Minimale Rüstzeiten für mehr Leistung und Variabilität

Besser bohren im Durchlauf

Für die Möbelfertigung hat IMA Schelling jetzt eine vollautomatische und vielseitige Durchlaufbohrmaschine entwickelt. Sie lässt sich für die echte Losgröße-1-Bearbeitung ebenso konfigurieren, wie für die Fertigung von Kleinst-, Mittel- oder Großserien.
Imagic flex ist eine hochflexible, leistungsstarke Maschine für die Durchlauf-Bohrbearbeitung von IMA Schelling. Bild: IMA Schelling Deutschland GmbH

Zunehmend mehr Kunden wünschen sich ‚Technik aus einer Hand‘. Sie bevorzugen Lieferanten, die ihnen die komplette Prozesskette abbilden können. Dies gelingt IMA Schelling jetzt mit seinen leistungsstarken, vollautomatischen Bohrsystemen der Imagic-Baureihe auf ganzer Linie. Bereits seit 2007 bietet das Unternehmen seinen Kunden aus der Möbelfertigung mit der Imagic flex ein etabliertes Bohrsystem für die Durchlaufbohrbearbeitung an. Die Maschine wurde bislang allerdings vorrangig als Einzelmaschine oder in Bohrzellen genutzt. Um sie auch in seine flexiblen, automatisch rüstenden Kantenstraßen integrieren zu können, unterzog der Lösungsanbieter für die holz-, metall- und kunststoffbearbeitende Industrie die Imagic flex einer Komplettüberarbeitung. Das Ergebnis ist eine neue vollautomatische Durchlaufbohrmaschine, die sich für die echte Losgröße-1-Bearbeitung ebenso konfigurieren lässt, wie für die Fertigung von Kleinst-, Mittel- oder Großserien. Dabei ist die Maschine mit einer gesteigerten Leistung von über 30 Teilen pro Minute im getakteten Betrieb und sehr hoher Verfügbarkeit optimal in die Handlingsysteme und Fertigungsstraßen von IMA Schelling integrierbar. Zudem punktet sie mit noch mehr Flexibilität bei gleichzeitig verbesserter Bearbeitungsqualität.

Durchdachte Lösungen für mehr Vorteile in der Fertigung

Die Imagic flex setzt selbst komplexeste Bohrbilder im Durchlauf problemlos um und erreicht damit wirtschaftliche Stückkosten. Die Maschine ist das modernste Bohrsystem am Markt mit außergewöhnlich flexiblen Ausstattungsmöglichkeiten. So ist eine kunden- und anforderungsspezifische Auslegung der unternehmenseigenen Bohrköpfe und ihre Ausstattung mit Sonderaggregaten – z.B. für leichte Fräsarbeiten – möglich. Ebenfalls für mehr Flexibilität in der Bohrbearbeitung sorgen überholbare Niederhalter durch die Supporte von oben und die getrennten Z-Achsen aller Supporte, die über Servoachsen hochpräzise und wiederholgenau positioniert werden. Diese Servoachsen mit Absolutwertsystem erlauben es, alle Bohrparameter optimal auf das zu fertigende Produkt einzustellen und sind sofort einsatzbereit – ganz ohne Referenzfahrten. Das Ergebnis ist eine exzellente Leistung bei optimaler Qualität.

 Bohrsupport-Bestückung von unten bei der Imagic flex
Bohrsupport-Bestückung von unten bei der Imagic flexBild: IMA Schelling Deutschland GmbH

Zugleich entspricht die Imagic flex dem Green Label Standard. Dafür sorgen Antriebstechnik der jüngsten Generation, Standby-Funktionen bei Produktionsunterbrechung und am Späneband sowie eine abregelbare Absaugung. Zudem macht ein integriertes Werkstück-Prüfsystem eine zusätzliche Messstation vor der Anlage überflüssig. Darüber hinaus zeichnet sich die Maschine durch ihr modernes Programmiersystem aus. Sie lässt sich selbstverständlich in die unternehmenseigene Anlagensteuerung IPC.NET und die IIoT- und Serviceplattform Zimba sowie bei Bedarf auch problemlos in externe Programmiersysteme und übergeordnete Steuerungen einbinden.

