
Geschwindigkeit und Flexibilität in der Bearbeitung sind der Schlüssel zum Kunden und der Zugang zur Produktion. Das greift Homag mit dem CNC-Bohr- und Fräszentrum Drillteq H-610 auf. Standardmäßig enthalten ist die Homag-Bohrtechnik, flexibel ausstatten lässt sich die Maschine mit Fräs- und Nutbearbeitung. Für umfangreiche Anwendungen sorgen Bohrgetriebe für die Bearbeitung von Ober- und Unterseite, schwenkbare Nutsägen, ein Dübelaggregat und eine C-Achse mit Aggregatschnittstelle für Fräs- und Bohrbearbeitungen. Wie auch andere Maschinen der Drillteq-Baureihe, hält sie Werkstücke mit zwei Spannzangen im Rahmen der Bearbeitung.
Zwei sich überholende Zangenpaare und keine Wartezeiten
Ihre Dynamik erreicht die Maschine durch zwei sich überholende Zangenpaare: Das erste Zangenpaar schwenkt nach hinten und das zweite beim Überholen nach unten. Durch diese Spannmöglichkeit entfallen Wartezeiten, da der Bediener während der aktuellen Bearbeitung schon ein zweites Werkstück auflegen und vermessen lassen kann – Bohren und Vorbereiten zeitgleich. Ergebnis: eine Produktion ohne Wartezeiten bei höherer Ausbringung. Die konstante Maßhaltigkeit ist möglich dank der hohen Steifigkeit der Spannzangen sowie deren Bewegungsmechanik.
Maximale Beschickung mit bis zu vier Werkstücken
Die neuartige Zangentechnologie ermöglicht es Anwendern, bis zu vier Werkstücke im Umlauf zu haben: Zeitgleich zum Austransport befinden sich weitere Werkstücke in der Vorbereitung oder der Produktion. Während die Maschine das zweite Werkstück bearbeitet, wird das dritte schon durch die Zahnriemenförderer beschickt und wartet auf seine Bearbeitung – fertig gespannt und vermessen. Das vierte Werkstück kann schon aufgelegt werden und muss nur noch mittels Starttaster in die Maschine eingefordert werden.

Automatisches Messen der Werkstückgrößen
Jedes Werkstück wird beim Einlegen in die Maschine überprüft. Das sichert Prozesse ab, einfach unterstützt durch Sensortechnik. Nach dem Auflegen des Werkstücks auf den Riemenförderer bestimmt die Maschine die Maßhaltigkeit. Dabei schieben Nocken das Werkstück gegen die Anschläge in den Spannzangen. So wird beim Beschicken die richtige Breite ermittelt. Beim nachfolgenden Spannen in den Zangen wird zeitlich die Dicke geprüft. Und beim letztlichen Beschicken wird die Länge des Werkstücks gemessen – vor der ersten Bearbeitung.
Fehlerhaftes Beschicken nahezu ausgeschlossen
Der Anschlag auf der linken Seite dient hier als Referenz und Nullkante. Die Messung der drei Werte erfolgt automatisiert im Rahmen des Beschickens ohne Wartezeit. Die pro Werkstück ermittelten Daten gleicht die Maschine direkt mit den im Programm hinterlegten Daten ab. Fehlerhaftes Beschicken ist damit nahezu ausgeschlossen, denn die Maschine zeigt Abweichungen außerhalb der Toleranz auf. Diese Art zu messen spart Zeit, trägt zur Prozesssicherheit bei – und spart Geld, da sie Fehlbearbeitungen vorbeugt. Bohren, fräsen und nuten lassen sich Dicken von sechs bis 60 Millimeter, Längen von 250 bis 3.100 Millimeter und Breiten von 100 bis 1.300 Millimeter.

LED-System unterstützt beim Einlegen
Zur Unterstützung des Bedieners ist die Maschine mit einem LED-Assistenzsystem ausgestattet. Das IntelliGuide-System ist mit der Steuerung verknüpft und zeigt durch aufleuchtende LED-Leisten in X- und Y-Richtung die Werkstückgrößen an sowie die richtige Positionierung zum Einlegen in die Maschine. Auch das spart Zeit – und es bietet ergonomische Vorteile, weil der Bediener das Werkstück nur einmal anheben und einlegen muss.
Umfangreiche Auswahl von Spindeln und Bohrgetrieben
Um individuelle Anforderungen zu ermöglichen, stehen zwei verschiedene Bohrgetriebe bereit mit bis zu 112 Bohrspindeln für die Bearbeitung von Ober- und Unterseite. Ergänzend hinzu kommen zwei Nutsägen. Das Weldon-Wechselsystem sorgt für ein einfaches, zuverlässiges Einsetzen oder Wechseln der Bohrer. Die automatische Spindelklemmung sichert eine gleichbleibende Bohrtiefe.

Drei Werkzeugwechsler für beidseitige Bearbeitung
Die in der Drillteq-Baureihe verfügbare C-Achse ermöglicht es, Werkzeuge und Bearbeitungsaggregate aufzunehmen – ein Plus in Sachen Variabilität und Flexibilität für die Produktion. So lassen sich umfangreiche Aufgaben zum Sägen, Fräsen und Bohren für den klassischen Möbelbau umsetzen. Für die Bearbeitung der Unterseite ist ein Vierfach-Linearwechsler verfügbar, um verschiedene Fräsarbeiten durchzuführen. Zwei Werkzeugwechsler bieten große Wechselkapazität: Sie können sowohl Fräswerkzeuge als auch Aggregate in die obere Bearbeitungsspindel einwechseln. So ist ein Elffach-Wechsler fest aufgebaut, der einen mitfahrenden Achtfach-Wechsler unterstützt, um kurze Wechselzeiten während der Bearbeitung zu schaffen.
Platzsparende Dübeltechnik für eine feste Verbindung
Bei der Drillteq H-610 befindet sich Dübeltechnik platzsparend auf der Rückseite der Maschine. Verwenden lassen sich auf ihr klassische Weißleimdübel sowie vorbeleimte Dübel für die Verarbeitung mittels Wasser. Das in der Maschine verfügbare Dübelaggregat ermöglicht das Eintreiben der Dübel inklusive variabler Eintreibtiefen in die definierte Position.

Sicherheit mit Lichtschranke, Schutzzaun und Übersteigschutz
Für die Sicherheit des Bedieners setzt Homag auf eine Kombination aus Laserlichtschranke, Schutzzaun und Übersteigschutz. Messen die Laser Bewegungen oder Eintritte in diesen Bereich, stoppt die Maschine. Dennoch wird das Programm nicht abgebrochen, sondern nur pausiert. Verlässt der Bediener diesen Bereich wieder, setzt die Drillteq H-610 ihre Arbeit fort. So verschmelzen Sicherheitsstandard und hohe Taktzahlen.
Automatisierung von Standalone bis Linienfertigung
Die individuelle Konfiguration der Maschine bietet auch im Rahmen der Anbindung Flexibilität – ob manuell beschickt, unterstützt durch einen Igelpuffer oder mittels Längstransport für einen Durchlaufbetrieb. Die Maschine lässt sich vom automatisierten Handwerk bis zur industriellen Fertigung einbinden, von der Losgröße-1- bis zur Serienfertigung.
















