Stabiler Messtisch zur Qualitätskontrolle

Zur Rationalisierung von Lieferketten verlagern immer mehr große Möbelhersteller die Aufgaben der Wareneingangsprüfung auf ihre Zulieferer. Diese benötigen Messvorrichtungen, mit denen sie die vorbearbeiteten Möbelteile qualitativ überprüfen können. Herkömmliche Messtische sind jedoch teuer und verfügen häufig nicht über digitale Kontrollmethoden. Die Herforder Prewi Mess- und Steuerungstechnik GmbH, Herstellerin von Systemlösungen für die Möbelbearbeitung, bietet mit den Messtischen der Modellreihe MTS-2000 zur vollautomatischen Vermessung plattenförmiger Werkstücke eine preiswerte und präzise Lösung: Ein intelligentes Bildverarbeitungssystem erübrigt aufwändige Kalibrierungen und liefert exakte Messdaten.
 Die neuen MTS-2000 Messtische vermessen plattenförmige Werkstücke, Laminat oder PVC-Paneelen vollautomatisch und berührungslos.
Die neuen MTS-2000 Messtische vermessen plattenförmige Werkstücke, Laminat oder PVC-Paneelen vollautomatisch und berührungslos.Bild: Prewi GmbH

Die neuen MTS-2000 Messtische dienen der vollautomatischen, berührungslosen Vermessung von plattenförmigen Werkstücken, von Laminat oder PVC-Paneelen. Prewi produziert drei Modelle für verschiedene Einsatzbereiche: Neben dem Basismodell MTS-2000 Evo entwickelte der Systemanbieter aus Herford speziell für die Möbelindustrie den MTS-2000m, während der MTS-2000 F in der Fußbodenindustrie Verwendung findet. Vermessen werden Möbelfertigteile, Korpusseiten, Formteile oder Paneele mit Abmessungen bis zu 2500x650x50mm (andere Abmessungen auf Anfrage). Optional können beim evo-Modell mit einem Laser die Materialstärke oder mit einem Messtaster lackierte Faserprodukte vermessen werden. Ein großer Messkopf mit einer auf 0,005mm auflösenden Digitalkamera und einem Lasersensor wird von einem Gantry mit einer Wiederholgenauigkeit von 0,03mm über die Fläche verfahren. Eine gleich bleibend hohe Messqualität garantieren das verwindungssteife und schwingungsarme Maschinengestell und die Granitmessebene mit minimaler thermischer Ausdehnung im Verbund mit einem intelligenten Bildverarbeitungssystem zur automatischen Einmessung des Prüfmaterials.

Umfassende Kontrolle

Die Werkstücke werden mittels eines Vakuums auf der Messebene fixiert und durch pneumatische Anschläge vorpositioniert, worauf direkt die Kontrolle aller Elemente gestartet werden kann. Diese umfasst die Messung von Länge, Breite, Parallelität und Winkeln sowie die Überprüfung von Konturen, Bohrungen, Nuten oder gefrästen Taschen. Dabei berücksichtigt der Scan durch das hochauflösende digitale Kamerasystem auch unsaubere ausgeführte Bearbeitungen oder abgeplatztes Material an den Bohrlöchern. Ebenso ist eine Inspektion der Kantenbearbeitung möglich.

 Messtische in der Fertigungshalle
Messtische in der FertigungshalleBild: Prewi GmbH

Smartes Messsystem statt schweres Maschinengerüst

Anders als bei herkömmlichen Messtischen, bei denen die Präzision der Ergebnisse durch einen massiven Aufbau, einer exakten Justierung des Prüfstücks und anderer Faktoren gewährleistet werden muss, entfällt dieses Prozedere beim MTS-2000. Messabweichungen, die ihre Ursachen in Ungenauigkeiten des Systemaufbaus haben, werden nach einem Abgleich zwischen den CAD-basierten Soll-Vorgaben und den gemessenen Ist-Werten softwarebasiert bereinigt. Dazu kalibriert sich der Messtisch zunächst durch das Abscannen einer Referenzmatrix mit einem intelligenten Bildverarbeitungssystem. Auftretende Messwertdifferenzen werden eigenständig erkannt und mit dem Offset der systemeigenen Positionierungskoordinaten verrechnet. Dadurch sind aufwändige Kalibrierungen der Maschine nicht mehr notwendig. Auch klimatische Bedingungen am Einsatzort müssen nicht mehr berücksichtigt und kompensiert werden. Durch eigene Temperaturfühler werden sie gleich vom System einkalkuliert. Zur Bedienung, Steuerung der Achsen sowie zur Messdatenverarbeitung und Protokollerstellung dient ein Touch-Panel-PC.

Kosteneffiziente Konstruktion

Durch die zuverlässige logikbasierte Fehlerkorrektur konnte Prewi auf kostenintensive Führungskomponenten verzichten und das Gantry für die Messkopf-Positionierung mit preisgünstigen Positionierachsen realisieren. Der Führungskörper mit integrierter Rollenführung besteht aus einem Aluminiumvierkantprofil mit 60mm Kantenlänge, in dem der Schlitten über einen innen liegenden umlaufenden Zahnriemen verfahren wird. Ein HTD-Zahnriemen mit Stahlgewebeeinlage garantiert einen spielfreien Drehrichtungswechsel und eine Wiederholgenauigkeit von ±0,1mm. Da der Führungsschlitten mit 175mm extrem kurz ausgeführt werden kann, erreicht er bezogen auf die gesamte Profillänge einen großen Verfahrweg. Die Zahnscheibe mit zwei gegenüberliegenden Kupplungsklauen ermöglicht den Betrieb mit Motoren beliebiger Fabrikate. Beim MTS-2000 erfolgt die Positionserfassung der Achsen über einen Positionsgeber am Führungsschlitten, der den Weg mittels aufklebbarer Magnetstreifen an den Achsprofilen misst. Die Achsen sind in frei wählbaren Längen bis zu 6m lieferbar.

Fehler vermeiden, Qualitätsbewusstsein stärken

Mit der MTS-2000 Baureihe bietet Prewi eine wirtschaftliche Messtischlösung, die mit hoher Genauigkeit allen Anforderungen an eine einfache und schnelle Bedienung gerecht wird. Viele Zulieferer, die aus markstrategischen Gründen ihren Kunden stets den aktuellen Stand der Messtechnik bieten müssen, profitieren von dem modernen Messsystem – Serienfehler oder zusätzlicher Aufwand durch Reklamationen werden vermieden. Axel Prekwinkel, Geschäftsführer der Prewi Mess- und Steuerungstechnik GmbH weist noch auf einen anderen Aspekt hin: „Eine Warenkontrolle direkt in der Produktion hilft automatisch dabei, das Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter zu stärken.“

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