Mit technischer Raffinesse zu mehr Leistung

Um die geforderte Leistung für den Einsatz in vollautomatischen Kantenstraßen zu erreichen, griff IMA Schelling tief in die Trickkiste und veränderte z.B. die Transporte der Maschine mithilfe von Anschlägen, die über Servoachsen präzise positioniert werden. Dies minimiert die Lücken und senkt die Transportzeiten. „Wir unternahmen alles, damit die Teile sauber und ohne Stocken durch die Maschine laufen und das bei möglichst hohen Transportgeschwindigkeiten“, erklärt Jens Jeroch, Produktmanager Bohrtechnik bei IMA Schelling. Die neuen Transporte sorgen nun dafür, dass die Werkstücke nach dem Bohrvorgang optimal geführt und beschleunigt werden können. Dies gewährleistet einen sicheren Teilefluss und spart somit Zeit. „Durch diese und andere Maßnahmen konnten wir die Leistung der neuen Imagic flex auf über 30 Teile pro Minute bei 1-Takt-Programmen steigern“, ergänzt Jeroch. Zudem können die Transporte zwischen den Maschinen so konfiguriert werden, dass sie sich in neutrale Übergänge verwandeln lassen. Dies führt zu reduzierten Rüstzeiten auch bei einer Konfiguration als Los-1-Bohrmaschine, die sich vollautomatisch innerhalb weniger Sekunden auf ein neues Bohrbild umrüsten lässt, und macht die Imagic flex auch für diesen Einsatzfall zu einer optimalen Lösung.

 Support-Aufbau der Imagic flex von oben mit integriertem Absaugsystem
Support-Aufbau der Imagic flex von oben mit integriertem AbsaugsystemBild: IMA Schelling Deutschland GmbH

Inzwischen sind zahlreiche Imagic flex bei namhaften deutschen Küchen- und Büromöbelherstellern sowie in Möbelproduktionen und Zulieferbetrieben weltweit im Einsatz. Auf Wunsch realisiert IMA Schelling auch Sonderausführungen. So konfigurierten die Spezialisten für Bohrbearbeitung z.B. eine spezielle Imagic-flex-Bohrmaschine für die Schlafzimmerschrank-Produktion eines europäischen Kunden. Gefordert war eine Leistung von mehr als 28 Hochschrankseiten mit jeweils drei Lochreihen. Die von IMA Schelling konzipierte Sondermaschine erfüllte diese Parameter problemlos – mit nur einer Bohrstation!

Hybrid-Technik sorgt für mehr Varianz im Produkt

Auch die Hochleistungsausführung Imagic hybrid für die Großserienfertigung leistet in der Produktion von Fronten bei Kunden in Italien hervorragende Dienste. Sie entstand angeregt durch den Kunden, der in seiner Frontenfertigung bereits mit einer Imagic flex arbeitete und sich für eine weitere Fertigungsstraße ebenfalls eine Durchlaufbohrmaschine aus Lübbecke wünschte. Die Maschine, die speziell für die Großserienfertigung ausgelegt ist, setzt auf der gleichen Basis wie die Imagic flex auf und überzeugt dank Servoachsen ebenfalls mit exzellenter Präzision und Wiederholgenauigkeit. Das Besondere: sie kombiniert die drei Technologien Point-to-Point, Wechselköpfe und Bohrköpfe von oben mit einzeln abrufbaren Bohrspindeln in einer Maschine. Dabei lassen sich die Bohrköpfe kundenspezifisch auslegen und die Wechselköpfe gestatten die Taktbearbeitung. Entsprechend mit Bohrköpfen und Bohrern bestückt, muss in diesem Fall nur einmal vorgesteuert werden, um das gewünschte Bohrbild in das Bauteil zu bringen. Ein weiterer großer Vorteil der Imagic hybrid sind die minimierten Rüstzeiten. Der Rüstplatz außerhalb der Maschine garantiert ein schnelles Rüsten der unteren Supporte – bei laufender Produktion.

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