
Wer Platten stehend lagern will, nutzt meist Weitspann- oder Palettenregale. Hier liegt die Platte nahezu vollflächig an, ohne sich zu verziehen, und ein Kantenschutz beugt Schäden an den Kanten vor. Zugleich ermöglicht die Schrägstellung eine bequeme Entnahme – einfacher als das Handling vom Boden oder aus flachen Stapeln. Große Stückzahlen oder Sonderformate wiederum lagert man meist liegend. Hier sind Bockregale gesetzt, aber auch modulare Fachboden-, Weitspann oder Kragarmregale. Entscheidend: die gleichmäßige Lastverteilung sowie die ans Material angepasste Ebenenhöhe. Modulare Systeme lassen sich außerdem nachträglich an unterschiedliche Plattenstärken, -maße und -gewichte anpassen. Eine Kennzeichnung nach Materialart, Stärke und Verwendung verringert Suchzeiten und verhindert unnötiges Umstapeln.

Profillager- und Kragarmregale für Latten
Längere Hölzer und Latten stellen besondere Anforderungen an Übersicht und Zugriff: Gefragt ist eine getrennte, sortenreine Aufnahme verschiedener Querschnitte und Längen. Das bieten Profillager- und Kragarmregale. Sind die Regalmodule an die maximale Länge angepasst, erleichtert das die Orientierung und verhindert, dass Ware übersteht oder unkontrolliert aufliegt. Für empfindliche oder leichte Hölzer bieten sich dagegen Wabenregale an – aber auch für Zubehör wie Dichtungen oder Schienen. Denn in den einzelnen Waben lässt sich verschiedenes Langgut sicher und übersichtlich lagern, selbst bei wenig Platz. Solche Sonderlösungen hat der Hersteller Schulte bereits in einigen Hallen eingebaut. Hier schaffen sie Ordnung bei hoher Materialvielfalt und verringern Schäden durch Druck oder Verkanten.
Ergonomie und Platz mit Wabensystemen
Auf den ersten Blick scheint es wirtschaftlich, Lagerfläche möglichst dicht zu belegen. Praktisch führt das jedoch oft zu mehr Kraftaufwand, längeren Zugriffszeiten und beschädigter Ware. Schräg gestellte Profillagerregale oder Wabensysteme erlauben es, Waren rückenschonend zu entnehmen, ohne schwere Werkstücke zu verschieben oder aus ungünstigen Höhen zu heben. Die Gangbreiten plant Schulte dafür nach maximalen Längen statt nach durchschnittlichen – und verhindert so Engpässe im Alltag. Ebenso wichtig: klar bestimmte Lastgrenzen, stabile Aufstellflächen und genug Platz für Transportwagen oder Hebehilfen. Wer die Lagerstruktur früh in die Werkstattplanung einbezieht, verkürzt Arbeitswege und senkt Sicherheitsrisiken.

Struktur für Brandschutz und Sicherheit
In der Holzbearbeitung ist Brandschutz ein wesentlicher Teil jeder Lagerplanung. Zwingend sind Abstände zu Wärmequellen, genug Belüftung, Trenner zwischen Warengruppen sowie die Einhaltung zulässiger Lasten. Zugleich müssen Regalsysteme dem Arbeitsschutz entsprechen, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten. All das bedeutet: Strukturierte Lagerung ist mehr als nur Materialaufbewahrung. Sie schützt empfindliche Werkstoffe, erleichtert Handling und verbessert Abläufe. Ob Bockregal für Platten, Profillager für lange Hölzer oder individuell angepasste Waben – das System muss sich an Material, Raum und Prozessen orientieren. Wer Lagertechnik als Teil der Prozesskette versteht, schafft neben Ordnung auch Effizienz im Alltag.
















