Positionspapier Forst und Holz

Klimafreundliche und unabhängige Zukunft gefordert

Ein übergreifendes Bündnis aus Verbänden der Forst- und Holzwirtschaft hat in einem gemeinsamen Positionspapier die Potenziale der Wald- und Holznutzung für eine klimafreundliche, unabhängige und verlässliche Zukunft hervorgehoben. Zugleich verweisen die Verbände auf die Verantwortung der Politik, mit einer Reihe von Maßnahmen den schnellen und notwendigen Wandel hin zu heimischen und nachwachsenden Ressourcen sicherzustellen und gravierenden Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft vorzubeugen.

Übergabe des gemeinsamen Positionspapiers vor dem Reichstagsgebäude an Abgeordnete aus Regierungs- und Oppositionsfraktionen. Ganz links im Bild: HDH-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge.
Übergabe des gemeinsamen Positionspapiers vor dem Reichstagsgebäude an Abgeordnete aus Regierungs- und Oppositionsfraktionen. Ganz links im Bild: HDH-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge.Bild: HDH/Knebel

Der aktuelle Russland-Ukraine-Krieg verschärft die bestehenden Herausforderungen der menschgemachten Klimakrise und verdeutlicht die Notwendigkeit einer Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft hin zu heimischen und nachwachsenden Ressourcen. Mit seiner nachhaltigen Waldbewirtschaftung und einer regionalen und modernen Holzindustrie verfügt Deutschland über ein starkes Cluster, das nicht nur wirtschaftlich gut aufgestellt ist, sondern durch die Bereitstellung und Verarbeitung des nachwachsenden Rohstoffes Holz zentrale Lösungen für die Aufgaben der Zukunft bereithält. Vor diesem Hintergrund fordert das Verbändebündnis von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur aktiven Waldbewirtschaftung und stärkeren Holzverwendung im EU Green Deal und dem deutschen Klimaschutz-Sofortprogramm.

Bereits heute stehen die Wald- und Holznutzung für Klimaschutz und wirtschaftliche Souveränität. Das Holz speichert CO2 im Wald und in langlebigen Holzprodukten. Dabei reduziert es die Abhängigkeit von fossilen Energiequellen und importierten Erzeugnissen. Um den Beitrag von Forst und Holz nicht zu gefährden, sondern weiter zu stärken, sind Anpassungen und Weichenstellungen in Deutschland und Europa notwendig. Dazu gehören an erster Stelle eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Sie ist sowohl Voraussetzung der regionalen Holzverwendung als auch des Aufbaus und Erhalts klimastabiler Wälder. Diesen Beitrag gilt es zu würdigen, zum einen durch die Honorierung der Klimaschutzleistungen, zum anderen aber auch durch eine Erhöhung der Fördermittel zu Wiederbewaldung. Zudem sollten durch die Stärkung des Kleinprivatwaldes die Holzressourcen auf ganzer Fläche mobilisiert werden.

Gleichzeitig dürfen die Bemühungen aber nicht durch Nutzungsverbote konterkariert werden. Eine Überarbeitung der EU-Biodiversitätsstrategie sowie die Abkehr von Einschränkungen in der Bewirtschaftung von Buchenwäldern ist daher dringend geboten. Vielmehr gilt es, den CO2-Speicher in Holzprodukten zu stärken. Eine Fokussierung auf die Waldsenke, wie sie durch die LULUCF-Verordnung bedingt wird, ist daher abzulehnen und zu überarbeiten. Für die langfristige Nutzung bestehender Potenziale sind die Vorbildfunktion bei öffentlichen Bau- und Sanierungsvorhaben durch eine Holzbauoffensive genauso wie eine Neuausrichtung der KfW-Förderprogramme auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit von größter Bedeutung. Dabei kann die gezielte Förderung für den stofflichen Einsatz von Laubholz sowie die Stärkung einer Kreislaufwirtschaft bis hin zur energetischen Nutzung von Holz maßgeblich zur Bewältigung der bestehenden Herausforderungen beitragen, denn Holz ist in allen seinen Anwendungsbereichen eine sichere und klimafreundliche Alternative zu fossilen und energieintensiven Materialien aus fernen Ländern.

„Für Klimaschutz und Versorgungssicherheit gilt es, das Potenzial des heimischen Rohstoffs Holz stärker zu nutzen, statt durch umfassende Verbote weiter einzuschränken. Holz ist in allen seinen Anwendungsbereichen eine sichere und klimafreundliche Alternative zu fossilen und energieintensiven Materialien aus fernen Ländern“, erklärt Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH). Der HDH ist eine der insgesamt 26 unterzeichnenden Organisationen des Positionspapieres.

Hauptverband der Deutschen Holzindustrie

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