Bei Armbruster läuft seit der Arbeitsaufnahme der Säge-/Lager-Kombi die Produktion gleichmäßiger, konstanter, es herrscht mehr Ruhe im Herstellungsprozess und trotz der schnellen Auftragsabwicklung gibt es keine Hektik. Die ERP-Steuerung funktioniert ebenso problemlos wie die Voraushaltung, ein Bediener reicht. „Ich war total überrascht, wie gut das alles funktioniert“, zeigt sich der agile Geschäftsführer beeindruckt. Fünf Jahre sind im Maschinenleben eine lange Zeit, und Homag hat seine S-300 flexTec-Robotersäge inzwischen mit einer weiterentwickelten Neuauflage versehen (siehe Infokasten). Die Säge bietet einen kostengünstigen Einstieg in den vollautomatischen Plattenzuschnitt und profitiert von den Erkenntnissen aus Kundeneinsätzen – womit wir den Ball bzw. die Platte wieder PAN+ARMBRUSTER zuspielen: Matthias Armbruster und sein Team dienten als Feldforscher und ihre Erfahrungen mit dem – nachträglich – in die Sawteq integrierten ToleranceCheck wird der Schwarzwälder Maschinenbauer bereitwillig in die nächste Generation einfließen lassen.
Null Toleranz
„Null Toleranz bei Fehlern, da sind wir wie Homag gepolt. Wir haben bisher schon Daten gesammelt, sie analysiert und geschaut, woher die Fehler gekommen sind, welche gelieferten Chargen sich als minderwertig erwiesen haben. Uns hat natürlich interessiert: Wie können wir den Ausschuss reduzieren?“ Armbruster kam es zugegen, dass er mit seiner Pionierarbeit für den Maschinenpartner ans Eingemachte gehen durfte. Der an der Säge verbaute ToleranceCheck hilft dabei, Materialkrümmungen frühzeitig zu erkennen und die individuell geforderte Maß- und Winkelhaltigkeit von Teilen dauerhaft sicherzustellen.
„Der ToleranceCheck ist wirklich eine große und praktische Hilfe. Er gibt uns bereits während der Produktion Auskunft über die Qualität der Teile: Ist ein Teil außerhalb der Toleranz, wird der Bediener darauf hingewiesen, er kann das Aufteilen verhindern und so Ausschuss vermeiden. Zusätzlich sammeln wir die Daten aller gescannten Platten – so haben wir zukünftig datenbasiert bei minderwertigem Material eine bessere Verhandlungsposition gegenüber unseren Lieferanten. Ein Manko des ToleranceCheck ist, dass zwar angezeigt wird, wenn ein Teil außerhalb der Toleranz ist, aber die Nachproduktion des Teils ist noch etwas kompliziert bzw. nicht automatisiert. Das war noch nicht ganz zu Ende gedacht.“ Der VCMC-HZ spannt Werkstücke seitlich. Sein beidseitiger Anschlag senkt Rüstzeiten und steigert die Leistung. Vier Spannhöhen und die Wahl zwischen Druckluft oder Mechanik garantieren Anwendern maximale Flexibilität. ‣ weiterlesen
Mehr Platz auf Konsolentischen
Aber Homag denkt dank seiner Feldtest-Kunden weiter: Die Nachproduktion von Teilen stand tatsächlich auf dem Entwicklungsplan und wurde realisiert. Der rege Austausch und enge Kontakt haben sich für beide Seiten ausgezahlt. Bei Armbruster werden nun weniger Teile verschwendet und die Produktion wird kontinuierlich weiter optimiert. Und Homag hat ein wichtiges Feedback der Oberkircher Feldtestkunden zum ToleranceCheck in der Neuauflage der Sawteq umgesetzt und wird diese im September 2024 der Öffentlichkeit auf dem Homag-Treff präsentieren. Ab dann können die schlechten Teile in Nachproduktionslisten gesammelt und an die Optimierung gesendet werden. Matthias Armbruster gibt seine Erfahrungen gerne weiter und referiert auf dem erwähnten Homag-Treff am 26. September über seine Praxiserfahrungen mit dem toleranceCheck, der Robotersäge und dem Lager.
Enge Partnerschaft
Es herrscht ein kontinuierliches Geben und Nehmen zwischen den beiden Unternehmen aus Baden-Württemberg. „Unsere Partnerschaft hat sich im Laufe der Jahre intensiviert. Der Service war immer zur Stelle, wenn wir ihn gebraucht haben, und Homag hat immer schnell auf unsere Wünsche reagiert. Die Schopflocher haben immer ein Ohr am Kunden und wo Probleme sind, werden sie gelöst. Dass die Maschinen und die digitalen Themen top sind, versteht sich von selbst.“ Als Wirtschaftsingenieur weiß Armbruster, worauf es bei der Führung eines Unternehmens und dessen Zukunftssicherung ankommt. Der dynamische Firmenchef möchte seine innovativen Produkte weiterentwickeln und sich fest unter den Marktführern der Branche etablieren. Wachstum ist ein weiterer wichtiger Punkt – der soll umsatzmäßig erfolgen und nicht in der Fläche. Das bedingt unter anderem eine bessere Auslastung ohne mehr Personal mit mehr Automation. Womit wir zum Schluss wieder bei Homag sind: Die nächste Edgeteq-S-500-Kantenanleimmaschine mit Rückführung ist schon bestellt und wird Ende des Jahres in Betrieb genommen.
Auch Gutes kann besser werden: Homag hat seine bewährte Baureihe überarbeitet und viele Erfahrungen aus der Praxis in die Weiterentwicklung einfließen lassen:
- Die neueste Generation verfügt über eine angepasste Position und einen überarbeiteten Sockel des Roboters.
- Das Ausrichten der Platten erfolgt im Standard ohne Ausrichtvorrichtung – die Platte wird ausgeschoben und durch Roboter ausgerichtet. Ein zusätzliches Ausrichten on-the-fly oder sogar mit Ausrichtvorrichtung ist optional möglich.
- Etikettieren am Druckbalken Advanced – die Standard-flexTec ist die Einstiegsvariante für das vollautomatische Etikettieren mit drei definierten Positionen. Für höhere Flexibilität steht eine Premiumvariante zur Verfügung.
- Homag hat den Teilepuffer neu gestaltet und inklusive der Auflagefläche aus genutetem MDF konstruktiv überarbeitet.
- Optimierter Luftkissentischbereich: In der ersten Gasse mit einteiligem abklappbarem Luftkissentisch und standardmäßig drei Einlegeplatten in Gasse zwei und drei. Diese können beim Umschalten auf den manuellen Modus herausgenommen und am Schutzzaun eingehängt werden.
- Das schwenk- und neigbare Multitouch-Display hat eine neue Bedienposition am Druckbalken inklusive QuickTip, den Assistenten für eine optimal eingestellte Maschine.
- Ein manueller Etikettendrucker ist optional erhältlich und sorgt für noch mehr Flexibilität bei der Teilekennzeichnung.















