
Für das Jahr 2026 erwartet der VDMA Holzbearbeitungsmaschinen einen Rückgang der Produktion um rund sieben Prozent. Damit würde die Produktion zum dritten Mal in Folge sinken. Der Auftragseingang stieg in den ersten vier Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um sieben Prozent. Das führt der Verband unter anderem auf einige größere Aufträge zurück. Auf eine Trendwende lasse das jedoch nicht schließen.
Unterschiede zwischen den Märkten
Stark vom Abschwung betroffen ist der primäre Holzbearbeitungsmaschinen-Bau, darunter Sägewerkstechnik und Anlagen für die Holzwerkstoff-Herstellung. Maschinen für die Weiterverarbeitung sind weniger stark betroffen. Vergleichsweise günstig ist die Lage bei Herstellern, deren Kunden Holz für die Bauwirtschaft aufbereiten. Das begründet der Verband mit weniger zurückhaltenden Investitionen in diesem Bereich. Als Hintergrund gelten steigende Marktanteile des Holzbaus in Europa und weiteren Märkten.
Exporte entwickeln sich unterschiedlich
2025 gingen die Exporte deutscher Holzbearbeitungsmaschinen um elf Prozent auf 2,26 Milliarden Euro zurück. Im ersten Quartal 2026 lagen sie mit 570 Millionen Euro zwei Prozent über dem Vorjahresquartal. In dieser Zeit waren die USA der wichtigste Exportmarkt. Ohne Produktionsanlagen für Holzwerkstoffe lag China an erster Stelle, gefolgt von Polen, Frankreich und den USA. Überdurchschnittlich gut entwickelten sich die Märkte in Österreich, Litauen und Italien.
Unternehmen passen sich an
„Nach drei Corona-Jahren stehen wir jetzt im dritten Jahr mit Produktionsrückgängen“, erklärte der Verbandsvorsitzende Markus Hüllmann. Dennoch seien fast alle Unternehmen der Branche auf einem guten Weg, sich an veränderte Märkte anzupassen. „Die Transformation ist in vollem Gange.“ Geschäftsführer Dr. Bernhard Dirr ergänzte: „Ingenieurskunst allein reicht nicht mehr.“ Die Branche dürfe sich nicht in technischen Details verlieren, sondern müsse mit Automatisierung und Digitalisierung den Unterschied machen. „Den Kunden interessiert, ob eine Technologie zu seinem Geschäftsmodell passt.“
















