
Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) bewertet das Reformpaket der Bundesregierung gemischt. Für den Verband gehen die Maßnahmen zum Bürokratieabbau in die richtige Richtung. Zugleich kritisiert der HDH die steuerlichen Maßnahmen für mittelständische Unternehmen. Auch fehlten Schritte, um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Viele Mitglieder des Verbands seien als Personengesellschaften organisiert und reinvestieren Gewinne. Darum schätzt der HDH, die geplanten Änderungen könnten diese Unternehmen belasten.
Kritik an Steuerpolitik
HDH-Hauptgeschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge erklärt: „Unsere Mitglieder sind größtenteils mittelständische Personengesellschaften, die ihre Gewinne in Maschinen und Arbeitsplätze reinvestieren. Wenn die Koalition an der Steuerschraube dreht, ohne den Rahmen für diese Unternehmen zu verbessern, schwächt das die Betriebe, auf die es beim industriellen Aufschwung ankommt.“ Dr. Ohnesorge zufolge treffe die geplante Anhebung der sogenannten Reichensteuer diese Unternehmen unverhältnismäßig stark.
Bürokratie und Arbeitsmarkt
Positiv bewertet der Verband die angekündigte Abschaffung zahlreicher Berichts- und Dokumentationspflichten. Nach Auffassung des HDH werde jedoch die Umsetzung entscheidend sein. Zudem spricht sich der Verband dafür aus, Grundsätze auch auf EU-Ebene anzuwenden und verweist dabei auf die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) sowie auf die Lieferkettenrichtlinie. Die vorgesehenen Maßnahmen zum Arbeitsmarkt schätzt der HDH als nur begrenzt wirksam ein. Außerdem fordert er, den seriellen und modularen Holzbau im Reformpaket stärker zu berücksichtigen.
















