Klimaschutz Holzindustrie

HPE arbeitet klimaneutral

HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner und HPE-Projektmanagerin Sarah Zich bei der Überreichung des Klimaschutz-Zertifikats am 30. April in Mainz.
HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner und HPE-Projektmanagerin Sarah Zich bei der Überreichung des Klimaschutz-Zertifikats am 30. April in Mainz.

Die Geschäftsstelle des Bundesverbandes Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) arbeitet künftig klimaneutral. Das hat der HPE anlässlich seines Zukunftsforums in Mainz am 29. und 30. April bekannt gegeben. Dort wurde das Zertifikat der Initiative Klimaschutz Holzindustrie offiziell überreicht.

Mit der vom HPE für seine Geschäftsstelle nun erreichten Zertifizierung wird die erfolgreiche Durchführung von Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen bestätigt. Zugleich verpflichtet sich der Verband im Rahmen der Zertifizierung, für nicht vermeidbare Emissionen entsprechende Klimaschutzzertifikate zu erwerben, um den entstandenen Ausstoß von Treibhausgasen auf diese Weise auszugleichen.

Angestoßen wurde die Zertifizierung von HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner und unterstützt durch den Geschäftsführer der Klimaschutzinitiative Holzindustrie, Jochen Winning. Operativ waren Projektleiter Kai Lambertz von der Klimaschutzinitiative Holzindustrie sowie Sarah Zich, HPE-Projektmanagerin Nachhaltigkeit & Corporate Social Responsibility, maßgeblich an der Umsetzung beteiligt. Die Geschäftsstelle wurde für das Jahr 2021 zertifiziert und ist nun offiziell klimaneutral.

Auf Pro-Kopf-Basis ergab sich für die HPE-Geschäftsstelle ein Emissionswert von 3,62t Kohlendioxid-Äquivalent (CO2-Äq.) je Mitarbeiter und Mitarbeiterin und Jahr. Das ist deutlich weniger als im produzierenden Gewerbe, wo bedingt durch die ganz anderen Arbeitsabläufe und Prozesse Pro-Kopf-Emissionen von 15 bis 20t CO2-Äq. entstehen können.

„Mit dem Ergebnis der Zertifizierung sind wir sehr zufrieden. Nach der Realisierung kurzfristig umsetzbarer Schritte zur Verkleinerung unseres CO2-Fußabdrucks wollen wir mittel- und langfristig weitere Maßnahmen in Angriff nehmen. Im Kleinen können wir zeigen, was im Großen möglich und nötig ist für klimaneutrales Wirtschaften”, erklärt HPE-Geschäftsführer Kirschner. „Für die bislang nicht vermeidbaren Treibhausgasemissionen unserer Geschäftsstelle haben wir insgesamt 22 Klimazertifikate erworben. Damit unterstützen wir Aufforstung in Uganda ebenso wie Projekte zum Waldschutz in Brasilien und China”, erläutert Kirschner.

„Wir freuen uns sehr, dass sich mit dem HPE ein wichtiger Verband aus der Logistik- und Verpackungsbranche der Zertifizierung angeschlossen hat. Damit untermauert der HPE sein Engagement für nachhaltigen Handel und setzt ein wichtiges Zeichen in die Wirtschaft”, erklärt HDH-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge. Der seit Dezember 2020 bestehenden Initiative Klimaschutz Holzindustrie haben sich bereits zahlreiche Unternehmen der Branche angeschlossen. Für Ohnesorge ist sie ein Bekenntnis zu den Klimaschutzvorgaben der Europäischen Union und zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.

Auch an anderer Stelle wurden die Themen Klima- und Umweltschutz beim HPE-Zukunftsforum in Mainz beleuchtet. „Trotz der durch den Krieg in der Ukraine momentan angespannten Marktlage wurde deutlich, dass die effiziente und nachhaltige Herstellung, Nutzung und Verwertung von Holzpackmitteln und ihren Rohstoffen uns als Megatrend weiter begleiten wird”, betont Kirschner.

Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE)

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