Nachhaltige Baumaterialien

OSB-Platte aus Palmwedeln

Das Unternehmen Al Talah aus Abu Dhabi hat Mitte Dezember 2021 die erste OSB-Platte aus recycelten Dattelpalmenüberresten auf seiner neuen Dieffenbacher-Anlage produziert. Die innovative und höchst nachhaltige Anlage wird unter dem Markennamen ‚Desert Board‘ aus etwa 15% der jährlich in den VAE anfallenden 500.000 Tonnen Palmabfälle 120.000m³ hochwertige OSB-Platten pro Jahr herstellen.

Bild: Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau

Al Talah Board hatte Dieffenbacher im Jahr 2019 mit der Lieferung der einzigartigen OSB-Anlage beauftragt, die dazu beitragen wird, dass die biologisch schwer abbaubaren Palmabfälle nicht länger auf Mülldeponien oder in industriellen Kompostieranlagen landen müssen. Der Dieffenbacher-Lieferumfang umfasst die Stranderzeugung, den Trommeltrockner, die Siebe und die Materialrückgewinnung, die Beleimung, die Formstation und den Formstrang, die kontinuierliche Presse CPS+ mit Pressenabluftreinigungssystem, den Rohplattentransport sowie die Elektrik und Automatisierung der Anlage.

„Unser Vorsitzender, Hatem Farah, hatte vor 18 Jahren die Vision, den Palmenreichtum unseres Landes für die Herstellung nachhaltiger Baumaterialien zu nutzen. Dass wir uns für Dieffenbacher als Partner für unser Projekt entschieden haben, lag vor allem an ihren fortschrittlichen Technologien und dem innovativen Anlagenkonzept, das sie für uns entwickelt haben“, erklärt Mazen Dukmak, Business Development Manager bei Al Talah Board. „Wir sind das weltweit erste Unternehmen, das OSB-Platten von höchster Qualität aus recycelten Palmabfällen herstellt. Ohne die Zusammenarbeit mit Dieffenbacher, ihr Produktions-Knowhow und ihre Expertise im Bereich der alternativen Rohstoffe wäre das nicht möglich gewesen.“

Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau

Das könnte Sie auch Interessieren

Bild: TeDo Verlag GmbH
Bild: TeDo Verlag GmbH
Maschine läuft auf Knopfdruck

Maschine läuft auf Knopfdruck

Maschinen mit hohem Automatisierungsgrad und möglichst großem Kundennutzen liegen in der Holzbearbeitung im Trend. Davon ist Denis Lorber, Leiter Forschung & Entwicklung von Holz-Her in Nürtingen, überzeugt. Ein Programmwechsel der Maschine sollte im Prinzip per Knopfdruck möglich sein. „Der Kunde möchte in der Regel die fertig eingestellte vorpositionierte Maschine. Früher war das ein Alleinstellungsmerkmal großer Industriemaschinen. Heute gilt das für alle Baureihen – runter skaliert bis hin zu Einstiegsmaschinen. Nicht zuletzt sorgt ausgeklügelte Antriebstechnik dafür, dass Holz-Her-Maschinen weltweit in der Topklasse der Holzbearbeitung spielen.