ProHolzfenster skeptisch

Holzfenster Credit Sorpetaler
Für ProHolzfenster ist Holz als CO2-Speicher eine wirksame, marktreife Lösung für den Klimaschutz – und neueren Ansätzen überlegen. – Bild: Bundesverband ProHolzfenster e.V.

Der Bundesverband ProHolzfenster bewertet das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung skeptisch. Besonders bei Gebäuden sieht der Verband Lücken zwischen Maßnahmen und Handlungsbedarf. Zugleich bemängelt er, das Programm liefere nicht genug Impulse für den Baustoff Holz. Dem Verband zufolge sollten Maßnahmen an der Gebäudehülle, vor allem Fenstertausch, künftig genauso gefördert werden wie Heizungsmodernisierungen. Nur so ließen sich Sanierungen steigern. Energieeffiziente Gebäude entstünden nicht allein durch neue Heizsysteme, sondern vor allem durch weniger Eigenbedarf.

Fördervolumen und Planungssicherheit

Trotz neuer Boni bleiben Förderungen hinter dem Bedarf zurück, sagt der Verbandsvorsitzende Eduard Appelhans. Zudem weist er darauf hin, dass kurzfristige Haushaltsentscheidungen und wiederholte Programmunterbrechungen die nötige Investitionsdynamik bei bestehenden Gebäuden gefährden. Planungssicherheit sei zentral für Investitionen in energetische Sanierungen.

Forderungen und Warnungen

Weiter kritisiert ProHolzfenster, das Klimaschutzprogramm vernachlässige den Anteil nachhaltiger und nachwachsender Rohstoffe im Bauwesen. Holzfenster leisteten einen doppelten Beitrag zum Klimaschutz: Sie verbessern die Energieeffizienz und speichern langfristig CO2. Förder- und Regulierungsansätze müssten das systematisch abbilden.

Der Verband fordert darum Erleichterungen beim Bauen mit Holz und die Umsetzung bestehender Initiativen. Zugleich warnt Appelhans vor neuen, unausgereiften Ansätzen wie der sogenannten Bio-Treppe, deren Biomasseversorgung er für unsicher hält. Für ProHolzfenster sind energieeffiziente Fenster und Holz als CO2-Speicher wirksame, marktreife Lösungen – und bereits jetzt verfügbar.