Werkzeug-Flexibilität in der CNC-Bearbeitung

Kreativ-Schreinerei setzt auf klare Kanten

Flexibilität wird großgeschrieben in der Kreativ-Schreinerei 'Alb Display' in Schömberg. Schließlich stehen in Schömberg alle Zeichen auf kundenindividuelle Lösungen. Der Schaftfräser zum Beispiel muss deshalb öfter mal getauscht werden. Ein typischer Fall für hochpräzise Spannzangenfutter und Diamant Schaftfräser.
 Die Kreativ-Schreinerei voll im Einsatz. Der umfangreiche Maschinenpark lässt viele Designs wahr werden.
Die Kreativ-Schreinerei voll im Einsatz. Der umfangreiche Maschinenpark lässt viele Designs wahr werden.Bild: AKE Knebel GmbH & Co.

In der beschaulichen Stadt Schömberg, nahe der Schwäbischen Alb im Zollernalbkreis, befindet sich die Kreativ-Schreinerei mit dem passenden Namen ‚Alb Display‘. Die Bezeichnung ‚Schreinerei‘ umreißt das umfangreiche Ideen- und Leistungsportfolio jedoch nicht ganz. Alb Display konzipiert, entwirft und produziert für zahlreiche namhafte Unternehmen quasi alles, was man unter dem Begriff Displays oder Objektdesign zusammenfassen könnte. Dabei sind die Ansprüche der Kunden stets hoch und die Wüsche immer individuell. Eines ist klar: Hier bekommt der Kunde keine Massenware, sondern ein exklusiv gestaltetes Unikat. Egal ob es sich um eine Verkaufsvitrine oder eine besonders komplexe Produktinszenierung handelt. Von der Idee bis zum fertigen Produkt entsteht hier ein perfektes individuelles Markendesign.

 Der DP-Schaftfräser Z3 in Kombination mit dem sehr 
flexiblen und rundlaufgenauen HP-Spannzangenfutter.
Der DP-Schaftfräser Z3 in Kombination mit dem sehr flexiblen und rundlaufgenauen HP-Spannzangenfutter.Bild: AKE Knebel GmbH & Co.

Flexibilität der Werkzeuge

Für Andreas Kühn, zuständig für den Vertrieb und die Kundenbetreuung, ist es eine absolute Selbstverständlichkeit den Kunden nicht nur ein individuelles Produkt, sondern auch eine absolut hochwertige Umsetzung anbieten zu können. Hans-Peter Beck, verantwortlich für die Arbeitsvorbereitung und die Materialbeschaffung, achtet daher nicht nur auf die verwendeten Materialien, sondern auch auf die Werkzeuge, die im Maschinenpark eingesetzt werden. Der Maschinenpark besteht aus einer Homag-Plattenaufteilsäge Typ ‚HPP 350/38/38 New‘, einer Homag-Kantenanleimmaschine ‚KDE 650 Edition‘ sowie einer klassischen Altendorf Formatkreissäge ‚F-45‘. Das Herzstück bildet jedoch die Format 4 ‚Profit H22‘ – ein CNC-Bearbeitungszentrum von Felder. Die Ausrichtung auf kundenindividuelle Lösungen sowie der oft wechselnde Materialmix machen es notwendig, dass die Fräswerkzeuge, die bei Alb Display zum Einsatz kommen, möglichst lange und universell einsetzbar sind. So können längere und teure Maschinen-Rüstzeiten vermieden werden.

„Wir setzen auf Diamant-Schaftfräser“

 Das rundlaufgenaue (0,008mm) HP-Spannzangenfutter als flexible Alternative zum Schrumpffutter.
Das rundlaufgenaue (0,008mm) HP-Spannzangenfutter als flexible Alternative zum Schrumpffutter.Bild: AKE Knebel GmbH & Co.

Hans-Peter Beck verdeutlicht dies an einem Beispiel: Bei einem der letzten Innenausbau-Projekte für einen neuen Besprechungs- und Showroom wurde eine groß- und vielteilige Wand aus Multiplex-Platten-Lamellen gefertigt. Jede Lamelle – etwa 2,75m hoch – erhielt ein individuelles Design. Jedes Wandelement ist somit ein Unikat. Da hier insgesamt 62 Lamellen gefertigt wurden, war der Anspruch an das Werkzeug besonders hoch. Es galt eine saubere Schnittkante zu erzeugen, die von Anfang bis Ende eine durchgängige Qualität aufweisen sollte. Zum Vergleich: Ein hochwertiger Hartmetall-Fräser würde etwa 10 Teile verarbeiten, bis sich Scharten bilden und die Qualität dann rapide nachlassen würde. Daher setzt hier Alb Display auch auf Diamant-Schaftfräser (DP). Diese sind zwar etwas teurer bei der Anschaffung, halten dafür aber deutlich länger. Derzeit im Einsatz ist daher ein DP-Schaftfräser Z3 in der 2.0-Ausführung des Werkzeugherstellers AKE Knebel. Dieser Fräser sei auch in verschleißenden Holzwerkstoffen wie Multiplex besonders effizient und hinterlässt eine perfekte Fräskante ohne größere Nacharbeit. Beck hebt hervor: „Mit diesem Fräser hätten wir noch 10 weitere Räume fertigstellen können.“ Das Ergebnis spricht für sich. Und der Kunde sei mit dem Ergebnis sehr zufrieden gewesen.

