschine sind ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten: Sie übernimmt verschiedene Arbeitsschritte, darunter Schleifen, Bürsten, Kalibrieren und Reinigen – auch auf engem Raum.

 Biesse hat das Schleifzentrum mit einer 
zusätzlichen Bandreinigung auf den Aggregaten ausgestattet.
Biesse hat das Schleifzentrum mit einer zusätzlichen Bandreinigung auf den Aggregaten ausgestattet.Bild: Biesse Deutschland GmbH

Bürsten für 3D-Strukturen

Die Maschine erzielt Effekte wie Wellen-, Hobel- und Altholzstrukturen – und kann selbst 3D-Strukturen mit ihren vertikalen und längsflexiblen Bürsten bearbeiten. Besonders beim Schleifen und Reinigen gelochter Akustikplatten sieht der Geschäftsführer Vorteile durch das X-Spin-System, das für saubere Ergebnisse ohne Rückstände sorgt: Drei Bürsten sind in einer kreisförmigen, orbitalen Bewegung angeordnet und drehen sich dabei selbst. Daneben kann die Anlage weitere Aufgaben ausführen, etwa das Bürsten von Siebdruckplatten und die Bearbeitung von Lackoberflächen.

Spürbar weniger Schleifbandverbrauch

Eine Besonderheit der Installation sind die Schiebetüren auf der Service-Seite – eine Anpassung an die räumlichen Bedingungen in Benken. Drei Wochen nach der Inbetriebnahme und einer Nachjustierung durch einen Fachmann erwiesen sich Bedienung und Ergebnis als zuverlässig und effizient. Es folgte eine ausgiebige Schulung. Seither übersteigen bei Crea-Holz sowohl Leistungsfähigkeit als auch Wirtschaftlichkeit die Erwartungen: Bei der Bearbeitung von rund 9.000 Quadratmetern wurde weniger als die Hälfte der vorher üblichen Schleifbänder benötigt. Ausgestattet ist die Fin Up mit einer Bandlänge von 2.620 Millimetern und einer zusätzlichen Bandreinigung.

Gantry-Struktur schafft Vielseitigkeit

Neben der neuen Schleifmaschine ist seit fünf Jahren das Bearbeitungszentrum Rover Multi Up MGP 1556 im Einsatz. Die CNC-Technik ermöglicht viele Anwendungen, von der Herstellung von Fenstern und Türen über Treppen und Arbeitsplatten bis hin zu Einrichtungen. Eine Gantry-Struktur mit fünf Achsen, Endlosrotation der C- und B-Achse, einem Werkzeugmagazin mit zwölf und einem mitfahrenden sechzehnfachen Revolverwechsler sorgt für Effizienz und Flexibilität bei der Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe. Mit Blick auf die Massivholzbearbeitung stellt das in je zwei Arbeits- und Spannbereiche unterteilte Vakuumsystem eine Leistung von 250 Kubikmetern pro Stunde bereit.

Vertrauen durch Kontakt

„Die CNC läuft super, ebenso wie die Schleifmaschine“, stellt Zahner fest. „Was will man mehr?“ Die Zusammenarbeit mit Biesse und insbesondere mit dem Gebietsverkaufsleiter Erich Lüchinger schätzt er besonders: „Die Chemie hat gleich gestimmt – wir denken beide lösungsorientiert.“ Regelmäßige Wartungsbesuche und Schulungen stärken das Vertrauen. Zwar sind derzeit keine neuen Investitionen geplant. „Aber ich weiß, an welchen Hersteller ich mich im Zweifel wende“, schließt Zahner.