
Am 17. Juli hat Häfele seinen neuen Logistikbereich auf dem Wolfsberg in Nagold eröffnet. Die Anlage ist der erste Bauabschnitt der größten Investition in der Geschichte des Unternehmens. Rund 350 Gäste nahmen an der Eröffnungsfeier teil. Zu den Rednern gehörten unter anderem der baden-württembergische Wirtschaftssekretär Thomas Dörflinger, die Vorsitzende des Häfele-Verwaltungsrats Sibylle Thierer und der Vorsitzende der Häfele-Geschäftsleitung Gregor Riekena. Mit einem symbolischen Durchschneiden des roten Bands und dem Einlagern eines Warentransportbehälters nahm man den Logistikbereich offiziell in Betrieb.
Automatisiertes Shuttlelager
Herzstück ist ein automatisiertes Shuttlelager mit rund 96.000 Warentransportbehältern. 132 selbstfahrende Shuttles bewegen die Behälter auf 33 Ebenen in vier Regalgassen. Bis zu 2.038 Behälter lassen sich so stündlich ein- und auslagern. Das System bringt die Waren zur Kommissionierung, wo ein lichtgestütztes System den Entnahmeplatz anzeigt. Außerdem berechnet eine Software die passende Kartongröße und steuert unter anderem die Belegbeigabe sowie die Etikettierung.
Energie und Ressourcennutzung
Das Energiekonzept umfasst einen Eisspeicher, Wärmepumpen sowie Photovoltaikanlagen auf dem Dach und an der Fassade. Der Gebäudekomplex ist im Bereich Wärme und Kälte bilanziell energieautark ausgelegt. Beim Bau verwendete man 28.000 Tonnen Abbruchmaterial wieder. Ein geplanter Turm bis 2028 soll zu 30 Prozent aus recyceltem Beton bestehen. Für das Gebäude nennt Häfele den KfW-40-Standard sowie die DGNB-Gold und QNG-Plus-Zertifizierungen.
Weitere Flächen geplant
Der neue Logistikbereich ist Teil eines größeren Projekts auf dem Wolfsberg. Geplant sind unter anderem ein Showroom, eine Akademie, Gastronomie sowie Veranstaltungs-, Innovations- und Werkstattflächen – für letztere sind über 2.000 Quadratmeter vorgesehen. Dort will Häfele mit Kunden, Lieferanten, Hochschulen, Startups und weiteren Partnern zusammenarbeiten. Zudem ist die Investition Teil der Strategie 2030 und soll den Standort mit weiteren europäischen Logistikstandorten vernetzen, darunter Lehrte.
