„Feedback ist uns wichtig.“

Alb Display ist mit seinen Werkzeuglieferanten im regen Austausch. „Feedback ist uns wichtig“. So könne man sich auf die Qualität der Werkzeuge verlassen und die Hersteller könnten so auch auf die Anforderungen in der Branche reagieren. Eine klare Win-Win-Situation, sagt Beck. Ein Beispiel: Vor einiger Zeit war er auf der Suche nach einer Alternative für Schrumpffutter, die auch in seinem Betrieb in Verwendung sind. Beck verdeutlicht die Situation: Das Schrumpffutter ist ein sehr genaues, sicheres und verlässliches System. Doch hat er damit keine Möglichkeit einen Schaftfräser kurzfristig zu tauschen. Die teuren Gerätschaften möchte er sich nicht extra anschaffen und das Standard-Spannsystem ist im Vergleich dazu nicht so rundlaufgenau. In einem der letzten Gespräche mit seinem Lieferanten wurde er auf das HP-Spannzangenfutter von AKE aufmerksam. Dieses versprach eine ausgesprochen hohe Laufruhe und Festigkeit unter Verwendung herkömmlicher Spannzangen. Sein Interesse war geweckt und seither ist auch das hochpräzise Spannzangenfutter bei Alb Display im Einsatz. Nicht alle Aufnahmen wird er jetzt ersetzen. Aber mit mehr Flexibilität bietet ihm diese Lösung in kritischen Situationen eine echte Alternative, wenn es um kurze Rüstzeiten und eine sichere Bearbeitung bei hohen Drehzahlen geht. Gerade hier zeige sich, dass AKE mit seinem beratenden Außendienst vor Ort ein echter Gewinn sei.

Fazit: Erfolgreiche Projekt-Realisierung

Andreas Kühn und Produktionsleiter Alwin Unterhuber sind in jedem Fall mit dem Projekt-Ergebnis sehr zufrieden. Es wurde ein moderner Showroom mit einem einzigartigen Lammellen-Design geschaffen. Festzuhalten bleibt, dass die Realisierung den Ansprüchen der Kreativ-Schreinerei entspricht und was viel entscheidender ist: Die Qualität der 62-gliedrigen Lamellenwand erfüllt in Gänze die Anforderungen des Kunden.

Alb Display OHG
www.alb-display.de

AKE Knebel GmbH & Co. KG
www.ake.de

Das könnte Sie auch Interessieren

Anzeige

Anzeige

Bild: Reiss Büromöbel GmbH
Bild: Reiss Büromöbel GmbH
Solide Prozesse für solide Büromöbel

Solide Prozesse für solide Büromöbel

Das 1882 von Robert Reiss gegründete Industrieunternehmen konnte sich mit dem Reiss-Brett, der Reiss-Zwecke und den Reiss-Rechenschiebern im Bewusstsein der Menschen verankern. Heute verbindet Reiss Büromöbel noch immer Technologie und Handwerk, um kundenindividuelle Büromöbel herzustellen. Im neu errichteten Werk sorgen Maschinenvernetzung und Datenintegration für einen sicheren Stand beim digitalen Wandel.

Bild: FingerHaus/BETH
Bild: FingerHaus/BETH
Roboter maßschneidern Holzbauelemente

Roboter maßschneidern Holzbauelemente

Roboter bringen Werkstoffe auf Bauelemente auf, sortieren und befestigen sie. Sie nehmen ihren menschlichen Kolleginnen und Kollegen monotone, körperlich belastende Aufgaben wie das Hantieren mit schweren, sperrigen Bauelementen ab – und das mit höchster Präzision und Wiederholgenauigkeit. Die Automatisierung unliebsamer Arbeitsschritte macht den Arbeitsplatz für die Mitarbeitenden attraktiver. Insbesondere in der Fertighausbranche ermöglichen Roboter, Häuser mit einer großen Varianz schnell, kosteneffizient und exakt zu realisieren.

Bild: Weinig Vertrieb und Service GmbH & Co. KG
Bild: Weinig Vertrieb und Service GmbH & Co. KG
„Maschinen in Echtzeit steuern und noch viel mehr“

„Maschinen in Echtzeit steuern und noch viel mehr“

Die in der HOB-Ausgabe 10/21 vorgestellte Weinig App Suite spricht alle Unternehmen aus der Holzbearbeitung an. Die Control Suite richtet sich vor allem an größere Unternehmen und insbesondere Anlagenbetreiber, die mindestens zwei Maschinen in einer Fertigungslinie betreiben. „Bei einem Schreiner mit nur einer Maschine macht sie wenig Sinn. Sie zeigt den Live-Zustand der Maschinen und spielt ihre Vorteile bei der Steuerung sowie Automatisierung einer Anlage aus“, sagt Florian Fluhrer im Gespräch mit der HOB-Redaktion. Er ist Portfoliomanager Digital Solutions und zuständig für die digitalen Lösungen, wie die mobile App Suite oder die Leitrechnertechnologie Weinig Control Suite.

Anzeige

Anzeige

Anzeige